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Ministerium der Justiz
 

2030-18

Ausbildungs- und Prüfungsordnung
der Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes,
Fachrichtung Technischer Verwaltungsdienst des
Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände

Vom 4. September 2017
geändert durch die Verordnung vom 7. Mai 2018 (Amtsbl. I S. 281).

Fundstelle: Amtsblatt 2017, S. 766



Änderungsdaten

1.

mehrfach geändert durch Verordnung vom 7. Mai 2018 (Amtsbl. I S. 281)

Inhalt
Erster Teil: Technisches Referendariat
§ 1 Zweck, Ziel und Fachgebiete
§ 2 Einstellungsvoraussetzungen
§ 3 Einstellungsverfahren
§ 4 Ernennung, Anwärterbezüge, Beendigung
§ 5 Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen
§ 6 Dauer und Gliederung
§ 7 Inhalt und Gestaltung der Ausbildung
§ 8 Begleitung und Überwachung der Ausbildung
§ 9 Beurteilung während der Ausbildung
§ 10 Urlaub, Dienstunfähigkeit, Behinderungen
§ 11 Entlassung
Zweiter Teil: Staatsexamen - Prüfungsordnung
§ 12 Zweck der Prüfung
§ 13 Abnahme der Prüfung
§ 14 Zulassung zur Prüfung
§ 15 Gliederung
§ 16 Häusliche Prüfungsarbeit
§ 17 Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht
§ 18 Mündliche Prüfung
§ 19 Unterbrechung, Rücktritt
§ 20 Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen
§ 21 Abschließende Bewertung, Gesamturteil
§ 22 Prüfungszeugnis
§ 23 Wiederholung der Prüfung
§ 24 Täuschung, Verstoß gegen die Prüfungsordnung
§ 25 Prüfungsakte
§ 26 Ausführungsbestimmungen
§ 27 Übergangsregelung
§ 28 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Dritter Teil: Sondervorschriften der Fachgebiete
A. Architektur
B. Geodäsie und Geoinformation
C. Landespflege
D. Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung
E. Städtebau
F. Straßenwesen
G. Umwelttechnik H. Wasserwesen
Vierter Teil: Anlagen
Anlage 1 : Ausbildungsnachweis
Anlage 2 : Übersicht über das technische Referendariat
Anlage 3 : Beurteilung
Anlage 4 : Antrag auf Zulassung zum Staatsexamen
Anlage 5 : Fachgebietsübergreifende Ausführungsbestimmungen

Auf Grund des § 9 Absatz 2 des Saarländischen Beamtengesetzes vom 11. März 2009 (Amtsbl. S. 514), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 15. März 2017 (Amtsbl. I S. 436), und des § 11 Absatz 1 der Verordnung über die Laufbahnen der Beamtinnen und Beamten im Saarland vom 27. September 2011 (Amtsbl. I S. 312), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 15. März 2017 (Amtsbl. I S. 436) verordnen das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, das Ministerium für Bildung und Kultur, jeweils im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres, Bauen und Sport,

sowie

das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport:

Erster Teil:

Technisches Referendariat

§ 1

Zweck, Ziel und Fachgebiete

(1) Zweck und Ziel des technischen Referendariats ist es, Hochschulabsolventinnen oder Hochschulabsolventen wissenschaftlich-technischer Studiengänge als Führungskräfte zu qualifizieren und sie auf Leitungsfunktionen in Verwaltung und Wirtschaft praxisgerecht vorzubereiten. Dabei sollen verantwortungsbewusste Persönlichkeiten für das Management in technischen Bereichen herangebildet werden, die über grundlegende soziale, organisatorische, ökologische und ökonomische Kenntnisse verfügen.

(2) Die Ausbildung soll sich darauf erstrecken, das an der Hochschule erworbene technische Fachwissen in der Praxis anzuwenden und zu ergänzen. Sie soll umfassende Kenntnisse vor allem in den Bereichen Management und Führungskompetenz sowie im öffentlichen und privaten Recht vermitteln. Methodische und soziale Kompetenzen zur Wahrnehmung von Führungsaufgaben sollen herausgebildet und gestärkt werden. Dabei sind Verantwortungsbereitschaft und Initiative zu wecken und zu fördern. Das Verständnis für staatspolitische, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und soziale Belange ist zu fördern.

(3) Das technische Referendariat ist der Vorbereitungsdienst für die Fachrichtung Technischer Verwaltungsdienst und umfasst folgende Fachgebiete:

Architektur

Geodäsie und Geoinformation

Landespflege

Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung

Städtebau

Straßenwesen

Umwelttechnik

Wasserwesen

Diese Fachgebiete entsprechen den beim Oberprüfungsamt für das technische Referendariat bestehenden Fachrichtungen.

(4) Die Befähigung für die Laufbahn des höheren Dienstes, Fachrichtung Technischer Verwaltungsdienst, wird für das jeweilige Fachgebiet durch Ableistung des Referendariats und Bestehen des Staatsexamens erworben.

§ 2

Einstellungsvoraussetzungen

(1) Für das technische Referendariat können Bewerberinnen oder Bewerber mit einem erfolgreichen Abschluss wissenschaftlich-technischer Studiengänge gemäß Sondervorschriften der Fachgebiete (Dritter Teil) im Rahmen

-

eines Bachelorstudienganges und eines inhaltlich-fachlich darauf aufbauenden Masterstudiengangs an einer Hochschule und einer Regelstudienzeit von zehn Fachsemestern (einschließlich Praxis- und Prüfungssemester sowie Masterarbeit), oder

-

eines Diplom-Studienganges an einer Technischen Hochschule, Universität oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern (ohne Zeiten für Praxis- und Prüfungssemester sowie Diplomarbeit)

eingestellt werden, sofern dabei das in den Sondervorschriften der Fachgebiete (Dritter Teil) festgelegte Wissensspektrum nachgewiesen wird. Dieser Nachweis ist durch persönlich qualifizierende Prüfungen anhand eines Abschlusszeugnisses sowie ein Diploma Supplement zu erbringen. Die mit diesem Abschluss vorauszusetzende Fähigkeit, selbständig Fachwissen zu beherrschen und methodisch anzuwenden, ist darüber hinaus durch eine das Studium abschließende, qualifizierende Master- oder Diplomarbeit zu belegen.

(2) Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf müssen erfüllt sein.

§ 3

Einstellungsverfahren

(1) Die Bewerbung auf Einstellung für das technische Referendariat ist bei der Einstellungsbehörde einzureichen. Einstellungsbehörden sind die in den Sondervorschriften für die einzelnen Fachgebiete genannten Stellen (Dritter Teil).

(2) Der Bewerbung sind beizufügen:

a)

Lebenslauf,

b)

Kopie des Zeugnisses über den Nachweis der Hochschulreife,

c)

Kopien von Zeugnissen über die Hochschulprüfungen (Bachelor- und Masterprüfung oder Diplom-Vorprüfung und Diplom-Hauptprüfung) in einem wissenschaftlichen Studiengang, der die Kriterien gemäß § 2 Absatz 1 erfüllt, sowie gegebenenfalls über Zusatzprüfungen oder andere Prüfungen,

d)

Kopien der Urkunden über die Verleihung akademischer Grade,

e)

Nachweise über eine etwaige berufliche Tätigkeit nach Ablegung des Hochschulexamens,

f)

Nachweis, dass die Bewerberin oder der Bewerber die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Artikel 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Drittstaates, dem Deutschland oder die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikation eingeräumt haben, im Sinne des § 7 Absatz 1 Nummer 1 Beamtenstatusgesetz besitzt.

Die Vorlage eines Lichtbildes und gegebenenfalls einer Kopie des Schwerbehindertenausweises ist freiwillig.

Vor der Einstellung sind auf Anforderung vorzulegen:

a)

ein „Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde“, das bei der zuständigen Meldebehörde zu beantragen ist,

b)

ein Gesundheitszeugnis einer Amtsärztin oder eines Amtsarztes, das auch über das Seh-, Farbunterscheidungs- und Hörvermögen Auskunft gibt,

c)

eine schriftliche Erklärung, ob Vorstrafen vorliegen oder ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen sie oder ihn anhängig ist,

d)

ein aktuelles Lichtbild,

e)

die Geburtsurkunde.

(3) Über die Einstellung für das technische Referendariat entscheidet die Einstellungsbehörde.

(4) Aus der Einstellung kann die Bewerberin oder der Bewerber keinen Anspruch auf eine spätere Verwendung im öffentlichen Dienst herleiten.

§ 4

Ernennung, Anwärterbezüge, Beendigung

(1) Die in den Vorbereitungsdienst eingestellten Bewerberinnen oder Bewerber werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zu Referendarinnen oder Referendaren mit einem auf das Fachgebiet hinweisenden Zusatz ernannt.

(2) Referendarinnen oder Referendare erhalten Bezüge nach dem durch Gesetz vom 1. Oktober 2008 (Amtsbl. S. 1755) in Landesrecht übergeleiteten Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils geltenden Fassung.

(3) Das Beamtenverhältnis der Referendarinnen und Referendare, die die Laufbahnprüfung bestanden oder endgültig nicht bestanden haben, endet mit Ablauf des Tages der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses oder durch Entlassung.

§ 5

Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen

(1) Referendarinnen oder Referendare werden von der Einstellungsbehörde, sofern sie die Ausbildung nicht selbst übernimmt, einer Ausbildungsbehörde zugewiesen.

(2) Ausbildungsbehörden sind die in den Sondervorschriften (Dritter Teil) für die einzelnen Fachgebiete genannten Stellen.

(3) Die Ausbildungsbehörde weist die Referendarinnen oder Referendare den Ausbildungsstellen zu.

(4) Referendarinnen oder Referendare können auf Antrag und nach Übereinkunft der beteiligten Stellen in einzelnen Abschnitten auch bei Verwaltungen, die dem Oberprüfungsamt nicht angeschlossen sind, oder bei sonstigen geeigneten Stellen ausgebildet werden.

§ 6

Dauer und Gliederung

(1) Das technische Referendariat einschließlich des Staatsexamens dauert zwei Jahre.

(2) Für die Ausbildung förderliche Tätigkeiten können angerechnet werden. Förderlich sind solche Tätigkeiten, die geeignet sind, die Ausbildung in einzelnen Abschnitten ganz oder teilweise zu ersetzen, insbesondere bei Berufstätigkeit in leitender Stellung oder verantwortlicher Projektlenkung. Die Entscheidung über eine Anrechnung trifft die Einstellungsbehörde im Benehmen mit der Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes. Ein entsprechender Antrag der Referendarin oder des Referendars ist spätestens zwei Monate nach Beginn des Referendariats vorzulegen.

(3) Das technische Referendariat kann um bis zu sechs Monate verlängert werden, wenn das Ziel der Ausbildung in einzelnen Ausbildungsabschnitten oder insgesamt nicht erreicht wird. Es verlängert sich außerdem um die durch Krankheit versäumte Zeit, um die Zeit einer Beurlaubung aus dem öffentlichen Dienst sowie aus anderen zwingenden Gründen, soweit sie ohne Unterbrechung mehr als einen Monat oder insgesamt mehr als zwei Monate innerhalb eines Jahres überschreitet.

(4) Für längere Ausbildungsabschnitte wird der Referendarin oder dem Referendar eine persönliche Ausbildungsbetreuerin oder ein Ausbildungsbetreuer zugeteilt, die oder der Führungsfunktionen ausübt.

(5) Den Referendarinnen oder Referendaren soll die Gelegenheit gegeben werden, innerhalb der Ausbildungsabschnitte Wahlstationen (Hospitationen) mit einer Dauer von mindestens einem Monat auf anderen staatlichen Ebenen, in anderen Institutionen, im kommunalen Bereich und in der Wirtschaft zu durchlaufen.

§ 7

Inhalt und Gestaltung der Ausbildung

(1) Referendarinnen oder Referendare werden nach den Sondervorschriften ihrer Fachgebiete (Dritter Teil) ausgebildet.

Wenn bei der Ausbildung erhebliche Abweichungen von den Sondervorschriften beabsichtigt sind, ist hierzu vorher die Zustimmung des Kuratoriums des Oberprüfungsamtes einzuholen.

(2) Als Einführung in das Referendariat soll den Referendarinnen oder Referendaren ein Überblick über das allgemeine Verwaltungsgeschehen sowie über den öffentlichen Dienst und die besonderen Aufgaben ihrer Fachverwaltung vermittelt werden. Dabei soll ihnen das Ziel der Ausbildung erläutert und Hinweise auf die Gliederung der Ausbildung, den Ausbildungsstoff in den einzelnen Ausbildungsabschnitten und auf die Prüfung gegeben werden.

(3) Die Ausbildung soll durch Lehrgänge, Seminare, Planspiele, computergestütztes Lernen (e-Learning), integriertes Lernen, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede sowie durch Exkursionen vertieft werden. Lehrgangsinhalte für die Prüfungsfächer Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen sowie Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sollen fachgebietsübergreifend abgestimmt sein.

(4) Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in Theorie und Praxis zu vermitteln. Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass Mechanismen und Techniken auf den Gebieten Motivation, Delegation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung und Moderation erlernt werden.

(5) Die Referendarinnen und Referendare sind so frühzeitig wie möglich in die praktischen Arbeitsabläufe der Ausbildungsstellen eigenverantwortlich mit einzubeziehen und nach Möglichkeit sollen sie umfassendere Aufgabenstellungen selbständig bearbeiten.

(6) Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sollen nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend ausgebildet werden, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, Flächenbeanspruchung und Sozialverträglichkeit.

(7) Die Kompetenz im Umgang mit den Regelungen und Abläufen der Europäischen Union ist zu stärken. Geeignet dafür sind auch Hospitationen bei europäischen Institutionen und in europäischen Mitgliedstaaten nach § 6 Absatz 6.

§ 8

Begleitung und Überwachung der Ausbildung

(1) Dienstvorgesetzte oder Dienstvorgesetzter ist die Leiterin oder der Leiter der Ausbildungsbehörde. Diese oder dieser bestellt zur Ausbildungsleiterin eine geeignete Bedienstete oder zum Ausbildungsleiter einen geeigneten Bediensteten der Behörde, die oder der das technische Referendariat durchlaufen und das Staatsexamen abgelegt hat. Die Ausbildungsleiterin oder der Ausbildungsleiter lenkt und überwacht die gesamte Ausbildung. Die Ausbildung im Einzelnen obliegt jeweils der Leiterin oder dem Leiter der Ausbildungsstelle oder der von ihr oder ihm beauftragten Person.

(2) Die Ausbildungsbehörde stellt für alle Referendarinnen oder Referendare einen Ausbildungsplan auf, der die Abschnitte, Zeiten und Ausbildungsstellen sowie den Ausbildungsinhalt im Einzelnen festlegt. Hierbei können persönliche Belange der Referendarinnen oder Referendare[4] werden.

(3) Die Ausbildungsbehörde ist dafür verantwortlich, dass der Ausbildungsplan eingehalten wird. Abweichungen sind in begründeten Fällen zulässig.

(4) Referendarinnen oder Referendare haben einen Ausbildungsnachweis (Anlage 1) zu führen und darin eine Übersicht über ihre wesentlichen Tätigkeiten zu geben. Der Nachweis ist monatlich der Leiterin oder dem Leiter der Ausbildungsstellen und vierteljährlich der Ausbildungsleiterin oder dem Ausbildungsleiter vorzulegen.

(5) Die Ausbildungsbehörde führt für alle Referendarinnen oder Referendare eine Übersicht über das technische Referendariat (Anlage 2) .

(6) In allen längeren Ausbildungsabschnitten sind Gespräche zur Vermittlung von Rückmeldungen mit den Ausbildungsbetreuerinnen und Ausbildungsbetreuern (§ 6 Absatz 5) zu führen.

[4]

Es fehlt das Wort: „berücksichtigt“.

§ 9

Beurteilung während der Ausbildung

(1) Jede Ausbildungsstelle beurteilt die Referendarinnen oder Referendare nach Abschluss des bei ihr abgeleisteten Ausbildungsabschnittes oder Teilabschnittes unter Angabe der Art und Dauer der Beschäftigung nach ihren Leistungen (Arbeitsgüte, Arbeitsmenge, Arbeitsweise, Führungsverhalten) und ihrer Befähigung (Denk- und Urteilsvermögen, Organisationsvermögen, Befähigung zur Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsfähigkeit). Die Beurteilung (Anlage 3) muss erkennen lassen, ob das Ziel des Ausbildungsabschnittes erreicht ist. Besondere Fähigkeiten oder Mängel sind zu vermerken.

(2) Erreicht die Ausbildungszeit bei einer Ausbildungsstelle nicht die volle Dauer von sechs Wochen, bestätigt die Ausbildungsstelle nur die Art und Dauer der Beschäftigung sowie das Erreichen des Zieles des Ausbildungsabschnittes. Die unter Absatz 1 geforderte Beurteilung entfällt.

(3) Die Ausbildungsbehörde fertigt am Ende der Ausbildung eine abschließende Beurteilung über die gesamte Dauer des technischen Referendariats an. Absatz 1 gilt entsprechend.

(4) Die Beurteilungen sind den Referendarinnen oder den Referendaren zu eröffnen und mit ihnen zu besprechen. Die Eröffnungen sind aktenkundig zu machen und mit den Beurteilungen zu den Personalakten zu nehmen.

§ 10

Urlaub, Dienstunfähigkeit, Behinderungen

(1) Erholungsurlaub soll in dem im Ausbildungsplan festgelegten Zeitraum genommen werden.

(2) Während der Zeit für die Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit darf kein Erholungsurlaub gewährt werden. Ausnahmen sind nur im Einvernehmen mit dem Oberprüfungsamt zulässig. Die Frist für die Abgabe der häuslichen Prüfungsarbeit verlängert sich entsprechend.

(3) Bei Dienstunfähigkeit von mehr als einem Monat innerhalb eines Jahres kann das Referendariat entsprechend verlängert werden.

(4) Menschen mit Behinderungen sind bei Leistungsnachweisen und für die Teilnahme an Prüfungen die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen zu gewähren, wenn die Beeinträchtigung durch ein ärztliches Zeugnis oder auf Verlangen durch ein amtsärztliches Zeugnis nachgewiesen wird. Die Erleichterungen dürfen nicht dazu führen, dass die Anforderungen herabgesetzt werden.

§ 11

Entlassung

Die Einstellungsbehörde kann Referendarinnen und Referendare aus dem Beamtenverhältnis entlassen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Dies ist insbesondere der Fall, wenn

1.

sie sich durch Verletzung der beamtenrechtlichen Pflichten oder durch sonstige tadelhafte Führung unwürdig erweisen, im Dienst belassen zu werden,

2.

zu erkennen ist, dass sie das Ziel der Ausbildung nicht erreichen werden oder

3.

sie es schuldhaft versäumen, die Zulassung zum Staatsexamen (§ 14 Absatz 2) oder die Zulassung zur Wiederholung des Staatsexamens (§ 23 Absatz 2) fristgemäß zu beantragen.

Zweiter Teil:

Staatsexamen - Prüfungsordnung

§ 12

Zweck der Prüfung

In der Prüfung haben die Referendarinnen oder Referendare ihre Führungsqualifikation in ihrem Fachgebiet nachzuweisen. Im Einzelnen sollen sie zeigen, dass sie ihre auf einer wissenschaftlichen Hochschule erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden verstehen, dass sie mit den Aufgaben der Verwaltungen ihres Fachgebiets, mit den einschlägigen Rechts-, Verwaltungs- und technischen Vorschriften vertraut sind und dass sie über wirtschaftliches Denken und Managementkenntnisse verfügen und für die Laufbahn des höheren Dienstes, Fachrichtung Technischer Verwaltungsdienst im jeweiligen Fachgebiet geeignet sind.

§ 13

Abnahme der Prüfung

(1) Für die Abnahme des Staatsexamens ist das Oberprüfungsamt für das technische Referendariat zuständig. Rechtsgrundlage ist das Übereinkommen über die Errichtung eines gemeinschaftlichen Oberprüfungsamtes deutscher Länder und Verwaltungen für das technische Referendariat in der Neufassung vom 20. Februar 1964 (Amtsbl. 1967, S. 861) in der jeweils geltenden Fassung.

(2) Der mündliche Teil des Staatsexamens findet grundsätzlich am Sitz des Oberprüfungsamtes statt. Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes kann ihn auch an anderen Orten abhalten lassen.

(3) Die oder der Vorsitzende des Kuratoriums bestellt die Mitglieder der Prüfungsausschüsse. Es sollen Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft, die möglichst das Staatsexamen abgelegt haben, bestellt werden. Das Kuratorium kann in Sonderfällen Ausnahmen zulassen.

(4) Das Staatsexamen wird in den in § 1 Absatz 3 genannten Fachgebieten von Prüfungskommissionen abgenommen, die vom Oberprüfungsamt aus den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse gebildet werden. Die Prüfungskommissionen setzen sich zusammen aus der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und mindestens drei Prüferinnen oder Prüfern, wobei die Besetzung der Prüfungskommissionen je nach Prüfungsfächern personell wechseln kann. Die Prüferinnen oder Prüfer werden von der Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes von Fall zu Fall aus dem Kreis der von der oder dem Vorsitzenden des Kuratoriums bestellten Mitglieder der Prüfungsausschüsse berufen. Es soll den Prüfungskommissionen nach Möglichkeit eine Prüferin oder ein Prüfer der Verwaltung angehören, in der die Referendarinnen oder Referendare überwiegend ausgebildet worden sind.

(5) Die Prüferinnen oder Prüfer sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Alle mit der Behandlung von Prüfungsangelegenheiten befassten Personen sind hierüber zur Verschwiegenheit verpflichtet.

(6) Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder ihre oder seine Vertretung leitet die Prüfung. Die Prüfungskommissionen sind bei ihren Entscheidungen beschlussfähig, wenn die oder der Vorsitzende und zwei weitere Prüferinnen oder Prüfer anwesend sind. Soweit über die Leistungen in der mündlichen Prüfung entschieden wird, müssen die beschließenden Prüferinnen oder Prüfer an der Prüfung teilgenommen haben. Die Prüfungskommissionen entscheiden mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.

(7) Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes sorgt für den ordnungsgemäßen Prüfungsablauf. Sie oder er wacht darüber, dass in allen Fachgebieten gleich hohe Prüfungsanforderungen gestellt und gleiche Beurteilungsmaßstäbe angelegt werden. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben kann sie oder er sich an den Prüfungen beteiligen und gilt in diesem Falle von Amts wegen als weiteres Mitglied der Prüfungskommission.

§ 14

Zulassung zur Prüfung

(1) Zum Staatsexamen können nur Referendarinnen oder Referendare zugelassen werden, die das technische Referendariat ordnungsgemäß abgeleistet haben.

(2) Referendarinnen oder Referendare haben ihren Antrag auf Zulassung zum Staatsexamen (Anlage 4) innerhalb von zwei Wochen nach Aufforderung durch die Ausbildungsbehörde zu stellen. Die Ausbildungsbehörde hat den Referendarinnen oder Referendaren den Termin für den Antrag unter Hinweis auf die Folgen eines Versäumnisses (§ 11) schriftlich mitzuteilen.

(3) Die Ausbildungsbehörde leitet den Antrag mit den darin aufgeführten Unterlagen so rechtzeitig dem Oberprüfungsamt zu, dass er zwei Monate vor Aushändigung der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit dem Oberprüfungsamt vorliegt.

(4) Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes entscheidet aufgrund der mit dem Zulassungsantrag vorgelegten Unterlagen über die Zulassung zum Staatsexamen.

(5) Das Oberprüfungsamt leitet den Zulassungsbescheid zusammen mit der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit der Ausbildungsbehörde zur fristgerechten Aushändigung an die Referendarin oder den Referendar zu. Das Oberprüfungsamt übersendet gleichzeitig die dem Zulassungsantrag beigefügten Unterlagen an die Ausbildungsbehörde. Sie sind zu vervollständigen und mit der abschließenden Beurteilung (§ 9 Absatz 3) dem Oberprüfungsamt spätestens zwei Wochen vor dem Termin der mündlichen Prüfung wieder zuzuleiten.

§ 15

Gliederung

Das Staatsexamen besteht aus der häuslichen Prüfungsarbeit, den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und der mündlichen Prüfung.

§ 16

Häusliche Prüfungsarbeit

(1) Die Referendarin oder der Referendar soll durch die häusliche Prüfungsarbeit zeigen, dass eine Aufgabe aus der Praxis richtig erfasst, methodisch bearbeitet und das Ergebnis klar dargestellt werden kann. In der Aufgabenstellung sollen Aspekte des Managements einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Die Referendarin oder der Referendar muss die häusliche Prüfungsarbeit innerhalb von sechs Wochen nach Zugang anfertigen und im Original unmittelbar beim Oberprüfungsamt einreichen. Bei Vorliegen triftiger Gründe kann die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes die Frist um höchstens vier Wochen verlängern. Die Referendarin oder der Referendar hat in diesem Fall unverzüglich einen Antrag durch die Ausbildungsbehörde, die dazu Stellung nimmt, an das Oberprüfungsamt zu richten. Soweit eine Verlängerung nach Satz 2 nicht ausreicht, kann eine neue Aufgabe gestellt werden, die innerhalb der Frist des Satzes 1 zu bearbeiten ist.

(3) Die Referendarin oder der Referendar hat die Aufgabe in allen ihren Teilen ohne fremde Hilfe zu bearbeiten und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel anzugeben. Dieses ist in einer dem Textteil der Arbeit vorzuheftenden Erklärung zu versichern. Alle Ausarbeitungen sind von der Referendarin oder dem Referendar eigenhändig zu unterschreiben.

(4) Auf Antrag der Referendarin oder des Referendars kann die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter oder der Leiterin des Prüfungsausschusses eine während der Ausbildungszeit zu verfassende Abschnitts- oder Projektarbeit als häusliche Prüfungsarbeit zulassen, wenn die Aufgabe unter Beteiligung einer Prüferin oder eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsarbeit entspricht. Der Antrag ist vor Ausgabe der Abschnitts- oder Projektaufgabe zur Entscheidung vorzulegen. Die Arbeit wird unabhängig von ihrer Begutachtung im Ausbildungsabschnitt von Prüferinnen oder Prüfern des Oberprüfungsamtes beurteilt.

(5) Hat die Referendarin oder der Referendar an einem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin ausgeschriebenen Schinkel-Wettbewerb oder einem vom Land Berlin ausgeschriebenen Wettbewerb um den Peter-Joseph-Lenné-Preis teilgenommen, so kann die Wettbewerbsarbeit auf Antrag als häusliche Prüfungsarbeit durch die Direktorin oder den Direktor des Oberprüfungsamtes anerkannt werden, wenn die Wettbewerbsaufgabe unter Beteiligung einer Prüferin oder eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsaufgabe entspricht. Der Antrag ist mit dem Zulassungsantrag zu stellen. Die Arbeit wird unabhängig von ihrer Bewertung im Wettbewerb von Prüferinnen oder Prüfern des Oberprüfungsamtes beurteilt.

(6) Anstelle der häuslichen Prüfungsarbeit können zwei zusätzliche schriftliche Arbeiten unter Aufsicht gefertigt werden, wobei die dann insgesamt sechs schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit 50 vom Hundert für das Gesamturteil gewichtet werden. Dies ist in folgenden Fällen möglich:

1.

generell in einem Fachgebiet, wenn die Sondervorschriften dieses Fachgebiets (Dritter Teil) dies vorsehen, oder

2.

in anderen Fachgebieten als Ausnahme in Einzelfällen, in denen die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter oder der Leiterin des zuständigen Prüfungsausschusses auf Antrag der Referendarin oder des Referendars dies genehmigt.

(7) Die häusliche Prüfungsarbeit ist angenommen, wenn die Erst- und Zweitbewertung nach § 20 Absatz 1 jeweils mit mindestens „ausreichend“ erfolgt. Wird die häusliche Prüfungsarbeit nicht mit mindestens „ausreichend“ bewertet, entscheidet die oder der Vorsitzende der zuständigen Prüfungskommission, ob die häusliche Prüfungsarbeit angenommen wird. Wird die häusliche Prüfungsarbeit nicht angenommen, ist das Staatsexamen nicht bestanden.

§ 17

Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht

(1) Die Referendarin oder der Referendar soll durch die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht zeigen, dass Aufgaben rasch und sicher erfasst, in kurzer Frist mit den zugelassenen Hilfsmitteln gelöst und das Ergebnis knapp und übersichtlich dargestellt werden kann. Managementaspekte sollen in der Aufgabenstellung einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Ist die häusliche Prüfungsarbeit angenommen worden (§ 16 Absatz 7), so wird die Referendarin oder der Referendar vom Oberprüfungsamt zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht spätestens zwei Wochen vorher unter Angabe von Zeit und Ort der Prüfung geladen.

(3) Insgesamt ist aus vier Prüfungsfächern (Dritter Teil) je eine schriftliche Arbeit unter Aufsicht in jeweils sechs Stunden an vier aufeinander folgenden Werktagen zu fertigen. Mindestens eine Arbeit ist dabei aus den Prüfungsfächern Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen oder Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit zu stellen.

Die zugelassenen Hilfsmittel werden in der Regel zur Verfügung gestellt. Wenn die Referendarin oder der Referendar selbst Hilfsmittel mitbringen soll, werden sie in der Ladung zur Prüfung ausdrücklich benannt. Andere mitgeführte Hilfsmittel sind vor Aushändigung der Aufgabe bei der Aufsicht führenden Person zu hinterlegen.

(4) Das Oberprüfungsamt leitet die Aufgaben in verschlossenen Umschlägen der Ausbildungsbehörde zu. Diese gibt sie einzeln ungeöffnet am Fertigungstag an die Aufsicht führende Person weiter, die sie zu Beginn der Prüfung der Referendarin oder dem Referendar aushändigt. Mit der Aufsicht soll eine Bedienstete oder ein Bediensteter beauftragt werden, die oder der das Staatsexamen abgelegt hat. Bei der Niederschrift hat sie oder er das vom Oberprüfungsamt dafür vorgesehene Formular zu verwenden.

(5) Spätestens mit Ablauf der Bearbeitungsfrist hat die Referendarin oder der Referendar die Arbeit unterschrieben und mit allen Zwischenrechnungen und Konzepten der Aufsicht führenden Person abzugeben.

(6) Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden grundsätzlich mit informationstechnischen Systemen und Hilfsmitteln (Personal-Computer) bearbeitet, sofern die oder der Vorsitzende des zuständigen Prüfungsausschusses dem grundsätzlich zustimmen und die für die Ausbildung zuständige Behörde für die Prüfung eine anforderungsgerechte Ausstattung gewährleistet. Die Referendarin oder der Referendar kann auf Antrag bei ihrer oder seiner Ausbildungsbehörde eine handschriftliche Bearbeitung verlangen.

(7) Über den Verlauf der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht fertigt die oder der Aufsicht Führende jeweils eine Niederschrift an, die zu sammeln und am letzten Fertigungstag dem Oberprüfungsamt zu übersenden sind. Die gefertigten Arbeiten sind noch am jeweiligen Fertigungstag zusammen mit den Aufgabentexten mit Einlieferungsnachweis den vom Oberprüfungsamt benannten Erstbeurteilerinnen oder Erstbeurteilern zur Bewertung zuzuleiten.

(8) Sind die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht als nicht bestanden bewertet (§ 21 Absatz 6), wird die Referendarin oder der Referendar nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Die Entscheidung trifft das Oberprüfungsamt aufgrund der Bewertungen nach § 23 . Wird die Referendarin oder der Referendar nicht zugelassen, ist die Prüfung nicht bestanden.

§ 18

Mündliche Prüfung

(1) In der mündlichen Prüfung soll die Referendarin oder der Referendar vor allem Verständnis für Management und Führung sowie für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge erkennen lassen. Dabei sollen auch Urteilsvermögen, Sicherheit im Auftreten und Ausdrucksfähigkeit bewiesen werden.

(2) Ist die Referendarin oder der Referendar zur mündlichen Prüfung zugelassen (§ 17 Absatz 8), wird sie oder er vom Oberprüfungsamt schriftlich geladen. Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf zwei Tage. Bis zu drei Referendarinnen oder Referendare können in einer Gruppe gemeinsam geprüft werden.

(3) Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf die sechs Prüfungsfächer der Fachgebiete (Dritter Teil), deren Prüfstoff dem Prüfstoffverzeichnis zu entnehmen ist. Die Prüfungsdauer beträgt bei gemeinsamer Prüfung von drei Referendarinnen oder Referendaren in einer Gruppe in der Regel insgesamt sechseinhalb Stunden, mindestens aber insgesamt sechs Stunden. Werden weniger als drei Referendarinnen oder Referendare geprüft, wird die Prüfungsdauer angemessen gekürzt. Die Prüfungskommission kann die Prüfungszeit verlängern, wenn dies zur Beurteilung der Leistungen einer Referendarin oder eines Referendars notwendig ist. Die Verlängerung soll 15 Minuten je Prüfungsfach nicht überschreiten.

(4) Die Regelprüfungszeit bei drei Referendarinnen oder Referendaren beträgt bei einer Gesamtprüfungsdauer von sechseinhalb Stunden für zwei Prüfungsfächer jeweils 75 Minuten; eines dieser beiden Fächer ist das Prüfungsfach Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit. Die Regelprüfungszeit der vier anderen Prüfungsfächer beträgt in diesem Fall jeweils eine Stunde. Bei einer Gesamtprüfungsdauer von sechs Stunden beträgt bei drei Referendarinnen oder Referendaren die Regelprüfungszeit für jedes Prüfungsfach jeweils eine Stunde.

(5) Am zweiten Prüfungstag hat die Referendarin oder der Referendar einen Vortrag von mindestens fünf und längstens zehn Minuten zu halten. Das Thema wird aus dem Fachgebiet der Referendarin oder des Referendars oder einem sonstigen Gebiet der technischen Verwaltung entnommen und ist der Referendarin oder dem Referendar etwa zwanzig Minuten vor Beginn des Vortrags bekannt zu geben.

(6) Die mündliche Prüfung und die Beratung sind nicht öffentlich. Während der mündlichen Prüfung, nicht dagegen bei der Festsetzung der Prüfungsnoten, können die Ausbildungsleiterin oder der Ausbildungsleiter der Referendarin oder des Referendars, in begründeten Fällen auch eine Vertreterin oder ein Vertreter der Einstellungsbehörde zugegen sein.

§ 19

Unterbrechung, Rücktritt

(1) Kann die Referendarin oder der Referendar nicht zu der schriftlichen Prüfung oder der mündlichen Prüfung erscheinen oder muss die Prüfung abgebrochen werden, so ist unverzüglich das Oberprüfungsamt unter Angabe der Gründe zu verständigen und der Nachweis der Verhinderung zu erbringen. Erkennt die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes die Gründe als triftig an, so gelten bei einer Unterbrechung die bis dahin abgeschlossenen Prüfungsteile als abgelegt. Die Prüfung ist zum nächstmöglichen Termin fortzusetzen.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn die Referendarin oder der Referendar bei Vorliegen eines wichtigen Grundes mit Zustimmung des Oberprüfungsamtes von der Prüfung zurücktritt.

§ 20

Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen

(1) Die häusliche Prüfungsarbeit und die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden von einer Erstprüferin oder einem Erstprüfer und von einer Zweitprüferin oder einem Zweitprüfer, die Leistungen in den Fächern der mündlichen Prüfung von den jeweiligen Prüferinnen oder Prüfern der für das Prüfungsfach zuständigen Prüfungskommission bewertet.

(2) Die häusliche Prüfungsarbeit und die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sind mit schriftlicher Begründung zu bewerten.

(3) Die einzelnen Prüfungsleistungen, einschließlich des Vortrages nach § 18 Absatz 5, sind mit folgenden Noten und Punktzahlen zu bewerten:

Dabei bedeutet die Note:

sehr gut
(1,0 und 1,3 Punkte)

=

eine Leistung, die den Anforderungen in außergewöhnlichem Maße entspricht;

gut
(1,7 und 2,0 Punkte)

=

eine Leistung, die den Anforderungen in erheblichem Maße entspricht;

vollbefriedigend
(2,3 und 2,7 Punkte)

=

eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht;

befriedigend
(3,0 und 3,3 Punkte)

=

eine Leistung, die den Anforderungen im Allgemeinen entspricht;

ausreichend
(3,7 und 4,0 Punkte)

=

eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;

mangelhaft
(5,0 Punkte)

=

eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht.

Andere Punktzahlen oder Zwischennoten dürfen nicht verwendet werden.

§ 21

Abschließende Bewertung, Gesamturteil

(1) Wenn die häusliche Prüfungsarbeit von einer der beiden Prüferinnen oder einem der beiden Prüfer nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet wird, so entscheidet die zuständige Ausschussleiterin oder der zuständige Ausschussleiter des Oberprüfungsamtes, ob die Arbeit angenommen werden kann.

(2) Die Punktzahlen und Noten der angenommenen häuslichen Prüfungsarbeit und der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sowie die Leistungen in jedem Prüfungsfach der mündlichen Prüfung werden unabhängig voneinander von der Prüfungskommission als Einzelnoten festgesetzt. Die Prüfungskommission entscheidet mit Stimmenmehrheit (§ 13 Absatz 5).

(3) Für die Bildung des für das Gesamturteil maßgebenden Mittelwertes wird

1.

die Punktzahl der häuslichen Prüfungsarbeit

mit zwei (= 20 Prozent)

2.

die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht

mit drei (= 30 Prozent)

3.

die Durchschnittspunktzahl aller Fächer der mündlichen Prüfung

mit fünf (= 50 Prozent)

multipliziert und die hieraus gebildete Summe durch zehn dividiert. Eine dritte Stelle hinter dem Komma wird bei allen Rechenvorgängen nicht berücksichtigt.

(4) Für das Gesamturteil gelten die folgenden Noten:

sehr gut

gut

vollbefriedigend

befriedigend

ausreichend

nicht bestanden.

(5) Die Prüfung ist bestanden mit

dem „Prädikat sehr gut“

bei einem Mittelwert von 1.00 - 1.49,

dem „Prädikat gut“

bei einem Mittelwert von 1.50 - 2.29,

dem „Prädikat vollbefriedigend“

bei einem Mittelwert von 2.30 - 2.99,

„befriedigend“

bei einem Mittelwert von 3.00 - 3.49,

„ausreichend“

bei einem Mittelwert von 3.50 - 4.00.

(6) Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn

1.

die häusliche Prüfungsarbeit nicht angenommen ist,

2.

der nach Absatz 3 errechnete Mittelwert 4.01 oder schlechter ist,

3.

die Noten in zwei Fächern der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ sind,

4.

die Note in einem Fach der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ ist und dabei die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht 4.01 oder schlechter ist,

5.

die Noten in drei Fächern der mündlichen Prüfung „mangelhaft“ sind oder

6.

in einem Fach oder in zwei Fächern der mündlichen Prüfung die Note „mangelhaft“ ist und nicht durch andere Noten in Fächern der mündlichen Prüfung ausgeglichen wird. Ein Ausgleich ist je Fach durch zwei Noten „befriedigend“ oder „vollbefriedigend“ oder eine Note „gut“ oder „sehr gut“ gegeben.

(7) Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn

1.

die Referendarin oder der Referendar die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig einreicht oder ohne vom Oberprüfungsamt anerkannten Grund zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht oder zur mündlichen Prüfung nicht erscheint oder einen dieser Prüfungsteile abbricht (§ 19 Absatz 1) oder

2.

die Referendarin oder der Referendar nach § 24 Absatz 1 oder 2 von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen ist.

(8) Über den Prüfungshergang ist eine Niederschrift anzufertigen, in der die Besetzung des Prüfungsausschusses oder der Prüfungskommission, der Name der Referendarin oder des Referendars, die Einzelnoten der schriftlichen und mündlichen Prüfung, die Gesamtnote und die Beurteilung des Vortrags festgehalten werden. Die Niederschrift ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder der Prüfungskommission und den an der mündlichen Prüfung beteiligten Prüferinnen oder Prüfern zu unterzeichnen. Sie ist wie die schriftlichen Beurteilungen der häuslichen Prüfungsarbeit und der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht Bestandteil der Prüfungsakten.

(9) Im Anschluss an die Prüfung wird der Referendarin oder dem Referendar das Ergebnis der Prüfung bekannt gegeben.

Bei Nichtbestehen der Prüfung erhält die Referendarin oder der Referendar hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

§ 22

Prüfungszeugnis

(1) Mit Bestehen des Staatsexamens erwirbt die Referendarin oder der Referendar die Befähigung zum höheren Dienst, Fachrichtung Technischer Verwaltungsdienst des jeweiligen Fachgebietes. Sie oder er ist berechtigt, die Berufsbezeichnung „Technische Assessorin“ oder „Technischer Assessor“ zu führen. Hierüber erstellt das Oberprüfungsamt ein Prüfungszeugnis, das die Einzelnoten und das Gesamturteil enthält. Das Prüfungszeugnis wird von der Direktorin oder dem Direktor des Oberprüfungsamtes unterzeichnet und mit dem Siegel versehen. Das Prüfungszeugnis wird mit einem Bescheid des Oberprüfungsamtes versehen und zusammen mit einer Rechtsbehelfsbelehrung ausgehändigt.

(2) Findet der mündliche Teil der Prüfung nach § 13 Absatz 2 nicht am Dienstsitz des Oberprüfungsamtes statt, erhält die Referendarin oder der Referendar mit Bestehen der Prüfung eine Bescheinigung des Oberprüfungsamtes, die auch Angaben über die Berufsbezeichnung beinhaltet. In diesem Fall wird das Prüfungszeugnis nach Absatz 1 übersandt.

§ 23

Wiederholung

(1) Hat die Referendarin oder der Referendar die Prüfung nicht bestanden, so kann das Staatsexamen einmal wiederholt werden.

(2) Hat die Referendarin oder der Referendar die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig eingereicht oder ist diese nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet und damit nicht angenommen worden (§ 21 Absatz 6 Nummer 1), hat sie oder er innerhalb von vier Wochen nach Erhalt eines entsprechenden Bescheides des Oberprüfungsamtes eine neue Aufgabe zu beantragen.

(3) Wurde die häusliche Prüfungsarbeit angenommen, so wird sie für die Wiederholung des Staatsexamens anerkannt. Wurde die Referendarin oder der Referendar für die mündliche Prüfung zugelassen, werden die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht für die Wiederholung des Staatsexamens anerkannt. Fächer der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und der mündlichen Prüfung, die mit mindestens „ausreichend“ bewertet sind, werden grundsätzlich für die Wiederholung des Staatsexamens anerkannt. Bei überwiegend mangelhaften Leistungen kann der Prüfungsausschuss die Wiederholung aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht oder der mündlichen Prüfung beschließen.

(4) Der Prüfungsausschuss oder die Prüfungskommission befindet auch darüber, in welchen Abschnitten die Ausbildung einer Ergänzung bedarf und schlägt der Einstellungsbehörde die Dauer der zusätzlichen Ausbildung vor. Sie soll mindestens zwei, höchstens sechs Monate betragen. Die Referendarin oder der Referendar hat sechs Wochen vor Beendigung der zusätzlichen Ausbildung die Zulassung zur Wiederholungsprüfung zu beantragen.

§ 24

Täuschung, Verstoß gegen die Prüfungsordnung

(1) Referendarinnen oder Referendare, die zu täuschen versuchen, die insbesondere die Versicherung der selbständigen Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit unrichtig abgeben (§ 16 Absatz 3) oder die bei den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht andere als die zugelassenen Hilfsmittel mit sich führen (§ 17 Absatz 3) oder die sich sonst eines Verstoßes gegen die Prüfungsordnung schuldig machen, soll die Fortsetzung der Prüfung unter Vorbehalt gestattet werden; der Vorbehalt ist aktenkundig zu machen. Bei einer erheblichen Störung sollen sie von der weiteren Teilnahme an dem betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über die Folgen eines Vorfalls nach Absatz 1 oder einer Täuschung, die nach Abgabe einer schriftlichen Prüfungsarbeit festgestellt wird, entscheidet die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei einer Täuschung oder einem Ordnungsverstoß während der mündlichen Prüfung die jeweilige Prüfungskommission. Sie können je nach Schwere der Verfehlung die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen mit neuer Aufgabenstellung anordnen oder die Referendarin oder den Referendar von der weiteren Prüfung ausschließen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären. Die Referendarin oder der Referendar erhält einen schriftlichen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist.

(3) Wird eine Täuschung erst nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, ist das Oberprüfungsamt unverzüglich zu unterrichten. Die Direktorin oder der Direktor des Oberprüfungsamtes kann im Benehmen mit dem Kuratorium die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären. Diese Maßnahme ist zulässig innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach dem letzten Tag der mündlichen Prüfung.

(4) Die oder der Betroffene ist vor der Entscheidung zu hören.

§ 25

Prüfungsakte

(1) Einer Antragstellerin oder einem Antragsteller kann Einsicht in die Prüfungsakte gewährt werden. Die persönliche Einsichtnahme wird auf schriftlichen Antrag an die Direktorin oder den Direktor des Oberprüfungsamtes innerhalb der Rechtsmittelfrist in der Geschäftsstelle des Oberprüfungsamtes gewährt.

(2) Die Prüfungsakte ist mindestens fünf Jahre aufzuheben.

§ 26

Ausführungsbestimmungen

Erforderliche Einzelheiten dieser Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) regeln die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5).

§ 27

Übergangsregelung

Referendarinnen oder Referendare, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung im Vorbereitungsdienst befinden, beenden ihre Ausbildung nach den bisherigen Vorschriften.

§ 28

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Unbeschadet des § 27 tritt zum gleichen Zeitpunkt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren technischen Verwaltungsdienst des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände vom 2. Mai 2001 (Amtsbl. S. 1526), die zuletzt durch Gesetz vom 8. Dezember 2015 (Amtsbl. I S. 2219) geändert worden ist, außer Kraft.

Saarbrücken, den 4. September 2017

Der Minister für Umwelt
und Verbraucherschutz

Jost

Der Minister für Inneres,
Bauen und Sport

Bouillon

Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit,
Energie und Verkehr

Rehlinger

Der Minister für Bildung und Kultur

Commerçon

Dritter Teil:

Sondervorschriften der Fachgebiete

A.

Architektur

B.

Geodäsie und Geoinformation

C.

Landespflege

D.

Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung

E.

Städtebau

F.

Straßenwesen

G.

Umwelttechnik

H.

Wasserwesen

A. Sondervorschriften des Fachgebiets

ARCHITEKTUR

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Zum technischen Referendariat in dem Fachgebiet Architektur werden unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO nur Bewerberinnen und Bewerber zugelassen, die ein abgeschlossenes, durchgängiges oder konsekutives Studium der Architektur an einer wissenschaftlichen Hochschule nachweisen. Das Studium muss die Anforderungen der Richtlinie 2005/36/EG für Architektinnen und Architekten sowohl für inländische als auch Absolventinnen und Absolventen aus den Ländern der Europäischen Union erfüllen. Für Absolventinnen und Absolventen eines Drittstaates müssen Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben ( § 7 BeamtStG ).

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Mit den unter Nr. 1 aufgeführten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat in dem Fachgebiet Architektur nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende Wissensspektrum grundsätzlich in folgenden Modulen nachgewiesen wird:

Allgemeine Fächer

-

Architektur- und Stadtbaugeschichte

-

Planungs- und Architekturtheorie

-

Rechtliche und ökonomische Grundlagen der Stadt- und Objektplanung

-

Kostenermittlung

-

Projektorganisation

Gestaltung und Darstellung

-

Darstellende Geometrie und Technische Darstellung

-

Künstlerische und funktionsorientierte Gestaltung

-

Künstlerische Darstellung und Entwurfspräsentation

-

Informations- und datentechnische Architekturdarstellung (CAD)

Konstruktionsplanung

-

Konstruktionslehre

-

Methoden des Konstruierens

-

Baukonstruktion

-

Tragwerkslehre

-

Bauphysik

-

Baustoffkunde

-

Technische Gebäudeausrüstung

Gebäudeplanung

-

Gebäudelehre

-

Entwurfsmethodik

-

Bauaufnahme

-

Objektplanung

Grundzüge der Stadtplanung und des Städtebaues

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

1.

Einstellungsbehörde ist das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport.

2.

Ausbildungsbehörde ist das Amt für Bau und Liegenschaften.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I - III

Die Ausbildungsabschnitte I - III des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Öffentlicher Hochbau (staatliche Bauverwaltung)

(34 Wochen)

}

(68 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Stadtplanung, Städtebau und Bauordnungswesen

(24 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Aufgaben der mittleren, höheren und obersten Dienst-, Rechts- und Fachaufsichtsbehörden

(10 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 12 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 12 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften und Hospitationen benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis III angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

68 Wochen nach Nr. 1,

-

24 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen.

Die Referendarin oder der Referendar soll in den Ausbildungsabschnitten I bis III auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden, soweit diese der praxisorientierten Vermittlung der Ausbildungsinhalte förderlich sind, und soll von Beschäftigten mit Führungsaufgaben in die Gestaltung und Wahrnehmung dieser Aufgaben im Hinblick auf das auf Ausbildung von Führungskräften ausgerichtete Ziel des Referendariats kontinuierlich eingebunden werden. Die Inhalte der fachgebietsübergreifenden Prüfungsfächer 1 und 2 sollen in allen Ausbildungsabschnitten entsprechend den jeweiligen fachlichen Inhalten und Schwerpunkten des jeweiligen Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.

Der Ausbildungsabschnitt I soll in der staatlichen Bauverwaltung (Amt für Bau und Liegenschaften) durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Anwendung fachspezifischer Inhalte in der staatlichen Bauverwaltung, Innere Organisation und Geschäftsbetrieb, Organisation der Verwaltungsabläufe, Anwendung der fachspezifischen Verwaltungsvorschriften und Verwaltungsverfahren, Zusammenarbeit der Behördenebenen, Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung, Programmplanung, Haushaltsverfahren, Erstellen und Beurteilen von Bauplanungsunterlagen in ästhetischer, funktionaler, bautechnischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht, Kostenermittlung und Kostensteuerung, Standards im öffentlichen Hochbau, Nachhaltigkeit im öffentlichen Hochbau, Projektsteuerung, Qualitätsmanagement, Gremienarbeit, Berichtswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Personalführung und Behördenleitung. Der Referendarin oder dem Referendar sind in diesem Ausbildungsabschnitt die Aufgaben der staatlichen Bauverwaltung, insbesondere für Bund und Länder, zu vermitteln. Hierzu sollen auch Hospitationen bei geeigneten öffentlichen Stellen ermöglicht werden. Im Weiteren soll die Referendarin oder der Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt das gesamte Spektrum öffentlicher Architektur mit Schwerpunkt öffentlicher Hochbau, deren Vorbildfunktion für die Öffentlichkeit und Wirtschaft sowie deren Spezifika und Besonderheiten in Abgrenzung zur privaten Bauwirtschaft, die Anwendung zeitgemäßer Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden sowie das zukunftsorientierte und nachhaltige Handeln für den öffentlichen Bauherren kennen lernen.

Der Ausbildungsabschnitt II soll in der Regel auf Kommunalebene in einer Unteren Bauaufsichtsbehörde sowie Behörden des Baunebenrechts und in einer Planungsbehörde durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Anwendung fachspezifischer Inhalte in der öffentlichen Verwaltung, Innere Organisation und Geschäftsbetrieb, Organisation der Verwaltungsabläufe, Anwendung des Bauplanungs-, Bauordnungs- und Baunebenrechts im Verwaltungsverfahren, inhaltliche und förmliche Gestaltung der Abwägungsprozesse im Verwaltungsverfahren, Rechtsbehelfe und Rechtsmittel im Verwaltungsverfahren, förmliche und inhaltliche Zusammenarbeit der Baubehörden mit anderen Behörden, rechtlichen Gremien, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern und juristischen Personen, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtentwicklungsplanung, Versorgungsplanung, Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Umweltgestaltung sowie Energieversorgung. Im Weiteren sollen der Referendarin oder dem Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt auch die fachliche und rechtliche Komplexität der Vorgänge, die Tragweite und die Spielräume des hoheitlichen Verwaltungshandelns für Staat, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft und die damit verbundene Verantwortung vermittelt werden.

Der Ausbildungsabschnitt III soll in mittleren, höheren oder obersten Verwaltungsbehörden durchgeführt werden. In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, insbesondere folgende Aufgaben kennen zu lernen: Rechts-, Dienst- und Fachaufsicht, Erstellung, Einführung und Anwendung von förmlichen und materiellen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, innere Organisation, Personalwesen, Zusammenarbeit mit der Personalvertretung, Geschäftsführung, Behördenleitung, Prüfwesen, Innenrevision, öffentlich-rechtliche Zulassungsverfahren, Rechtsbehelfe und Rechtsmittel, Finanzwesen, Zuwendungsprogramme und Zuwendungsverfahren, Bedarfsplanung und Bedarfsdeckung, Gremienarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit der Ressorts und Fachbehörden mit allen fachgebietsbezogenen Verwaltungsebenen in Bund, Ländern, Gebietskörperschaften und der Europäischen Union, Aufgaben und Arbeitsweise des Parlamentes, volks- und betriebswirtschaftliches Management in Behörden. Hierzu sollen je nach Ausbildungsbehörde des Ausbildungsabschnitts III auch Hospitationen bei anderen mittleren, höheren oder obersten Verwaltungsbehörden ermöglicht werden, auch bei der Europäischen Union. Die Referendarin oder der Referendar soll in diesem Ausbildungsabschnitt die gegenseitigen Erfordernisse der Behörden unterschiedlicher Verwaltungsebenen in der fachlichen, förmlichen und qualitativen Zusammenarbeit kennen lernen. Im Weiteren soll der Referendarin oder dem Referendar in diesem Ausbildungsabschnitt auch die fachliche und rechtliche Komplexität der Vorgänge, die Tragweite und die Spielräume des hoheitlichen Verwaltungshandelns für Staat, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft und die damit verbundene Verantwortung vermittelt werden. Der Ausbildungsabschnitt III ist grundsätzlich als letzter der drei Ausbildungsabschnitte durchzuführen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Zu Beginn der Ausbildung soll eine Einführung von etwa einer Woche Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar (ca. vier Wochen) und durch fachbezogene Verwaltungsseminare (ca. vier Wochen) zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I - III durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es kann auch eine gebündelte Ausbildung von bis zu drei Wochen in Form eines Seminars und / oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I - III verwendet werden.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebiets Architektur

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebiets Architektur strukturiert als Rahmen die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar aufgestellt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt und die Dauer der Ausbildungsabschnitte angepasst werden.

Ausbildungs-
abschnitte und
Dauer

Ausbildungsstellen

(ggf. Dauer)

Ausbildungsinhalte

(ggf. Dauer)

I - III

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

kontinuierlich in allen Ausbildungsabschnitten

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Prüfstoff gemäß Art. 7, Fach 1 und Fach 2, insbesondere:

Alle Aufgaben der Leitung von fachtechnischen Organisationseinheiten, Vorgesetztenfunktion, die der Leitung zugrunde liegenden rechts- und Verwaltungsvorschriften, soziale und fachliche Kompetenz, wirtschaftliches, nachhaltiges und rechtskonformes Entscheiden und Handeln, Leitungs- und Führungstechniken, Rhetorik und Präsentation. Alle Aufgaben sind der Referendarin oder dem Referendar durch kontinuierliche Einbindung in die Leitungsfunktion in allen Ausbildungsabschnitten zu vermitteln, auch in Form von Hospitanz, Mitarbeit und Übertragung von geeigneten, konkreten Aufgaben.

I

Öffentlicher Hochbau (staatliche Bauverwaltung)

34 Wochen

Staatliche Bauverwaltung (Baudurchführende Ebene/Amt für Bau und Liegenschaften)

(34 Wochen)

Prüfstoff gemäß Art. 7, Fach 4, Fach 5 und Fach 6, insbesondere:

Praxisorientierte Mitarbeit an allen baufachlichen Aufgaben der staatlichen Bauverwaltung (baudurchführende Ebene/Amt für Bau und Liegenschaften), insbesondere Vorbereiten und Durchführen von Baumaßnahmen aller Art, Facility-Management, Projektmanagement, Haushaltsverfahren und Mittelbewirtschaftung, Vergabewesen, Vertragswesen, Grundlagen und Anwendung des öffentlichen Baurechts und Baunebenrechts, Wettbewerbswesen, Standards im Bauwesen, Typologie öffentlicher Hochbauten, quantitativer und qualitativer Flächenbedarf, technische Ausrüstung im Hochbau, Bautechnik und Baukonstruktion, Baubetrieb, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Hochbau, Aufgabenerledigung mit der Privatwirtschaft, fachliche Zusammenarbeit mit Mittelinstanz, Oberster Instanz, nutzender Verwaltung, Zulassungs- und Prüfbehörden.

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Leitungsaufgaben, Dienststellenorganisation, Zusammenarbeit mit Dienst-, Rechts-, Fachaufsicht und Personalvertretung, Unfallverhütung, Fürsorgepflichten, Personalbedarf und Personaleinsatz, Personalführung, Haushaltsverantwortung, Controlling, Innenrevision, Fortbildung, Kosten-Leistungs-Rechnung, betriebswirtschaftliches Management, Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik, Berichtswesen, Außenvertretung der Dienststelle.

II

Stadtplanung, Städtebau und Bauordnungswesen

24 Wochen

Kommunalebene in einer Unteren Bauaufsichtsbehörde und in Behörden des Baunebenrechts

(14 Wochen)

Prüfstoff gemäß Art. 7, Fach 3, insbesondere:

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Aufgaben der Unteren Bauaufsichtsbehörde und in Behörden des Baunebenrechts, insbesondere Verwaltungs- und Zulassungsverfahren nach Bauordnungsrecht und Fachgesetzen, Abwägung im Verwaltungsverfahren, Bescheidtechnik, Erstellung von Bescheiden, Behandlung von Rechtsbehelfen und Rechtsmitteln, aufsichtsbehördliche Maßnahmen, Verwaltungsgebühren, Statistik, innere Organisation, Zusammenarbeit mit der Rechts- und Fachaufsicht im bauaufsichtlichen Zulassungsverfahren, Zusammenarbeit mit den Gremien der Gemeinde.

 

Kommunalebene in einer Planungsbehörde

(10 Wochen)

Prüfstoff gemäß Art. 7, Fach 3, insbesondere:

Praxisorientierte Mitarbeit an allen Aufgaben der kommunalen Planungsbehörde, insbesondere fachgebietsbezogene Aufgaben aus der Gemeindeordnung, Stadtentwicklungsplanung, Bauleitplanung, Verwaltungsverfahren und Umsetzung städtebaurechtlicher Instrumente, Bodenordnung, Zusammenarbeit mit dem Grundbuchamt sowie den Stellen der Regional- und Landesplanung, Verwaltungsgebühren, Statistik, innere Organisation, Zusammenarbeit mit der höheren Verwaltungsbehörde im Bauleitplanverfahren, Zusammenarbeit mit den Gremien der Gemeinde.

III

Aufgaben der mittleren, höheren und obersten Dienst-, Rechts- und Fachaufsichtsbehörden

10 Wochen

Mittlere, höhere beziehungsweise oberste Verwaltungsbehörde

(10 Wochen)

Prüfstoff gemäß Art. 7 sowie Fach 3, Fach 4, Fach 5 und Fach 6 in Bezug auf die Aufgaben der mittleren, höheren und obersten Verwaltungsbehörde, insbesondere:

Grundzüge des Staats-, Verwaltungs-, Planungs- und Baurechts, Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, Umsetzung von Beschlüssen von Parlament und Regierung, Bundes- und Landesorganisation, Organisation der Europäischen Union, Dienststellenorganisation, Dienst-, Fach- und Rechtsaufsicht, Personalwirtschaft, Haushaltsverfahren und Mittelbewirtschaftung, Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung, technische und wirtschaftliche Programmplanung, Standardisierung und Standards im Bauwesen, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Hochbau, Landes- und Regionalplanung, Pressearbeit, fachliche Zusammenarbeit mit dem Parlament, den Ressorts, dem nachgeordneten Bereich, dem Bund bzw. den Ländern und der Europäischen Union.

IV

Seminare, Lehrgänge, Fachexkursionen und Prüfungen

24 Wochen

Amt für Bau und Liegenschaften

(insgesamt mindestens 12 Wochen)

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen und Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften von Referendarinnen und Referendaren soll unterstützt werden, auch länderübergreifend. Seminare können länderübergreifend zentral durchgeführt werden. Im Sinne von § 7 APO sollen die Möglichkeiten zu besonderen Ausbildungsformen genutzt werden, insbesondere um eine stets zeitgemäße Ausbildung zu gewährleisten.

Einführung (ca. 1 Woche). Die Einführung soll insbesondere vermitteln: Struktur, Inhalt und Ziel des Referendariats, organisatorische Grundlagen der öffentlichen Verwaltung, Grundlagen der Aufbau- und Ablauforganisation, Aufgaben und Rechtsgrundlagen für das Fachgebiet Architektur.

Allgemeines Verwaltungsseminar
(ca. 4 Wochen).

Fachbezogene Verwaltungsseminare
(ca. 4 Wochen), die als Vertiefungsseminare möglichst in Zusammenhang mit dem jeweiligen Ausbildungsabschnitt durchgeführt werden sollen.

Fachbezogenes Seminar zu Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (ca. 3 Wochen), das über den gesamten Ausbildungszeitraum auch in zeitlich getrennten Abschnitten und teilweise durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden kann. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I - III verwendet werden.

 

Amt für Bau und Liegenschaften
(12 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen)

Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfung einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen)

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in dem Fachgebiet Architektur sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Öffentliches Baurecht

1

4.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1

5.

Grundzüge des öffentlichen Hochbaues und des Städtebaues

6.

Bautechnik

1

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

Soziale Kompetenz

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

Motivation

 

Anerkennung und Kritik

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Öffentliches Baurecht

Allgemeine Grundlagen

 

Geschichte, Entwicklung und Ziele des öffentlichen Baurechts

 

Gesetzgebungszuständigkeiten zum Planungs- und Baurecht von Bund, Ländern und Gemeinden

 

Zuständigkeiten der Europäischen Union im öffentlichen Baurecht

Raumordnungs-, Landesplanungs- und Regionalplanungsrecht

 

Planungsträger

 

Verfahren zur Planaufstellung

 

Planinhalte, Beispiele

 

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

Bauplanungsrecht

 

Allgemeines und besonderes Städtebaurecht

 

Verfahren zur Planaufstellung

 

Planinhalte

 

Zusammenwirken von Behörden und Privaten

 

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

 

Genehmigungs- und Zulassungstatbestände

Bauordnungsrecht

 

Formelles Recht

 

 

Zuständigkeiten und Aufgaben

 

 

Bauaufsichtliche Verfahren

 

 

Bedeutung von Befreiungen, Ausnahmen und Abweichungen

 

 

Beteiligte an bauaufsichtlichen Verfahren und deren Verantwortung

 

 

Sicherstellung der Verwendbarkeit von Bauprodukten

 

 

Bauaufsichtliche Eingriffsbefugnisse

 

 

Bestandsschutz

 

Materielles Baurecht

 

 

Allgemeine Anforderungen

 

 

Grundstücke und deren Bebauung

 

 

Bauliche Anlagen

 

 

Sonderbauten

 

 

Technische Baubestimmungen

 

 

Brandschutz

Baunebenrecht

 

Fachplanungsrecht, rechtliche Grundlagen, Planungsträger

 

Denkmalrecht

 

Naturschutzrecht

 

Wasserrecht

 

Bundesimmissionsschutzrecht

 

Arbeitsstättenrecht

 

Nachbarrecht

 

Genehmigungsverfahren, Planfeststellungsverfahren

 

Berücksichtigung des Baunebenrechts im bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren

Rechtsschutz im öffentlichen Baurecht

 

Städtebauliche Planungen

 

Bauaufsichtliche Verfahren

 

Fachplanungsrecht

 

Amtspflichten und Amtshaftung

 

Haftung von Verfahrensbeteiligten

 

Nachbarschutz

Unfallschutz

 

Recht der Berufsgenossenschaften

 

Unfallverhütung

Fach 4:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Organisation der Hochbauverwaltungen in Bund, Ländern und Gemeinden (Finanzbauverwaltungen)

 

Zuständigkeiten

 

Aufbau- und Ablauforganisation

 

Arbeitsweise

Aufgaben der Hochbauverwaltungen (staatliche Bauverwaltung)

 

Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie Unterhaltung der Grundstücke und der baulichen Anlagen

 

 

Vergabe von Dienst-, Bau- und Lieferleistungen

 

 

Planungswettbewerbe

 

 

Fertigung der Bauunterlagen

 

 

Überwachung der Bauausführung

 

 

Rechnungsprüfung

 

 

Kassenanordnung

 

 

Abnahme

 

 

Übergabe

 

 

Dokumentation

 

 

Rechnungslegungs- und Rechnungsprüfungsverfahren

 

Betriebsführung und Betriebsüberwachung von Technischen Anlagen

 

Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnik

 

Baufachliche Gutachten und Stellungnahmen

 

Wertermittlung

 

Baufachliche Mitwirkung bei Zuwendungsmaßnahmen

 

Verwaltungsverfahren bei Sicherheitsmaßnahmen

 

Planung und Durchführung von Baumaßnahmen Dritter

 

Grundzüge der Wohnungsbauförderung

 

Datenbanken und Statistik im öffentlichen Hochbau

 

Standardisierung und Standards im öffentlichen Hochbau

 

Facility-Management im öffentlichen Hochbau

 

Veröffentlichungen

Vorschriften, Richtlinien, Dienstanweisungen

 

Verfahrensvorschriften

 

 

Durchführung von öffentlichen Hochbaumaßnahmen

 

 

Zuwendungsmaßnahmen

 

 

Gebäudebestandsdokumentation

 

 

Überwachung der Verkehrssicherheit von baulichen Anlagen

 

 

Unfallverhütungsvorschriften

 

 

Vermessung

 

 

Nachhaltiges Planen und Bauen

 

 

Planungswettbewerbe

 

 

Kunst am Bau

 

Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen

 

 

Bundes- und Landeshaushaltsordnung mit Verwaltungsvorschriften

 

 

Haushaltswirtschaft der Gemeinden

 

 

Mittelbewirtschaftung und Bewirtschaftungsverfahren

 

 

Informationstechnik im Haushalt

 

Vergabewesen

 

Vertragswesen

 

Wettbewerbswesen

 

Kartellrecht

 

Preisrecht

 

Urheberrecht in der Architektur

Fach 5:

Grundzüge des öffentlichen Hochbaues und des Städtebaues

Stadtplanung und Städtebau

 

Stadtplanung

 

 

Planungsleitbilder

 

 

Stadtgeschichte

 

 

Instrumente der Stadtplanung

 

Städtebau

 

 

Grundzüge des Städtebaus

 

 

Städtebauliche Strukturen

 

 

Städtebauliche Faktoren

Öffentliche Gebäude

 

Öffentliche Bauaufgaben

 

Gebäudetypologien und Baugestalt

 

Baugeschichtliche Entwicklungen

 

Gestaltungs- und Konstruktionselemente

 

Baukultur und öffentlicher Raum

Planungsgrundlagen

 

Raumbedarfsanforderungen

 

 

Qualitative Bedarfsanforderungen

 

 

Ausstattungsstandards

 

 

Funktionale Anforderungen

 

 

Behaglichkeitskriterien

 

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

 

Bewertung von Bauplanungen

 

 

gestalterisch

 

 

technisch

 

 

wirtschaftlich

 

 

energetisch

 

 

ökologisch

 

Öffentlich-rechtliche Anforderungen

 

Werterhaltung öffentlicher Gebäude

 

Planung im Bestand

Kosten

 

Grundlagen und Methoden der Kostenermittlung

 

Bau- und Planungskosten

 

Baunutzungskosten

 

Lebenszykluskosten

 

Kostenkennwerte und Flächenrichtwerte

Nachhaltigkeitsanforderungen im öffentlichen Hochbau und im Städtebau

 

Kriterien und Zertifizierungen

 

Lebenszyklus von Siedlungen und Bauwerken

 

Integrale Planung

Projektmanagement

 

Begriffsbestimmungen

 

 

Projektmanagement

 

 

Projektorganisation

 

 

Projektplanung und -steuerung

 

Methoden des Projektmanagements (Leitungskonzepte)

 

Institutionelle Bezüge (Organisationskonzepte)

 

Kostensteuerung

 

Terminplanung und -steuerung

 

Qualitätsmanagement

Fach 6:

Bautechnik

Regeln der Technik

 

Allgemeine Rechtsgrundlagen

 

Gesetze, Verordnungen, Normen

Technische Elemente der Stadt- und Gebäudeplanung

 

Technische Grundlagen städtischer Infrastruktur

 

Technische Erschließung von Gebäuden

 

Ver- und Entsorgungsanlagen und deren Leitungssysteme

Grundzüge der Baukonstruktion und Baumethoden

 

Baugrund und Grundwassermanagement

 

Gründungsarten

 

Tragkonstruktion, auch selbsttragende Fassadenkonstruktionen

 

Nichttragende Konstruktionen und Ausbaukonstruktionen

Grundzüge der Installations- und Betriebstechnik

 

Passive und aktive Energiegewinnung im Hochbau

 

Heizung, Raumlufttechnik

 

Wasserversorgung, -nutzung und -entsorgung

 

Wertstoff- und Schadstoffsammlung sowie -entsorgung

 

Elektrische Anlagen (Niederspannung, Schwachstrom) und Beleuchtung

 

Fördertechnik

 

Küchen-, Labor- und Medizintechnik

 

Gebäudeleittechnik

 

Informations- und Kommunikationstechnik

Bauphysikalische Aspekte bei der Gebäudeplanung

 

Wärme-, Schall- und Feuchteschutz

 

Ursachen, Vermeidung und Behebung von Bauschäden

 

Alterungsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit

Nachhaltigkeitsanforderungen in der Bautechnik

 

Bewertung von Bauteilen, Baustoffen, Baumethoden und Installations- und Betriebstechnik

 

Technische und ökologische Qualität nachhaltigen Bauens

 

Rückbaufähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Bauelementen

 

Raumklimaverträglichkeit, Energieeffizienz

 

Altlasten, Gefahrstoffbeseitigung, Verwendungsverbote

Historische Bauwerke und Baukonstruktionen

 

Technisch-physikalische und chemische Untersuchungsmethoden

 

Zerstörungsarme und zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden

 

Materialprüfung

 

Rekonstruktionsmethoden

 

Bautechnische Anforderungen bei Rekonstruktionsmaßnahmen

 

Verwendung althergebrachter Techniken und Baustoffe

Baubetrieb und Baulogistik

 

Allgemeine Rahmenbedingungen

 

Bauverfahren

 

Bauablauf

 

Störungen im Bauablauf

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

In der häuslichen Prüfungsarbeit sind nach Möglichkeit Teilaufgaben zu stellen, die das Gerüst für die Gliederung der Arbeit geben. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Hilfsmittel sind in der Aufgabenstellung zur schriftlichen Arbeit unter Aufsicht anzugeben. Darüber hinausgehende Hilfsmittel sind nicht zugelassen.

Hinweis: Hilfsmittel sollen insbesondere Wissensgrundlagen für die Bearbeitung beinhalten, die nicht unbedingt als präsent vorausgesetzt werden können, und die in der Verwaltungspraxis in der Regel ebenfalls zur Verfügung stehen (z. B. Gesetzestexte).

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Gemäß § 17 Abs. 6 hat der Prüfungsausschussleiter Architektur im Mai 2013 mit Wirkung zum 1. September 2013 grundsätzlich geregelt, dass die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit PC bearbeitet werden.

Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die nachfolgenden Vorgaben zur Anfertigung mit PC zu unterrichten:

Das Verfahren sowie die erforderlichen technischen Standards sind in dem „Merkblatt für Referendare/Referendarinnen zur Anfertigung der schriftlichen Arbeit unter Aufsicht mit PC“ sowie dem Merkblatt „Technische Hinweise für die Ausbildungsbehörde zur Anfertigung der schriftlichen Arbeit unter Aufsicht mit PC“ geregelt (Anlage 1 und 2 zum Schreiben des Prüfungsausschussleiters vom Mai 2013). Anzuwenden ist die jeweils eingeführte Fassung der vorgenannten Merkblätter.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hinweise

Die Fragestellungen in der mündlichen Prüfung fokussieren sich auf das Fachwissen und das Verständnis für technische, wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge, das Verständnis für Management und Führung, das Urteilsvermögen, auf die Ausdrucksfähigkeit und die Sicherheit im Auftreten.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird am zweiten Prüfungstag nach Beendigung der mündlichen Prüfung gehalten.

Das Thema ist dergestalt zu formulieren, dass möglichst keine Hilfsmittel für den Kurzvortrag erforderlich werden. Der Kurzvortrag ist in freier Rede vorzutragen.

Bei der Bewertung sind neben dem fachlichen Inhalt, dem Aufbau und der Struktur des Kurzvortrags die methodische Aufbereitung des Themas, die Ausdrucksfähigkeit und die Überzeugungskraft in der Rede, die verständliche Sprache und das überzeugende und authentische Auftreten zu berücksichtigen.

B. Sondervorschriften des Fachgebietes

GEODÄSIE UND GEOINFORMATION

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studienganges Geodäsie und Geoinformatik/Geoinformation oder eines vergleichbaren Studienganges im Fachgebiet Geodäsie.

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Mit den unter Nr. 1. genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat grundsätzlich nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende folgende Wissensspektrum nachgewiesen wird:

a)

Grundlagenwissen (mathematisch-naturwissenschaftliche Studieninhalte)

In Bezug auf das technische Referendariat sind grundlegendes Fachwissen und die Befähigung zu dessen wissenschaftsmethodischer Anwendung in mindestens folgenden Fächern nachzuweisen:

-

Höhere Mathematik

-

Geometrie

-

Physik einschließlich der fachbezogenen Bereiche

-

Statistik und Parameterschätzung

-

Informatik

b)

Fachwissen (berufsfeldbezogene Studieninhalte)

Fachkenntnisse sowie die Fähigkeit zur Lösung von Fachaufgaben nach wissenschaftlichen Grundsätzen sind in den folgenden geodätischen Schwerpunktdisziplinen nachzuweisen, und zwar in einem für das konsekutive Masterstudium vorgegebenen Mindestumfang der Module:

-

Vermessungskunde

-

Referenz- und Raumbezugssysteme

-

Ausgleichungsrechnung

-

Photogrammetrie und Fernerkundung

-

Topographie und Kartographie

-

Ingenieurgeodäsie

-

Liegenschaftskataster und Grundbuch

-

Landentwicklung

-

Planung und Bodenordnung

-

Immobilienwertermittlung

-

Geoinformatik

-

Physikalische Geodäsie

-

Satellitenpositionierung

c)

Fachbezogenes Ergänzungswissen

Das Studium muss (z. B. durch Wahlmodule) die Möglichkeit bieten, ergänzende Grundkenntnisse in folgenden Bereichen zu erwerben:

-

Führungstechnik/Management

-

Betriebswirtschaft

-

Rechtswissenschaften

-

Umweltschutz

-

Sprachen

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

(20 Wochen)

}

(68 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Landentwicklung

(16 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III

Landesplanung und Städtebau

(16 Wochen)

Ausbildungsabschnitt IV:

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

(16 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 12 Wochen erforderlich. Weitere 12 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis IV angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

68 Wochen nach Nr. 1,

-

24 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen.

Im Ausbildungsabschnitt I ist der Referendarin oder dem Referendar Gelegenheit zu geben, beim Grundbuchamt die Einrichtung und Führung des Grundbuches und die geschäftliche Behandlung von Grundbuchsachen kennen zu lernen. In der Ausbildung im Bereich Liegenschaftskataster ist besonders auf seine Doppel-Funktionalität als amtliches Verzeichnis der Grundstücke und als Grundlage für raumbezogene Informationssysteme einzugehen. Länderspezifische Ausprägungen bei der Einrichtung des Liegenschaftskatasters sind vergleichend mit der Situation im Saarland praxisorientiert herauszustellen. Die Ausbildung in Landesvermessung findet im Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung statt, wobei die Referendarin oder der Referendar dabei auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden soll.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung im Ausbildungsabschnitt II, die sich auf den gesamten Verfahrensablauf von Neuordnungsmaßnahmen erstrecken soll, ist auf die planerischen technischen Arbeiten zu legen. Hierbei ist die Landentwicklung in ihrer Verzahnung mit den übrigen Raumordnungsmaßnahmen und ihre Einbindung in die übergeordnete Landesentwicklung herauszustellen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Initiierung und Begleitung von EU - Fördermaßnahmen und darauf bezogene fachpolitische Strategien (vergl. § 7 Abs. 6 APO ). Hospitationen bei europäischen Institutionen und in europäischen Mitgliedstaaten sind wünschenswert.

Im Ausbildungsabschnitt III soll die Referendarin oder der Referendar Gelegenheit erhalten, in die berufsspezifischen technischen Aufgaben einer Kommunalverwaltung Einblick zu nehmen. Schwerpunkte der Ausbildung sind Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung, Immobilienwertermittlung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Entwicklungsprozesse sowie Herausforderungen für Raumordnung und Stadtentwicklung. Für den Bereich Landesplanung sind Ausbildungsstationen bei der obersten Landesplanungsbehörde und einer für die Regionalplanung zuständigen Stelle besonders geeignet.

Zu den Herausforderungen der Stadtentwicklung gehört u. a. die Auseinandersetzung mit den Themen demographische Entwicklung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, energiepolitische Strategien sowie Umwelt- und Klimaveränderungen. Die Referendarin oder der Referendar kann an einem Lehrgang bei einem Institut für Städtebau teilnehmen.

In Ausbildungsabschnitt IV soll die Ausbildung in Geodatenmanagement in großen Geodaten haltenden Stellen erfolgen. Hierbei sind die freie Wirtschaft und die Bundesebene eingeschlossen. Die Ausbildung in Geodateninfrastruktur (GDI) soll beim Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung stattfinden, das die zentralen Komponenten der GDI führt und bei dem die GDI-Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Zusätzlich sollen die Referendarinnen oder Referendare Gelegenheit erhalten, Fachinformationssysteme in den dafür zuständigen Behörden oder anderen Stellen kennen zu lernen, maßgeblich im Bereich Umwelt, der freien Wirtschaft oder auf kommunaler Ebene. Der Ausbildungsabschnitt IV eignet sich besonders für die Anfertigung von Abschnitts- oder Projektarbeiten (vergl. § 16 Abs. 4 APO ) oder für Hospitationen bei europäischen Institutionen oder Einrichtungen der nationalen GDI.

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikationen sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa einer Woche Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar (vier Wochen) und durch fachbezogene Verwaltungsseminare (vier Wochen) zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung von drei Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen. Für diese Hospitation können zusätzlich auch Zeiten der fachbezogenen Verwaltungsseminare oder der Ausbildungsabschnitte I bis IV verwendet werden.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebietes
Geodäsie und Geoinformation

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebietes Geodäsie und Geoinformation strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der in Artikel 4 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgestaltet werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-
abschnitte und
Dauer

Ausbildungsstellen

(ggf. Dauer)

Ausbildungsinhalte

(ggf. Dauer)

I - V

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden. Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingängen (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung. Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit. Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

20 Wochen

Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung (mit Grundbuchamt und Finanzverwaltung)

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Hospitation bei einer Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin oder einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur

(insgesamt 20 Wochen)

Die Referendarin oder der Referendar soll die Strukturen des amtlichen deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens, seine rechtlichen Grundlagen und Organisation sowie Wege der länderübergreifenden Zusammenarbeit kennen lernen.

Die Referendarin oder der Referendar soll sich intensiv mit den Aufgaben des Liegenschaftskatasters, der Landesvermessung und des Geobasisinformationssystems auseinander setzen. Dabei sind die Herausforderungen, Entwicklungstendenzen und Strategien dieser Aufgabenfelder eingehend zu betrachten.

Beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz soll die Referendarin oder der Referendar ablauf- und prozessorientiert u.a. folgende Aufgabenbereiche kennenlernen: Aufsicht über die katasterführende Behörde und die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, Beschwerde- und Widerspruchsverfahren, Grundzüge des verwaltungsrechtlichen Handelns, Anwendung des öffentlichen Dienstrechtes, Zusammenwirken der Verwaltungen interdisziplinär und ebenenübergreifend, Geschäftsbetrieb und Organisation, Controlling sowie Projektmanagement.

Der Referendarin oder dem Referendar ist Gelegenheit zu geben, beim Grundbuchamt die Einrichtung und Führung des Grundbuches und die geschäftliche Behandlung von Grundbuchsachen kennen zu lernen. In der Finanzverwaltung sollen die Grundzüge der Bodenschätzung und der Grundsteuer vermittelt werden.

Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

II

Landentwicklung

16 Wochen

Flurbereinigungsbehörde

Obere Flurbereinigungsbehörde

mindestens eine Stelle aus: untere/obere Naturschutzbehörde, untere/obere Wasserbehörde, untere/obere Forstbehörde, Landwirtschaftsbehörde, Dorferneuerung, Landentwicklung in einem anderen Bundesland

mindestens eine Stelle aus:
LEADER - Lokale Aktionsgruppe(n), Strukturfondseinrichtung der Kreisverwaltung

Hospitationen bei EU-Kommission und Flurbereinigungsbehörden anderer Bundesländer oder im Ausland

Die Referendarin oder der Referendar soll sich vertieft mit den Herausforderungen für die Landentwicklung, wie zum Beispiel Demografischer Wandel oder Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auseinandersetzen.

Die Referendarin oder der Referendar soll erlernen, wie die Anforderungen an die ländlichen Räume durch Instrumente der Landentwicklung bewältigt werden können. Sie sollen dabei vor allem auf die Strategie Wandel in den Köpfen, die Instrumente LEADER, ILEK, Regionalmanagement und Dorfentwicklung eingehen.

In dem Bereich Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume ist das breite Spektrum der Europäischen und nationalen Förderprogramme, Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen möglichst bei damit befassten Stellen (auch im Ausland) zu studieren.

In dem Schwerpunktbereich Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz soll die Referendarin oder der Referendar auch zu praktischen Arbeiten herangezogen werden. Im Vordergrund stehen Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten, Erlernen der Abläufe vor allem in den Terminen der Landentwicklung und das Landentwicklungsfachinformationssystem (LEFIS).

Modernes Verwaltungshandeln ist an geeigneten Fallbeispielen, durch Gutachten und Untersuchungen zu erlernen.

Bei der Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung soll der Blick in überfachlicher Sicht ausgeweitet werden.

III

Landesplanung und Städtebau

16 Wochen

Für die Regionalplanung und Landesplanung zuständige Behörden/Stellen (2 Wochen)

Kommunale Dienststellen für Geoinformation, Vermessung, Liegenschaften, Planung sowie sonstige technische Aufgaben (z. B. Erschließung, Umweltschutz)

Geschäftsstelle eines Gutachterausschusses für Grundstückswerte

Geschäftsstelle eines Umlegungsausschusses (Umlegungsstelle)

Lehrgang bei einem Institut für Städtebau (oder vergleichbarer Einrichtung) sowie Hospitationen zur Immobilienwertermittlung bei Kreditinstituten, größeren Sachverständigenbüros oder Researchunternehmen

(insgesamt 14 Wochen)

Die Referendarin oder der Referendar soll die Aufgaben und Verfahren von Raumordnung und Landesplanung kennen lernen. Hierfür sind Ausbildungsstationen bei der obersten Landesplanungsbehörde und einer für die Regionalplanung zuständigen Stelle besonders geeignet.

Im Bereich der Stadtentwicklung und Stadterneuerung sind neben den Aufgaben der Bauleitplanung insbesondere die Themen Bodenordnung und Immobilienwertermittlung in praktischer Mitarbeit vertieft zu vermitteln. Strategien der Baulandentwicklung und des Flächenmanagements auch in Kooperation mit privaten Investoren sollen behandelt werden.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll beispielweise in ämterübergreifenden Arbeitsgruppen, Ausschüssen, bei Planfeststellungsverfahren sowie bei den Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes thematisiert werden.

Die Referendarin oder der Referendar soll Gelegenheit erhalten, die allgemeinen technischen Aufgaben einer Kommunalverwaltung eingehend kennen zu lernen. Energiepolitische Strategien, die Aspekte der demographischen Entwicklung sowie Umwelt- und Klimaveränderungen sind ebenfalls wichtige Themen dieses Ausbildungsabschnittes.

IV

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

16 Wochen

Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung

(insgesamt 16 Wochen)

Hospitationen bei Behörden auf kommunaler Ebene, Landes- oder Bundesebene, europäischen Institutionen und ggf. auch Wirtschaftsbetrieben mit entsprechenden Geschäftsfeldern

Die Referendarin oder der Referendar soll die Herausforderungen für das Geoinformationswesen und dessen Beitrag zum E-Government sowie die zugehörigen Strategien kennen lernen.

Die Referendarin oder der Referendar soll anhand praktischer Mitarbeit das Geodatenmanagement und die Anforderungen der Geodateninfrastruktur (GDI) erlernen, wobei besonders auch die Entwicklungen und Interdisziplinarität vermittelt werden sollen.

Die Ausbildung im Geodatenmanagement soll in großen Geodaten haltenden Stellen erfolgen. Hierbei sind die freie Wirtschaft und die Bundesebene eingeschlossen. Die Ausbildung in Geodateninfrastruktur (GDI) soll maßgeblich beim Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung stattfinden, das die zentralen Komponenten der GDI des Saarlandes führt und bei dem die GDI- Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Zusätzlich sollen die Referendarinnen oder Referendare Gelegenheit erhalten, Geofachinformationssysteme in den dafür zuständigen Behörden oder anderen Stellen kennen zu lernen, maßgeblich im Bereich Umwelt, der freien Wirtschaft oder auf kommunaler Ebene.

Der Ausbildungsabschnitt eignet sich besonders für die Anfertigung von Abschnitts- oder Projektarbeiten oder für Hospitationen bei europäischen Institutionen, in der Privatwirtschaft oder Einrichtungen der nationalen GDI.

V

Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

24 Wochen

Fachrichtungs- und ggf. länderübergreifende Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften o.ä. bei Fortbildungseinrichtungen der Länder

Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

(insgesamt 12 Wochen)

Einführungslehrgang (1 Woche). Im Einführungslehrgang sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (z. B. Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.

Allgemeines Verwaltungsseminar (4 Wochen).

Fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen), die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten durchgeführt werden können.

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnittes vermittelt werden.

Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO (z. B. Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).

Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten (3 Wochen).

Die alle Geoinformationsverwaltungen gleichermaßen betreffenden fachlichen Seminarthemen können länderübergreifend zentral vermittelt werden (z. B. Angelegenheiten der AdV, des Bundes, der GDI-DE, europäische Themen).

 

Ausbildungsbehörde

(12 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),

schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen).

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO im Fachgebiet Geodäsie und Geoinformation sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

4.

Landentwicklung

1

5.

Landesplanung und Städtebau

1

6.

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

1

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

 

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

Amtliches deutsches Vermessungs- und Geoinformationswesen

 

Gliederung des deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens

 

Aufgabenbereiche

 

Zuständigkeiten

Herausforderungen und Bedeutung des amtlichen Vermessungs- und Geoinformationswesens

 

Föderalismus und nationale Einheitlichkeit

 

Einbindung in die Landespolitik

 

Haushaltsentwicklung

 

Staatsfunktion

Rechtliche Grundlagen und Organisation

 

Vermessungs- und Geoinformationsgesetze der Länder

 

 

Inhalt, Grundsätze, Rechtsvergleich

 

Verwaltungsaufbau und Organisationsansätze

 

Recht der ÖbVermIng

 

Ländervergleich

Liegenschaftskataster

 

Gewährleistung des Eigentums und Sicherung des Grundstücksverkehrs

 

Aufgaben, Zweck und Inhalt

 

Qualitätsanforderungen und -management

 

Einrichtung als Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem

 

Benutzungskriterien

 

Gebrauch und Nutzung durch Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft

 

Benachbarte Rechtsgebiete

 

 

Materielles und formelles Liegenschaftsrecht

 

 

Wasserrecht, Verkehrswegerecht

 

 

Beurkundungsrecht in Grundzügen

 

 

Erbbaurecht, Wohnungseigentumsrecht, Zwangsversteigerungsrecht

 

 

Bauordnungsrecht

 

Prozessorientierung

 

Zusammenarbeit

 

 

Grundbuch und andere Register

 

 

Flurbereinigung

 

 

Andere behördliche Vermessungsstellen

 

 

Landesvermessung

 

 

Finanzverwaltung

 

 

Landesplanungsverwaltung

 

 

Bauverwaltung

 

Liegenschaftsvermessungen und Fortführung

 

Entstehung, geschichtliche Entwicklung, Erneuerung

Landesvermessung

 

Gewährleistung, Daseinsvorsorge

 

Klassische Aufgabenfelder

 

Zweck und Anforderungen

 

Geodätischer Raumbezug

 

 

Festpunktfelder

 

 

SAPOS

 

 

Amtliches Bezugssystem

 

 

Amtliches Festpunkt-Informationssystem

 

Erfassung der amtlichen Geotopographie

 

 

Topographisches Informationsmanagement, Topographische Landesaufnahme

 

 

Photogrammetrie, Fernerkundung

 

Landesluftbildsammlung

 

Landeskartenwerke

 

Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem

 

Qualitätsmanagement

 

Gebrauch und Nutzung

 

Prozessorientierung

 

Zusammenarbeit

 

Benutzungskriterien

 

Entstehung, geschichtliche Entwicklung

 

 

Militärische Epoche

 

 

Zivile Epoche

 

 

Entwicklungstendenzen

Geobasisinformationssystem

 

Inhalt, Bestandteile, Zweck

 

Bedeutung (auch für die GDI)

 

Aktivierungsfunktion

 

Bereitstellung der Geobasisdaten

 

GeoInfoDok und AAA-Datenmodell

Strategien

 

Grundsätze des amtlichen Vermessungswesens

 

Bereitstellung von Geobasisdaten

 

Eckwerte der Zusammenarbeit mit den ÖbVermIng

Länderübergreifende Zusammenarbeit

 

Strategische Zusammenarbeit in der AdV

 

 

Aufgaben

 

 

Organe

 

 

Ziele, Ergebnisse

 

Operative Zusammenarbeit im Lenkungsausschuss Geobasis

 

 

Zusammensetzung

 

 

Aufgabenpotenziale

 

 

Vorgehen

 

 

Zentraler Vertrieb und gemeinsame Entwicklung

 

Zusammenarbeit mit dem Bund

 

Zusammenarbeit im internationalen Bereich

Entwicklungstendenzen

 

Aufgabenentwicklung

 

Verwaltungsreformen

 

Entwicklung der Geodäsie in Deutschland

Fach 4:

Landentwicklung

Herausforderungen für die Landentwicklung

 

Demografischer Wandel, Klimawandel, Energiewende

 

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

 

Strukturwandel in der Landwirtschaft

 

Kulturlandschaften und Gewässer

 

Schrumpfungsprozesse im ländlichen Raum

 

Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer

 

Dorfumbau, Daseinsvorsorge, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Anforderungen an die ländlichen Räume und Instrumente der Landentwicklung

 

Strategien

 

 

Wandel in den Köpfen

 

 

Interkommunale Kooperationen

 

 

Allianzen

 

LEADER und ILEK

 

 

Regionalmanagement

 

 

Dorfentwicklung und Daseinsvorsorge

 

Natur- und Artenschutz, Landschaftsentwicklung

 

Hochwasser-, Trinkwasser- und Gewässerschutz

 

Technische Infrastruktur

 

 

Straßen, Schiene

 

 

Kommunikations- und Leitungsnetze

 

 

Energieerzeugung

 

 

Bedarfs- und funktionsgerechte ländliche Wegenetze

Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume

 

Europäische und nationale Förderprogramme

 

 

Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen

 

 

Privat-Public-Partnership-Modelle

 

 

Sponsoring

 

 

Stiftungen, Vereine und Genossenschaften

 

Einsatz von Finanzierungsmitteln anderer Fachbehörden in der Landentwicklung

 

 

Verkehrsanlagen, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft

 

 

Naturschutz, Energieanlagen, Tourismus

Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz

 

Zuständigkeiten und Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten

 

Verfahrensabläufe

 

 

Einleitung, Legitimation, Wertermittlung, Planung

 

 

Flurbereinigungsplan, tatsächliche und rechtliche Ausführung des Flurbereinigungsplans

 

 

Berichtigung der öffentlichen Bücher

 

 

Schlussfeststellung

 

Technik und Automation

 

Landentwicklungsfachinformationssystem (LEFIS)

 

Vermessung und Geoinformation

 

 

Beschaffung geobasierter Informationen

 

 

Örtliche Erfassungsverfahren

 

Verwaltungsakte und Rechtsbehelfsverfahren

 

Besonderheiten der Unternehmensflurbereinigung

 

Freiwilliger Nutzungstausch

 

Kostenarten

 

Herstellung und Ausbau der Anlagen

Modernes Verwaltungshandeln

 

Wohlstandsentwicklung und -messung

 

 

Wertschöpfung, Nachhaltigkeit

 

 

Lebensqualität

 

Beteiligungs- und Aktivierungsformen

 

Arbeiten mit Szenarien und Varianten

 

bottom-up Prinzip

 

Moderation der Landentwicklung

 

Planungsrecht und Planfeststellungsverfahren

 

Enteignungsrecht im Kontext der Fachaufgaben

 

Umweltverträglichkeitsverfahren, Kompensationsmanagement

Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung

 

Landesentwicklung und Landentwicklung

 

Geschichtliche Entwicklung

 

Personalmanagement und -qualifizierung

 

Organisationsvergleich in den Bundesländern

 

Verwaltungsmodernisierungsansätze in den Bundesländern

Fach 5:

Landesplanung und Städtebau

Herausforderungen für Raumordnung und Stadtentwicklung

 

Demografischer Wandel

 

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

 

Zentralörtliche Versorgung

 

Erneuerbare Energien, Energiewende

 

Stadt-Umland-Beziehungen, Regionalentwicklung

 

Stadterweiterung, Stadterneuerung, Stadtumbau

 

Innenentwicklung

 

Landmanagement

 

Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Flächenverbrauch

 

Klimawandel

 

Infrastruktur

 

Zusammenwirken von kommunaler Planung und privaten Investoren

 

Engagement und Teilhabe an Planungsprozessen

 

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

Landesplanung, Raumordnung

 

Rechtliche Grundlagen und System der räumlichen Planung

 

Prinzip der Zentralen Orte

 

Planung

 

 

Planungsebenen (Landesentwicklungsplan, regionale Entwicklungspläne, Regionale Teilentwicklungspläne)

 

Organisation und Kompetenzen

 

Ziele, Grundsätze und Leitbilder der Raumordnung

 

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

 

Verhältnis Landesplanung und Bauleitplanung

 

Europäische Raumordnung

 

Bund-Länder-Zusammenarbeit

 

Sicherung der Raumordnung

 

Georeferenzierte Raumbeobachtungssysteme, Raumordnungskataster

 

Interkommunales Flächenmanagement

Städtebau und Bodenordnung

 

Rechtliche Grundlagen

 

Bauleitplanung, Sicherung der Bauleitplanung, Aufbau als georeferenzierte Informationssysteme

 

Städtebauliche Verträge, Vorhaben- und Erschließungsplan

 

Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung, Entschädigung

 

Bodenordnung, Bodenordnungsverfahren

 

Enteignung, Erschließung

 

Kommunale Bodenpolitik und Modelle der Baulandentwicklung

 

Maßnahmen für den Naturschutz

 

Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen

 

Soziale Stadt und Stadtumbau

Immobilienwertermittlung

 

Rechtliche Grundlagen

 

Verkehrswert, Marktwert, sonstige Wertbegriffe und Wertermittlungsaufgaben

 

Organisation der Wertermittlung, Gutachterausschuss, Sachverständigenwesen

 

Verkehrswertgutachten, Kaufpreissammlung, Bodenrichtwerte

 

Oberer Gutachterausschuss, Zentrale Geschäftsstelle

 

Wertermittlungsverfahren, Ableitung erforderlicher Daten

 

Transparenz des Immobilienmarktes, Auskünfte, Vermarktung

 

Marktberichte, länderübergreifende Zusammenarbeit

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

 

Planfeststellungsverfahren

 

Natur- und Umweltschutz

 

Denkmalschutz

 

Nachbarrecht

 

Geoinformationsbeschaffung und -transfer

 

Kommunales Vermessungs- und Liegenschaftswesen

Entwicklungsprozesse

 

Geschichtliche Entwicklung von Städtebau und Bodenordnung

 

Entwicklungslinien der Immobilienwertermittlung

 

Rechtsentwicklung des Baugesetzbuches

Fach 6:

Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

Herausforderungen für das Geoinformationswesen

 

Globalisierung

 

Klimaveränderungen

 

Monitoring des Gesamtsystems Erde

 

Umweltschutz

 

Demografische Entwicklung

 

Veränderungen der Infrastruktur

Bedeutung der Geoinformationen

 

Geoinformationen im globalisierten 21. Jahrhundert

 

 

Historische Dimension

 

 

Politische Dimension

 

 

Administrative Dimension

 

 

Bedeutung in der Bundesverwaltung

 

 

Bedeutung auf Länderebene

 

 

Bedeutung auf kommunaler Ebene

 

Nationale Berufsverbände, privater Bereich

 

Gesellschaftlicher Auftrag

 

Geoinformation im internationalen Umfeld

 

 

Partner, Stakeholder, Kooperationen

 

 

Internationale Programme, Initiativen und Projekte

 

Informations- und Datenpolitik

GeoGovernment und Strategien

 

Geoinformationswesen und Staat

 

 

Staatsbindung, Hoheitsfunktion

 

 

Gesellschaftssektoren

 

 

Rolle des Staates

 

Strategien der Zusammenarbeit

 

 

Föderalismus

 

 

Arbeitskreise

 

 

Strategische Leitlinien des Staates

 

 

Bereitstellungsstrategien

Geodatenmanagement

 

Begriffe und Definitionen

 

Einsatzfelder von Geoinformation

 

Anforderungen an das Geodatenmanagement

 

 

Technisch

 

 

Organisatorisch

 

 

Personell

 

 

Datenbanken

 

IT-Infrastruktur, IT-Netze

 

Dienste- und Portaltechnologie

 

Umsetzung des Geodatenmanagements

 

 

Organisatorische und personelle Umsetzung

 

 

Frontoffice-Backoffice-Modell

 

 

Prozessmanagement

 

 

Kooperationen und Modellprojekte

 

E-Government, OPEN Government, OPEN Data

 

Bedarfs- und Nutzerorientierung

 

 

Synergien und Wertschöpfung

 

 

Nutzergruppen

 

Bereitstellung

 

 

Urheberrecht, Datenbankschutzrecht

 

 

Nutzungsbedingungen, Lizenzierung, Lizenzierungsmodelle

 

 

Bereitstellungsmodelle, Gebührenmodelle

 

 

Datenschutz

 

Public Relations und Marketing

 

Normierung und Standardisierung

 

Fachdatenmodelle

 

Nichtamtliche Geodaten

Geodateninfrastruktur (GDI)

 

Ansatz, Begriffe, Definitionen

 

Rechtliche Grundlagen

 

 

Europäische Ebene

 

 

Nationale Ebene

 

Europäische GDI

 

Aufbau der GDI-DE, Architektur

 

 

GDI des Bundes

 

 

Länder-GDI

 

 

kommunale GDI

 

Daten, Datenanforderungen, Metadatensystem

 

Dienste und Portale

 

Koordinierung

 

Organisation der GDI in Bund, Ländern und Kommunen

 

 

Lenkungsgremium GDI-DE

 

 

GIW- Kommission

 

 

IT-Planungsrat

 

 

Fachnetzwerke

 

 

Organisation der GDI in den Ländern

Entwicklungen und Interdisziplinarität

 

Entwicklungstendenzen von Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

 

Modellansatz Zentrale Geodienstleister

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

Gemäß § 16 Abs. 1 APO sollen Management- und Führungsaspekte für die häusliche Prüfungsarbeit einen hohen Stellenwert erhalten. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt deshalb nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen. Eine Abfrage von Hochschulwissen soll nicht vorgenommen werden. Nach Möglichkeit sind Teilaufgaben zu stellen, die das Gerüst für die Gliederung der Arbeit geben. Der überwiegende Teil der Arbeit soll sich mit innovativen Führungsfragen, Weiterentwicklungen, neuen Strategien und Modellen sowie Einführungen in die Praxis befassen. Dabei ist besonderer Wert auf die Präsentation (Abbildungen, Darstellungen, Zusammenfassungen, Bilder, Tabellen) sowie auf die Methodik, die Begründung und auf den sprachlichen Ausdruck zu legen. In der Bewertung erhalten diese vier Aspekte zusammen mit dem Innovationsgehalt ein besonderes Gewicht, so dass die inhaltlich-fachliche Bearbeitung nicht hauptsächlich die Zensur bestimmt. Die Aufgabenstellung hat diese Gewichtung zu berücksichtigen und transparent einzubeziehen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Allgemeine Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Zusätzliche Hilfsmittel sind auf das notwendige Maß zu beschränken. Lange Texte eignen sich in der Regel nicht dafür. Die Hilfsmittel sollen insbesondere Wissensgrundlagen für die Bearbeitung beinhalten, die nicht unbedingt als präsent vorausgesetzt werden können und die in der Verwaltungspraxis in der Regel Führungskräften ebenfalls zur Verfügung stehen (z. B. Gesetzestexte).

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Gemäß § 17 Abs. 6 hat der Prüfungsausschussleiter Geodäsie und Geoinformation am 28. September 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2012 grundsätzlich zugestimmt, dass die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit PC bearbeitet werden.

Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die Vorgaben zur Anfertigung mit PC zu unterrichten.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hinweise

Die Fragestellungen in der mündlichen Prüfung sind auf die Aspekte von § 18 Abs. 1 zu fokussieren. Damit gründet sich die Bewertung hauptsächlich auf

-

das Verständnis für Management und Führung,

-

das Verständnis für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge,

-

das Urteilsvermögen,

-

die Sicherheit im Auftreten und

-

auf die Ausdrucksfähigkeit.

Das fachliche Wissen als Grundlage für diese Bewertungsschwerpunkte ist entsprechend gewichtet ergänzend zu berücksichtigen.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird zu Beginn des zweiten Prüfungstages gehalten.

Das Thema ist in freier Rede vorzutragen. Als Hilfsmittel wird der Referendarin oder dem Referendar ein Presseartikel zur Thematik zur Verfügung gestellt. Dieser Presseartikel ist nur die Grundlage für den Vortrag, der somit nicht etwa die Zusammenfassung oder Wiedergabe des Artikels ist. Vielmehr ist das Thema mit eigenen Gedanken und Ansätzen aufzubereiten und darzustellen. Bei der Bewertung sind vor allem die Ausdrucksfähigkeit, die Sicherheit im Auftreten, die Überzeugungskraft, die Methodik und die Rhetorik neben dem thematischen Inhalt, dem Aufbau und der Strukturierung zu berücksichtigen.

C. Sondervorschriften des Fachgebietes

LANDESPFLEGE

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Voraussetzung ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO ein abgeschlossenes wissenschaftliches Studium des Studienganges Landespflege oder eines vergleichbaren Studienganges wie z. B. Geographie, Naturschutz- und Landschaftsplanung, Landschafts- und Freiraumentwicklung und Landschaftsarchitektur und Umweltplanung oder einer vergleichbaren Kombination von Studiengängen an einer Technischen Hochschule/Universität oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot.

Mit diesen Voraussetzungen und unter den Vorgaben der folgenden Nr. 2 können Bewerberinnen und Bewerber zum technischen Referendariat des Fachgebietes Landespflege grundsätzlich zugelassen werden.

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

a)

Grundlagenwissen

In Bezug auf das technische Referendariat sind die wissenschaftlichen Grundlagen und deren methodische Anwendung in folgenden Teilbereichen der Landespflege nachzuweisen:

-

Naturschutz

-

Landschaftspflege

-

Landschafts- und Grünordnungsplanung

-

Landschaftsökologie und Schutz der Biodiversität (einschließlich der Grundlagenfächer Botanik/Vegetationskunde, Zoologie und Geologie/Bodenkunde).

Daneben sind planerische Fähigkeiten auf dem Gebiet der Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Objektplanung nachzuweisen.

b)

Grundlegendes Fachwissen (berufsfeldbezogene Studieninhalte)

Als Grundlage für die Planungen und die Ausführung landespflegerischer Belange und als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit benachbarten Fachbereichen ist grundlegendes Fachwissen und dessen methodische Anwendung mindestens in folgenden Fächern nachzuweisen:

-

Landschafts- und Grünflächenbau

-

Ingenieurbiologie

-

Internationale, nationale und europäische Rechtsgrundlagen, Abkommen und Programme des Naturschutzes und der Landschaftspflege

-

Verträglichkeitsprüfungen (FFH- und Umweltverträglichkeit)

-

Informationstechnik/Geographische Informationssysteme

-

Voraussetzungen und Einrichtungen für Freizeit und Erholung.

c)

Fachbezogenes Ergänzungswissen

Neben dem grundlegenden Fachwissen wird der Nachweis verlangt, dass das Studium durch Kenntnisse in den Grundzügen folgender Fächer bzw. Fächergruppen - und zwar wahlweise mindestens in drei der nachfolgend aufgeführten Bereiche - abgerundet worden ist:

-

Raumordnung, Landes- und Regionalplanung

-

Städtebau und Siedlungswesen

-

Bauplanungs- und Bauordnungsrecht

-

Verkehrsplanung/Verkehrsanlagen und Landschaftszerschneidung

-

Wasserwirtschaft, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz

-

Bergbau, Bodenabbau, Abgrabungen

-

Waldbewirtschaftung und Forstplanung

-

Landwirtschaft/Agrarplanung

-

Umweltschutz, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft

-

Bodenordnung

3.

Form des Nachweises

Der Nachweis ist in den 4 Teilbereichen nach Nr. 2 a) durch qualifizierende Prüfungen und in den sonstigen Fächern durch Testate während des Studiengangs, vorzugsweise durch ein Diploma Supplement sowie durch Darlegung des absolvierten Studienspektrums (transcript of records) zu erbringen.

Die Fähigkeit, das Fachwissen zu beherrschen, methodisch anzuwenden und planerischen Anforderungen gerecht zu werden, ist durch eigenständige Arbeiten (z. B. Diplomarbeit, Masterthesis oder sonstige Studienarbeiten) zu belegen.

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildungsabschnitte I bis III des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Einführung in die Verwaltung sowie Information und praktische Mitarbeit bei der unteren Naturschutzbehörde sowie bei der Kommunalverwaltung

(35 Wochen)

}

(64 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Information und praktische Mitarbeit in Fachverwaltungen

(16 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Praktische Mitarbeit und Information bei der obersten Naturschutzbehörde sowie Anfertigen der häuslichen Prüfungsarbeit

(13 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Ausbildungsabschnitte I bis III sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie die andere Ausbildungsformen gemäß § 7 Nr. 3 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 16 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Bis zu 12 weitere Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften und Hospitationen benötigt. Die insgesamt 28 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

64 Wochen nach Nr. 1,

-

28 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen.

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden. In allen Ausbildungsabschnitten ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr übt. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Sitzungen und Verhandlungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften teilnehmen. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse präsentieren. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie das Feedback herauszustellen.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden.

Die Ausbildungsabschnitte I bis III eignen sich besonders für Projektarbeiten und Hospitationen auf Bundesebene sowie bei europäischen Institutionen, in europäischen Mitgliedstaaten oder in der freien Wirtschaft. Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa einer Woche stehen. Die Ausbildung wird durch weitere Lehrgänge und Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 Nr. 3 APO ergänzt. Dies gilt insbesondere für die Vorbereitung der Prüfungen in den beiden fachübergreifenden Fächern „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen“ und „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“. Hospitationen auf Bundesebene sowie bei europäischen Institutionen, in europäischen Mitgliedstaaten oder in der freien Wirtschaft sind dabei erwünscht.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebietes Landespflege

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebietes Landespflege strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der laut Ausbildungsplan eröffneten Flexibilisierungsspanne gestaltet werden. In diesem Rahmen sollen nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

Ab-
schnitte

Dauer
(Wochen)

I

1

1 - 2)*

34

(28 - 36)*

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

-

untere Naturschutzbehörde beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (mind. 16 Wochen)

-

Kommunalverwaltung, insbesondere Grünflächenämter (mind. 8 Wochen)

-

Kreisverwaltung und/oder Regionalverband Saarbrücken

Einführung in die Ausbildung sowie die Verwaltung, die Aufgaben und die Organisation der Fachverwaltungen

Praktische, fachspezifische Ausbildung im Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftspflege;

Grundzüge der Verwaltungspraxis und selbstständige Mitarbeit und Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien;

vertiefende Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens in den einzelnen Aufgabenfeldern sowie der in den Lehrgängen vermittelten Kenntnisse;

Ausweisung von Schutzgebieten und -objekten, Planung und Entwurf in der Landschafts-, Grünordnungs-, Biotop- und Objektplanung, Biotop- und Grünflächenpflege; Artenschutz, Anwendung der Eingriffsregelung in der Bauleit- und Fachplanung sowie bei sonstigen Vorhaben, Förderprogramme, Prüfung von Anträgen, Verfassen von Entwürfen für Genehmigungen, Anordnungen, Bescheide, Stellungnahmen und allgemeiner Schriftverkehr,

Vorbereitung von Ausschreibungsunterlagen, Abwicklung von Aufträgen; Finanzkontrolle, Abrechnung, Kostenfeststellung, Verwendungsnachweisprüfung, Liegenschaftswesen, Einsatz und Anwendung von ADV; Zusammenwirken mit Beiräten, Naturschutzverbänden, Naturschutzbeauftragten, der Naturwacht sowie politischen Entscheidungsgremien; Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen, Geschäftsbetrieb und Bürotechnik, Arbeitsplanung, Ablauforganisation, Personaleinsatz, Personalführung, Beurteilungen, Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Ausschusssitzungen, Scoping- und Anhörungsterminen sowie Abstimmungsgesprächen

II

16

(12 - 18)*

Fachverwaltungen insbesondere

-

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, mit den Geschäftsbereichen „Natur- und Umweltschutz“ und „Wasser“

-

Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung, mit der Abteilung Landentwicklung

-

Fischerei-, Jagd- und Forstbehörde sowie SaarForst Landesbetrieb

-

Straßenbaubehörde beim Landesbetrieb für Straßenbau oder im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV)

Kennenlernen der relevanten Aufgaben, Organisation, Instrumente, Berichtspflichten und Rechtsgrundlagen sowie der Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung und der Aufgaben als Träger öffentlicher Belange bei Fachplanungen.

Beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz insbesondere:

Beratungsaufgaben gegenüber den Behörden und Stellen des Landes, der Kommunen; fachtechnische Unterstützung der obersten Naturschutzbehörde, Projektgruppenarbeit; Kennenlernen von Monitoringverfahren und -aufgaben, der Erstellung von Gutachten, der Erarbeitung von Stellungnahmen gegenüber Aufsichtsbehörden und Gerichten, der Bewertung von Umweltverträglichkeits- und FFH-Verträglichkeitsstudien, Fachplanungen und Speziellen artenschutzrechtlichen Prüfungen (SaP), Teilnahme an Kartierungen, Messungen, Untersuchungen, Probenahmen

III

13

(10 - 18)*

Oberste Naturschutzbehörde und Landesplanungsbehörde

Praktische Ausbildung:
Organisation und Aufgaben der obersten Landesbehörden.

In Vertiefung der Abschnitte I und II:
Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit unter Anwendung der einschlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtlinien; Umweltverträglichkeitsprüfungen, Fördermittel, Vollzug der fachlichen Rechtsvorschriften durch Rechtssetzungsverfahren, Befreiungen, Ausnahmen, Bewilligungen, Erlaubnisse, Zulassungen, Planfeststellungen, Bescheide, Beschlüsse, insbes. in den Bereichen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Landesplanung, der Bauleitplanung und den angrenzenden Fachgebieten.

IV

16

(12 - 18)*

Lehrgänge/Seminare/Arbeitsgemeinschaften/ Exkursionen/Prüfungsvorbereitung

Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung; Management, Mitarbeiterführung, Planung, Entscheidung; Rhetorik, Gesprächsführung; Psychologie.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen.

Allgemeine fachübergreifende Zielsetzungen und Strategien zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

-

Ziele und Notwendigkeit des Umweltschutzes,

-

Umweltschutz als planerische und ordnungsrechtliche Aufgabe,

-

Vorsorge-, Verursacher-, Kooperationsprinzip,

-

Genehmigung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen, Monitoring, Erfolgskontrolle,

-

Grundlagen und technische Regeln,

-

Voruntersuchungen, Planung,

-

Erheben, Beschreiben und Bewerten von Daten,

-

Grundzüge der Verwaltungspraxis.

Fachübergreifende Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Grundlagen des Verwaltungsrechts, Verfassungsrecht, Rechtsstellung der Beamtin/des Beamten, Geheimhaltungs- und Auskunftspflicht, Ordnungsrecht, Strafrecht/Ordnungswidrigkeitenrecht, Bau- und Planungsrecht, Zivilrecht, Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen, Finanzierungsprogramme.

Disziplinarrecht, Personalvertretungsrecht, Haftungsrecht.

Verwaltungsvollstreckung-, verwaltungsgerichtliche Verfahren (Klagearten, Urteile).

Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände.

Vorschriften bezüglich dem freien Zugang zu Umweltinformationen

Grundzüge und Vertiefung der fachbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Nationales, internationales und EU-Recht in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Umweltverträglichkeit, Raumordnung und Landesplanung, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht;

Wasser, Bodenschutz, Abfall, Altlasten,

Immissionsschutz.

Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Energiewirtschaft, Kommunikationstechnik, Bergrecht

Verkehrswesen, Jagd- und Fischereirecht,

(Garten-) Denkmalschutz/-pflege

 

6

 

Häusliche Prüfungsarbeit

 

6

(3 - 6)*

Ausbildungsstationen und Lehrgänge nach freier Wahl oder Stationen für Prüfungsvorbereitung sowie Prüfungszeiten

 

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

*

Bei Nutzung der in Klammern aufgezeigten Flexibilisierungsspannen ist die Gesamtdauer der Ausbildung von 104 Wochen einzuhalten.

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in dem Fachgebiet Landespflege sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Naturschutz und Landschaftspflege

4.

Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

1

5.

Freiraumplanung und Grünordnung

1

6.

Angrenzende Fachgebiete

1

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Naturschutz und Landschaftspflege

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung Rechtsgrundlagen

 

internationale und europäische Regelungen

 

Bundes- und Landesrecht

Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege, Landschaftsplanung

 

Grundlagen, Ebenen

 

Inhalte und Verfahren

 

Umsetzung

Eingriffsregelung

 

Prinzipien

 

Bewertungsfragen

 

Verfahren

Naturschutz und Landschaftspflege und konkurrierende Nutzungen

Biotopschutz, Biotopverbund

 

Grundlagen

 

Programme

 

Konzeptionen

 

Pläne

 

Pflege von Biotopen

 

Vertragsnaturschutz

Biodiversität

Flächen- und Objektschutz

 

Schutzkategorien

 

Verordnungen

 

Satzungen

 

Wirkungen

 

Entschädigungsfragen

NATURA 2000

 

Regelungen

 

Instrumente

 

Vorschriften

Internationaler und nationaler Artenschutz, Artenschutzprogramme, Artenhilfsmaßnahmen

Klimaschutz, Klimawandel mit Bezug zum Naturschutz

Förderprogramme für Naturschutz und Landschaftspflege

 

der EU

 

des Bundes

 

der Länder

 

der Kommunen

Aufgaben und Organisation der Naturschutzverwaltung

Naturschutzverbände und -beiräte und sonstige Naturschutzinstitutionen, Biologische Stationen

Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz

Fach 4:

Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung von Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung

Rechtsgrundlagen der Raumordnung, der Landesplanung und des Städtebaues (einschließlich Bauleitplanung), Rechtsentwicklung des Raumordnungs- und des Bauplanungsrechts

Ziele und Grundsätze von Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

Programme, Pläne und Satzungen

 

Planungsebenen und deren Beziehungen untereinander

 

Inhalte und Verfahren

 

Wirksamkeit

 

Umsetzung

 

Sicherung

 

Vollzugsdefizite

Stadtentwicklung, Stadterneuerung, Städtebauförderung

Prinzip der zentralen Orte / Zentrale-Orte-Konzept

Beiträge der Fachplanungen zu den Gesamtplanungen

Zusammenwirken mit den Fachplanungen, Verhältnis Bundesplanung, Landesplanung, Regionalplanung und Bauleitplanung

MKRO, Leitbilder der Raumordnung, Bund-Länder-Zusammenarbeit

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

Genehmigungs- und Anzeigeverfahren, einschließlich bauaufsichtlicher Verfahren

Integration von Programmen, Plänen und sonstigen Belangen des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Grünordnung

Beziehungen zum Naturschutzrecht

 

Eingriffsregelung

 

UVP

 

Verträglichkeitsprüfung

 

Artenschutz

 

Landschaftsplanung

Herausforderung Demografischer Wandel, Gestaltung von Schrumpfungs- und Alterungsprozessen, Sicherung der Daseinsvorsorge, Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer, Dorfentwicklung, Beteiligungs- und Aktivierungsformen

Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Klimawandel, Energiewende, Ausbau der erneuerbaren Energien

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

Anforderungen an die Entwicklung der (ländlichen) Räume, Instrumente der Landes- und Regionalentwicklung, Kooperationen, Interkommunale Kooperationen, Regionalmanagement, Stadt-Umland-Beziehungen

Metropolregionen

Strukturpolitik für die (ländlichen) Räume, Europäische, nationale und Landes-Förderprogramme, Leader, Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte, Privat-Public-Partnership-Modelle

Raumbeobachtung, Raumordnungskataster

Zuständige Behörden

 

Aufgaben

 

Organisation

 

Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung

Fach 5:

Freiraumplanung und Grünordnung

Aufgaben und Organisation städtischer Grün- bzw. Gartenämter sowie Zusammenarbeit mit anderen Ämtern

Funktionen von Freiräumen und Grünflächen - einschließlich Verbundsystemen - im besiedelten und unbesiedelten Bereich

Programme, Konzeptionen und Pläne für Freiräume, Grünflächen und Einzelobjekte

 

Übernahme in andere Planungen

 

Umsetzung

Naherholungskonzeptionen in Ballungsgebieten

Naturschutz im besiedelten Bereich

Konflikte Naturschutz/Freizeitnutzung, Lösungsmöglichkeiten

Gartendenkmalpflege

Wettbewerbswesen

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Anlage, Schutz und Pflege von Freiräumen und Grünflächen sowie von Einzelobjekten

 

Abwicklung und Kosten

Verdingungswesen

 

Ausschreibung und Vergabe gemäß VOB

Rechtsgrundlagen des Kleingarten- und Friedhofswesens

Verkehrssicherungspflicht, Haftungsrecht

Fach 6:

Angrenzende Fachgebiete

Übersicht über

 

Ziele und Grundsätze

 

Aufgaben

 

Rechtsgrundlagen

 

Organisation

 

Programme und Pläne

 

Instrumente, Verfahren und Verknüpfung zum Naturschutzrecht

 

Planungen und Maßnahmen in Natur und Landschaft

 

Förderinstrumente

 

Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Synergien)

 

Konfliktlösungsstrategien

 

Möglichkeiten der Berücksichtigung von Naturschutz und Landschaftspflege

in den angrenzenden Fachgebieten

 

der Landwirtschaft (einschließlich der Flurbereinigung)

 

der Forstwirtschaft

 

der Wasserwirtschaft

 

der Abfallwirtschaft

 

der Gewinnung von Bodenschätzen

 

des Bodenschutzes

 

des Immissionsschutzes

 

der Energiewirtschaft

 

der Kommunikationstechnik

 

des Verkehrs

 

der Denkmalpflege

 

der Jagd und der Fischerei

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

Gemäß § 16 Abs. 1 APO sollen Management- und Führungsaspekte für die häusliche Prüfungsarbeit einen hohen Stellenwert erhalten. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt deshalb nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen. Eine Abfrage von Hochschulwissen soll nicht vorgenommen werden. Nach Möglichkeit sind Teilaufgaben zu stellen, die das Gerüst für die Gliederung der Arbeit geben. Der überwiegende Teil der Arbeit soll sich mit innovativen Führungsfragen, Weiterentwicklungen, neuen Strategien und Modellen sowie Einführungen in die Praxis befassen. Dabei ist besonderer Wert auf die Präsentation (Abbildungen, Darstellungen, Zusammenfassungen, Bilder, Tabellen) sowie auf die Methodik, die Begründung und auf den sprachlichen Ausdruck zu legen. In der Bewertung erhalten diese vier Aspekte zusammen mit dem Innovationsgehalt ein besonderes Gewicht, so dass die inhaltlich-fachliche Bearbeitung nicht hauptsächlich die Zensur bestimmt. Die Aufgabenstellung hat diese Gewichtung zu berücksichtigen und transparent einzubeziehen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Allgemeine Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Zusätzliche Hilfsmittel sind auf das notwendige Maß zu beschränken. Lange Texte eignen sich in der Regel nicht dafür. Die Hilfsmittel sollen insbesondere Wissensgrundlagen für die Bearbeitung beinhalten, die nicht unbedingt als präsent vorausgesetzt werden können und die in der Verwaltungspraxis in der Regel Führungskräften ebenfalls zur Verfügung stehen (z. B. Gesetzestexte).

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die Vorgaben zur Anfertigung mit PC zu unterrichten.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hinweise

Die Fragestellungen in der mündlichen Prüfung sind auf die Aspekte von § 18 Abs. 1 zu fokussieren. Damit gründet sich die Bewertung neben dem fachlichen Wissen hauptsächlich auf

-

das Verständnis für Management und Führung,

-

das Verständnis für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge,

-

das Urteilsvermögen,

-

die Sicherheit im Auftreten und

-

auf die Ausdrucksfähigkeit.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird am Ende des zweiten Prüfungstages gehalten.

Das gestellte Thema ist in freier Rede sowie mit eigenen Gedanken und Ansätzen aufzubereiten und darzustellen. Bei der Bewertung sind vor allem die Ausdrucksfähigkeit, die Sicherheit im Auftreten, die Überzeugungskraft, die Methodik und die Rhetorik neben dem thematischen Inhalt, dem Aufbau und der Strukturierung zu berücksichtigen.

D. Sondervorschriften des Fachgebietes

MASCHINEN- UND ELEKTROTECHNIK
IN DER VERWALTUNG

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Voraussetzung ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO ein abgeschlossenes wissenschaftliches Studium oder einer vergleichbaren Kombination von Studiengängen - an einer Technischen Hochschule/Universität oder einer Hochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichen Studienangebot.

Darunter ist ein Studium der Fachrichtung

-

Maschinenbau oder

-

Elektrotechnik oder

-

Versorgungstechnik oder

-

Wirtschaftsingenieurwesen mit technischen Vertiefungen in den vorgenannten Fachrichtungen oder

-

auf der Basis von Mathematik, Physik, Chemie, Mechanik vergleichbare Studiengänge

zu verstehen.

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Einzelne Vorgaben zum Wissensspektrum werden bei Bedarf festgelegt.

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

1.

Einstellungsbehörde ist das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport.

2.

Ausbildungsbehörde ist das Amt für Bau und Liegenschaften.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildung gliedert sich in drei Abschnitte. Sie sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Praktische Mitarbeit in Dienststellen, die mit dem Bauen befasst sind, und Hospitationen in Verwaltung und Wirtschaft (ca. 68 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Seminare und Lehrgänge (ca. 12 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Prüfungsvorbereitung und Prüfung (ca. 12 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sind im Ausbildungsabschnitt II (s.o.) enthalten.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

92 Wochen nach Nr. 1 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

In den Ausbildungsabschnitten sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Die Teilnahme an zentralen Fachseminaren ist anzubieten und zu ermöglichen.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebietes Maschinen- und
Elektrotechnik in der Verwaltung

Ausbil-
dungsab-
schnitt

empfohlene
Ausbildungs-
dauer
(Wochen)

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I

44

Untere staatliche und/oder kommunale Baudienststelle nach Möglichkeit mit maschinen- und elektrotechnischer Abteilung

davon möglichst 3 Wochen Hospitation in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen

Allgemeine Angelegenheiten: Aufgaben der Bauverwaltungen, Organisation, Geschäftsbetrieb, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, Personalwesen.

Grundsätze und praktische Mitwirkung bei Planung, Entwurf, Bau, Instandhaltung/Bauunterhalt ggf. Betrieb von maschinen- und elektrotechnischen Anlagen einschließlich kommunikationstechnischen Anlagen, Betriebsführung, Vergabe von Bauleistungen und Leistungen (VOB, VOL), Abnahme, Abschluss und Abwicklung von Bauverträgen und Ingenieurverträgen, Gewährleistung, Arbeitsschutz und Unfallverhütung, Einsatz und Anwendung der Datenverarbeitung.

 

4

Private, staatliche und/oder kommunale Institutionen mit umfangreichen technischen Anlagen z. B. Deutsche Telekom AG, Kliniken, Universitäten, Deutsche Bahn AG (DB)

Hospitation beim Betrieb von maschinen-, elektro- und kommunikationstechnischen Anlagen. Vertiefung betriebsgerechtes Planen und Bauen, Betriebsführung, Betriebswirtschaft, Unfallverhütung, Instandhaltungs-, Inspektions- und Wartungsverträge.

 

3

Versorgungsunternehmen für Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme

Betrieb von Versorgungs- einschließlich Verteilungsanlagen, Energielieferverträge.

 

3

Umweltbehörde, Gewerbeaufsicht

Aufstellung von Genehmigungsbescheiden, Arbeitsschutz, Immissionsschutz.

 

2

Technische Überwachung (z. B. TÜV)

Einführung in die Abnahme und Inspektion überwachungspflichtiger Anlagen, einschlägige gesetzliche Bestimmungen.

 

6

Ministerium für Inneres, Bauen und Sport als technische Aufsichtsbehörde

Arbeitsgebiete: Recht, Verwaltung, Haushalt, Beamtenrecht, Recht der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst, Verfassungsrecht, Bauwirtschaft, Vertragsrecht, Verdingungswesen, Preisprüfung, Prüfung und Begutachtung von Entwürfen maschinen- und elektrotechnischer Anlagen.

noch I

4

Mittlere oder oberste Landesbehörde als Genehmigungsbehörde

Baurecht: Baugenehmigungs- und Zustimmungsverfahren, Bauaufsicht, Gewerbeaufsicht, technischer Arbeitsschutz und Arbeitsrecht, Energieaufsicht, Wasserwirtschaft, Finanzplanung.

 

2

Betrieb und Energieverbrauch überwachende Dienststellen

Betriebsüberwachung, Energiewirtschaft, energiewirtschaftliche Überwachung der Liegenschaften, Datenerfassung und -verarbeitung, Energiekennzahlen.

II

12

 

Lehrgänge; Seminare

III

12

 

Häusliche Prüfungsarbeit; Prüfungsvorbereitung; Prüfungen

 

12

 

Erholungsurlaub

 

104

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO im Fachgebiet Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1

4.

Elektrotechnische Anlagen

1

5.

Maschinen- und verfahrenstechnische Anlagen

1

6.

Sondergebiete der Maschinen- und Elektrotechnik

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Bauplanungsrecht

Bauordnungsrecht

Vorschriften zur Energieeinsparung

Umweltschutzrecht

Gewerberecht

Arbeitsschutzrecht und Unfallverhütung

Ingenieurverträge

Durchführung von Baumaßnahmen

Verdingungswesen

Instandhaltungsverträge

Energielieferungsverträge

Fach 4:

Elektrotechnische Anlagen (einschließlich der jeweils technischen Vorschriften)

Verteilungs- und Schaltanlagen

Versorgungsnetze

Elektroinstallationen

Ersatz- und Eigenstromerzeugung

Grundlagen der Lichttechnik, Beleuchtungsanlagen

Telekommunikationsanlagen

Brandmelde- und Alarmierungsanlagen

Einbruchmelde-/Überfallmeldeanlagen

Zugangskontrollsysteme

Datenverarbeitungsnetze

Elektromagnetische Verträglichkeit

Blitzschutzanlagen

Fach 5:

Maschinen- und verfahrenstechnische Anlagen (einschließlich der jeweils technischen Vorschriften)

Bauphysikalische, meteorologische, wärmephysiologische und hygienische Grundlagen für Heizungs-, Wasser- und Abwasseranlagen sowie für raumlufttechnische Anlagen

Heizungs- und Warmwasseranlagen

Druckbehälter

Brennstoffversorgungsanlagen

Raumlufttechnische Anlagen

Wasser- und Abwasseranlagen

Wasseraufbereitung

Fach 6:

Sondergebiete der Maschinen- und Elektrotechnik (einschließlich der jeweils technischen Vorschriften)

Ökologische Grundsätze

Nachhaltiges Bauen

Rationelle Energieverwendung

Energieträger

Regenerative Energie

Energiemanagement

Betriebsüberwachung

Wärme-Kraft-Kopplung

Verpflegungs- und Küchensysteme

Kältetechnische Anlagen

Feuerlöschanlagen

Förderanlagen

Gebäudeautomation

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus bestehen keine Festlegungen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Folgende Hilfsmittel sind zugelassen:

-

Recknagel-Sprenger-Schramek, Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik ohne digitale Version

-

Hösel-Ayx-Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC werden bei Bedarf festgelegt.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus bestehen keine Festlegungen.

E. Sondervorschriften des Fachgebietes

STÄDTEBAU

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Voraussetzung für die Zulassung zum technischen Referendariat ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO der Nachweis eines abgeschlossenen Studiums (Master oder gleichwertiger Abschluss) einer wissenschaftlichen Hochschule.

Diesen Anforderungen entsprechen u. a. folgende Studiengänge:

-

Studium der Raumplanung mit Schwerpunkt Städtebau/Stadtplanung, Studium der Stadtplanung oder Stadt- und Regionalplanung,

-

Vertiefungsstudium mit Schwerpunkt Städtebau/Stadtplanung (Masterstudiengang) im Rahmen des Studiums der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie), der Landespflege, der Geographie sowie weiterer einschlägiger Studiengänge,

-

Aufbaustudium Städtebau/Stadtplanung im Anschluss an ein Studium der Architektur, des Bauingenieurwesens, des Vermessungswesens (Geodäsie), der Landespflege, der Geographie sowie weiterer einschlägiger Studiengänge.

Es sollen auch Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen werden, welche nachweislich vergleichbare Qualifikationen - z. B. im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit - erworben haben.

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Das Studium soll fundamentale Kenntnisse in den Wissensbereichen vermitteln, die für Analyse und Gestaltung von städtebaulichen und raumbezogenen Entwicklungsprozessen elementar sind. Dazu zählen u. a. die nachfolgenden Ausbildungsinhalte:

a)

Ökonomische und soziologische Grundlagen einer nachhaltigen Stadt-, Regional- und Landesplanung

-

Regionale Strukturpolitik

-

Soziologische Grundlagen

-

Einzel- und gesamtwirtschaftliche Grundlagen

-

Developer-Rechnung

-

Immobilienmärkte und Immobilienentwicklung

b)

Theorie und Kontext der räumlichen Planung

-

Aufgaben der räumlichen Planung im gesellschaftlichen Kontext

-

Politische Entscheidungen und räumliche Steuerung

-

Politik und Verwaltung im Mehrebenensystem

c)

Methoden, Verfahren und Instrumente der räumlichen Planung

-

Methoden der Raumplanung

-

Verfahren und Instrumente (zur nachhaltigen Stadtentwicklung)

-

Management und Kommunikation

d)

Städtebaulicher Entwurf

-

Städtebauliche Gestaltung und ihre Darstellung

-

Bebauungsplanung

-

Morphologie und Typologie

-

Visualisierung von Planungen

e)

Geschichte der Siedlungsentwicklung und des Städtebaus

-

Geschichte der Siedlungsentwicklung und des Städtebaus in Stadt und Land

-

Denkmalpflege

f)

Rechtliche Grundlagen

-

Allgemeines Verfassungsrecht

-

Allgemeines Verwaltungsrecht

-

Bau- und Planungsrecht

-

Raumordnungsrecht

-

Bodenrecht

-

Fachplanungsrecht

-

Besonderes Städtebaurecht (insbesondere Stadterneuerung)

-

Europäisches Raumplanungsrecht

g)

Natürliche Voraussetzungen und technische Elemente der Stadt-, Regional- und Landesplanung

-

Grundlagen des Ökosystems

-

Landschaft und Umwelt

-

Umwelt und Ressourcen, u. a. Energie

-

Verkehr und Mobilität, Logistik und Wirtschaftsverkehr

-

Immobilienmärkte und Immobilienentwicklung

-

Gebäudelehre

h)

Statistik und E-Planning

-

Empirische Erhebungsmethoden

-

Qualitative und quantitative Methoden der Datenerhebung

-

Descriptive Statistik

-

Internetgestützte Planungskommunikation

3.

Form des Nachweises

Die Fähigkeit, das Fachwissen auf dem Gebiet der Stadt- und Regionalplanung methodisch anzuwenden, Kreativität zu entwickeln und gestalterischen Anforderungen gerecht zu werden, ist durch Entwurfsarbeiten und eine das Studium abschließende Masterarbeit/Diplomarbeit zu belegen. Diese Arbeiten sollen überwiegend konzeptionelle Inhalte haben sowie überwiegend und erkennbar eigenständig bearbeitet worden sein. In den Arbeiten soll die Fähigkeit gezeigt werden, verschiedene Wissensgebiete miteinander zu verknüpfen.

Artikel 2

Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde und
Ausbildungsstellen

1.

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport.

2.

Ausbildungsstellen sind die staatlichen bzw. kommunalen Bauverwaltungen oder Planungsträger.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis III

Die Ausbildungsabschnitte I bis III des Referendariats werden wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I* :

Geschichte des Städtebaues, Stadtplanung und Stadtentwicklung, Technische Elemente des Städtebaus, Fachrecht (I)

(50 Wochen)

}

(64 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Raumordnung, Fachrecht (II)

(10 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Wahlweise Vertiefung der Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte I oder II

(4 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 18 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 10 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 28 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt IV“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Abschnitten I bis III angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

64 Wochen nach Nr. 1

-

28 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

*

Die Ausbildungsleiter sollen darauf achten, dass im Ausbildungsabschnitt I jeweils mindestens eine berufspraktische Arbeit in den Prüfungsfächern Stadtplanung, technische Elemente und Fachrecht erstellt wird.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

Das technische Referendariat mit seinen drei Ausbildungsabschnitten umfasst für:

Abschnitt I:

Projektarbeit, Mitarbeit in Stadt oder Kreis oder bei einem Planungsträger (das schließt Hospitationen in Planungsbüros, in der Wohnungswirtschaft oder bei einem Projektentwickler ein)

Abschnitt II:

Projektarbeit, Mitarbeit im Regionalverband, einem Landesministerium oder bei dem für Städtebau/Stadtentwicklung zuständigen Bundesministerium

Abschnitt III:

Wahlweise in einer Dienststelle des Abschnitts I oder II

In den Ausbildungsabschnitten I bis III sind besondere Gestaltungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen.

Die fachlichen Inhalte der Ausbildungsabschnitte I bis III sind dem Ausbildungsplan des Fachgebietes Städtebau (siehe Artikel 5) zu entnehmen.

Darüber hinaus ist in den Ausbildungsabschnitten I bis III besonderer Wert auf Abschnitts- oder Vertiefungsarbeiten mit eigenständigem Vertreten der Arbeitsergebnisse sowie auf integrierte Arbeitsansätze und ressortübergreifende Teamarbeit zu legen. Die Referendarin oder der Referendar soll sich dabei in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnen. Hospitationen bei Behörden mit EU-Bezug oder aus der Grenzregion Saar-Lor-Lux sind zu unterstützen.

Der Referendarin bzw. dem Referendar ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen und Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt IV)

Die Ausbildung wird durch mehrere Fachlehrgänge und einen ca. zweimonatigen Lehrgang bei einem Institut für Städtebau in Berlin ergänzt. Letzterer kann nach Abstimmung mit den Ausbildungsbehörden auch durch die Teilnahme am Interdisziplinären Seminar für die Baureferendare (ISB) an der Technischen Universität München ersetzt werden. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I - III durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebietes Städtebau

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebietes Städtebau strukturiert als allgemeingültiges Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der in Artikel 4 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Bedarfe und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars gefördert werden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte flexibel gestaltet werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden. Feedback-Gespräche sind am Anfang und Ende der Ausbildungsabschnitte und jeweils alle drei Monate durchzuführen und die Niederschriften der Ausbildungsakte beizugeben.

Ausbildungs-
abschnitte und
Dauer

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I - III

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln.

Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.

Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden.

Zur Stärkung der Kompetenz zum geltenden Gemeinschaftsrecht und der Kohäsions- und Strukturpolitik der Europäischen Union (EU) sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

I

Geschichte des Städtebaues, Stadtplanung und Stadtentwicklung

Technische Elemente des Städtebaus

Fachrecht I

50 Wochen

Stadt, Regionalverband Saarbrücken, Planungsamt bzw. -abteilung, Bauaufsichtsamt, übergreifende Ämter für Hochbau, Verkehr, Ver- und Entsorgung, Landschaftspflege und Grünordnung, Liegenschaftswesen, Leitung des Planungs- bzw. Baudezernats und anderer Dezernate; ggfs. Wohnungsbauträger, öffentl. Betriebe, Projektentwickler, Planungsbüros

Aufgaben, Organisation, Abläufe/Prozesse und Rechtsgrundlagen von Kommunalverwaltungen

Aufgaben, Organisation, Abläufe/Prozesse und Rechtsgrundlagen kommunaler Dezernate

Leitung des Planungs- bzw. Baudezernats, politische Gremien, Personalwesen.

Entwicklungs- und Bauleitplanung

Stadtentwicklungsprogramme, Vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung, Bestandsaufnahme, Analyse, Bedarfsprüfung, Entwurf, städtebauliche Wettbewerbe, Öffentlichkeitsbeteiligung, Verfahren, Abwägung.

Planverwirklichung

Bodenverkehr, Bodenordnung, Bauordnungswesen, Liegenschaftswesen.

Fachplanungen und ihre städtebauliche Integration

Städtebauförderung, Wohnungswesen, Hochbau, Verkehr (öffentlicher Nah- und Individualverkehr, Straßenplanung), Ver- und Entsorgung, Umweltschutz - Luftreinhaltung, Lärmschutz, Wasser- und Bodenschutz, Naturschutz, Landschaftspflege und Grünordnung.

Einsatz und Anwendung der Datenverarbeitung bei städtebaulichen Planungen

Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

II

Raumordnung

Fachrecht II

10 Wochen

Regionalverband Saarbrücken, Land, Bund

Aufgaben und Organisation der übergemeindlichen Behörden und übergreifenden Ämter, Raumordnung,

Landesplanung,

Regionalplanung,

Städtebau,

Bauordnungswesen,

Genehmigung der Bauleitplanung,

Naturschutz und Landschaftspflege,

Umweltschutz,

Wasserwirtschaft,

Denkmalpflege,

Gesetze, Verordnungen und Richtlinien für die Planung

Die Referendarin oder der Referendar soll aktiv zu praktischen Arbeiten herangezogen werden.

III

Wahlweise Vertiefung der Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte I oder II

4 Wochen

Wahlweise im Bereich der Ausbildungsstellen des Abschnitts I oder des Abschnitts II und/oder bei einer kommunalen/ regionalen Stelle im europäischen Nachbarland

 

IV

Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

28 Wochen

verschiedene

Im Rahmen eines Einführungslehrgangs sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (z. B. Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.

Allgemeines Verwaltungsseminar und fachbezogene Verwaltungsseminare die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten durchgeführt werden können.

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.

Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO (z. B. Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen).

Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten.

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),

schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften (4 Wochen).

Lehrgänge

 

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in dem Fachgebiet Städtebau sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Raumordnung

1

4.

Geschichte des Städtebaus, Stadtplanung und Stadtentwicklung

5.

Technische Elemente des Städtebaues

1

6.

Fachrecht

1

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Raumordnung

Landes- und Regionalplanung

Geschichte der Raumplanung und Raumordnung in der Bundesrepublik

Entwicklung Besiedlung, ihre Ursachen und Wirkungen

Arbeitsmethoden

Planungselemente und Raumkategorien

Aufgaben und organisatorischer Aufbau der Raumordnung und Landesplanung in der Bundesrepublik Deutschland sowie der europäischen Union

Raumrelevante europäische Strukturprogramme

Raumordnungsgesetz und Bundesraumordnungsprogramme

Landesplanungsgesetz und seine Durchführungsverordnung, Landesentwicklungsgesetz

Programme und Pläne der Landesentwicklung und Regionalplanung

Aufgaben der Planungsebenen und Fachdienststellen sowie ihr Verhältnis zueinander

Planarten und -inhalte, Wirkungsbereiche, Aufgabenträger, Beteiligte

Probleme und Konfliktstellen der Planung und die Verwirklichung raumordnerischer Ziele

Raumordnungs-Projekte (z. B. Regionalpark, regionales Wohnungsbauprogramm, regionales Einzelhandelskonzept)

Fach 4:

Geschichte des Städtebaus, Stadtplanung und Stadtentwicklung

Geschichte des Städtebaues

 

Epochen des Städtebaues und ihre Charakteristika, vor allem seit dem Entstehen der Industriegesellschaft

 

Städtebauliche Theorien und Leitbilder, insbesondere seit dem 19. Jahrhundert

 

Geographische, soziale, wirtschaftliche, technische und politische Faktoren der Siedlungsentwicklung und des Städtebaues in der Geschichte

Stadtplanung und Stadtentwicklung

 

Begriffe und Ziele

 

Ordnungselemente, Funktionsbereiche, Infrastruktur und Standortkriterien

 

Städtebauliche Systeme, Bebauung/Freiraum, Gebäudetypen insbesondere des Wohnungsbaues, öffentliche und private Einrichtungen

 

Stadtgestaltung

 

Städtebauliche Erneuerung (Sanierung, Modernisierung)

 

Entwicklungsmaßnahmen

 

Verträge über stadtplanerische Leistungen

 

Wettbewerbswesen, Workshops

 

Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsverfahren, Quartiersarbeit

Integration von Fachplanungen

 

Umweltverträglichkeit der Planung

 

Naturschutz und Landschaftspflege

 

Landschaftsplanung und -gestaltung

 

Agrarstruktur

 

Städtebauliche Denkmalpflege

EDV und IT in der Stadtplanung und Stadtentwicklung

Fach 5:

Technische Elemente des Städtebaus

Verkehr

 

Bedeutung des Verkehrs im Städtebau, Wechselwirkungen

 

Verkehrsarten, Verkehrsnetze

 

Verkehrsuntersuchungen (Zählungen, Analysen, Prognosen)

 

Generalverkehrsplanung, Mobilitätsmanagement, Verkehrssystemmanagement

 

Grundzüge des Wasser-, Schienen- und Straßenverkehrs

 

Öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr

 

Nichtmotorisierter Verkehr

Erschließungssysteme und ihre Elemente, Ruhender Verkehr, Wirtschaftsverkehr inkl. Wirtschaftlichkeitsfragen der Erschließung

Grundzüge der Versorgung mit Wasser und Energie, Abwasser- und Abfallbeseitigung

Technischer Umweltschutz in Bezug auf Städtebau in den Grundzügen

 

der Luftreinhaltung

 

des Lärmschutzes

 

des Gewässer- und Bodenschutzes

 

des Klimaschutzes und der Klimaanpassung

Fach 6:

Fachrecht

Planungsrecht, insbesondere

 

Baugesetzbuch unter besonderer Beachtung der Bauleitplanung, der Sicherung der Bauleitplanung, der Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung sowie der Grundzüge der Bodenordnung, der Enteignung, der Erschließung, der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen, der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen, der Erhaltungssatzung und der städtebaulichen Gebote

 

Baunutzungsverordnung, Planzeichenverordnung

 

Bauordnungsrecht und seine DVO in seinen städtebaurelevanten Teilen

Fachplanungsrecht, vor allem in seinen Beziehungen zu Städtebau und Bauleitplanung (Planfeststellungsverfahren) in den Grundzügen der folgenden Gesetze und Bestimmungen

 

Bundeswasserstraßengesetz

 

Luftverkehrsgesetz

 

Bundesfernstraßen-, Landesstraßen- und Wegegesetz

 

Energiewirtschaftsgesetz, Telegrafenwegegesetz

 

Abfallwirtschaftsgesetz

 

Wasserhaushaltsgesetz und Landeswassergesetz

 

Bundesnaturschutzgesetz, Naturschutzgesetz des Landes

 

Bundeswaldgesetz

Sonstige Rechtsnormen mit Bezug zur Stadtentwicklung, insbesondere

 

Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung

 

Bundesimmissionsschutzgesetz und sonstige Umweltschutzbestimmungen

 

Denkmalschutzgesetz des Landes

 

Flurbereinigungsgesetz

 

Bundeskleingartengesetz

 

Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

 

Kommunalabgabengesetz und kommunales Satzungsrecht

 

Vertragswesen (HOAI) sowie sonstige Verträge über stadtplanerische Leistungen

 

Nachbarrecht, Urheberrecht,

 

Kammerwesen

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

Gemäß § 16 Abs. 1 APO sollen Managementaspekte im Rahmen der häuslichen Prüfungsarbeit einen hohen Stellenwert erhalten. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt deshalb nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen. Bearbeitung von hochschulspezifischen Themenkomplexen ist nicht vorgesehen. Der überwiegende Teil der Arbeit soll sich konzeptionell mit Strategien, neuen Modellen und Einführungen in die Praxis sowie mit Finanzierungs-, Verfahrens- und Organisationsfragen befassen. Neben der inhaltlich-fachlichen Bearbeitung sind Methodik, Begründung, sprachlicher Ausdruck und Präsentation angemessen zu berücksichtigen.

Auf die gemäß § 16 Abs. 4 bis 6 bestehenden Möglichkeiten, die häusliche Prüfungsarbeit auf Antrag durch eine Abschnitts- oder Projektarbeit, durch Teilnahme an dem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin ausgeschriebenen Schinkel-Wettbewerb bzw. durch zwei zusätzliche schriftliche Arbeiten zu ersetzten, wird explizit hingewiesen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Allgemein zulässige Hilfsmittel sind

-

Bundesraumordnungsgesetz

-

Baugesetzbuch

-

Baunutzungsverordnung

-

Planzeichenverordnung

-

Landesplanungsgesetz

-

Landesbauordnung

Zusätzliche Hilfsmittel sind unter dem Aufgabentext in vollem Wortlaut (ohne Kurzbezeichnungen) aufzuführen.

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Gemäß § 17 Abs. 6 hat der Prüfungsausschussleiter Städtebau am 10. November 2011 mit Wirkung vom 1. Januar 2012 festgelegt, dass die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit PC bearbeitet werden können.

Werden die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit einem PC angefertigt, sind hierzu die im Merkblatt für die Referendarinnen oder Referendare beschriebenen technischen Umgebungsbedingungen durch die Ausbildungsbehörde sicher zu stellen. Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die Umgebungsbedingungen zu unterrichten.

Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht können auch in der herkömmlichen analogen Arbeitsweise erstellt werden, wenn die Referendarin oder der Referendar eine Woche vor dem Prüfungstermin für alle vier schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht eine schriftliche Erklärung abgibt, dass sie oder er auf eigenen Wunsch auf die PC-Benutzung verzichtet.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hinweise

Die Fragestellungen in der mündlichen Prüfung sind auch unter dem Gesichtspunkt von § 18 Abs. 1 zu formulieren. Damit gründet sich die Bewertung auch auf

-

das Verständnis für Management und Führung,

-

das Verständnis für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge,

-

das Urteilsvermögen, Konsistenz der Argumentation,

-

die Sicherheit im Auftreten, Überzeugungskraft und

-

auf die Ausdrucksfähigkeit.

Das fachliche Wissen als Grundlage für diese Bewertungsschwerpunkte ist entsprechend gewichtet zu berücksichtigen.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird am zweiten Prüfungstag gehalten.

Das Thema ist in freier Rede vorzutragen. Als Hilfsmittel wird der Referendarin oder dem Referendar ein Thema genannt, das mit eigenen Gedanken und Ansätzen aufzubereiten und darzustellen ist. Bei der Bewertung sind vor allem die Ausdrucksfähigkeit, die Sicherheit im Auftreten, die Überzeugungskraft, die Methodik und die Rhetorik neben dem thematischen Inhalt, dem Aufbau und der Strukturierung des Kurzvortrages zu berücksichtigen.

F. Sondervorschriften des Fachgebietes

STRASSENWESEN

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat in dem Fachgebiet Straßenwesen ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studiengangs Bauingenieurwesen oder eines vergleichbaren Studiengangs unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO .

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Mit den unter Nr. 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende folgende Wissensspektrum nachgewiesen wird:

a)

Grundlagenwissen (mathematisch-naturwissenschaftliche Studieninhalte)

In Bezug auf das technische Referendariat sind grundlegendes Fachwissen und die Befähigung zu dessen wissenschaftsmethodischer Anwendung in mindestens folgenden Fächern nachzuweisen:

-

Höhere Mathematik

-

Mechanik

-

Physik einschließlich der fachbezogenen Bereiche

-

Informatik

-

Geometrie

-

Chemie

-

Geologie

b)

Fachwissen (berufsfeldbezogene Studieninhalte)

Fachkenntnisse sowie die Fähigkeit zur Lösung von Fachaufgaben nach wissenschaftlichen Grundsätzen sind in den folgenden Schwerpunktdisziplinen nachzuweisen, und zwar in einem für das konsekutive Masterstudium vorgegebenen Mindestumfang der Module:

-

Grundbau und Bodenmechanik

-

Baustatik

-

Vermessungskunde

-

Baustoffkunde

-

Baukonstruktionslehre

-

Grundzüge des Konstruktiven Ingenieurbaus oder Stahlbau oder Massivbau

-

Grundzüge des Verkehrswesens

c)

Fachbezogenes Ergänzungswissen

Das Studium muss (z. B. durch Wahlmodule) die Möglichkeit bieten, ergänzende Grundkenntnisse in folgenden Bereichen zu erwerben:

-

Führungstechnik/Management

-

Betriebswirtschaft

-

Rechtswissenschaften

-

Umweltschutz

-

Sprachen

-

Maschinenbau oder Elektrotechnik

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Einführung)

(16 Wochen)

}

(68 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Vorbereitung und Durchführung von Straßenbauvorhaben

(24 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Raumplanung und städtische Infrastruktur

(12 Wochen)

Ausbildungsabschnitt IV:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Vertiefung)

(16 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 (Artikel 6) sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 12 Wochen erforderlich. Weitere 12 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst. Hospitationen sollen in den Ausbildungsabschnitten I bis IV angeboten werden.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

68 Wochen nach Nr. 1,

-

24 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

In den Ausbildungsabschnitten I bis IV ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingangspost beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Als zu erlernende Qualifikation sind dabei herauszustellen: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa 4 Wochen Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch allgemeine und fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen) zu vertiefen. Zusätzlich ist ein Seminar zur Vertiefung technischer Themen der Prüfungsfächer 5 und 6 (2 Wochen) zu absolvieren.

Die Seminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden.

Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es kann dafür auch eine gebündelte Ausbildung in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchgeführt werden.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebiets Straßenwesen

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebiets Straßenwesen strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der in Artikel 4 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-
abschnitte und
Dauer

Ausbildungsstellen

Ausbildungsinhalte

I - IV

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

alle

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.

Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.

Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen

I

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Einführung)

16 Wochen

Landesbetrieb für Straßenbau

Rechtsgrundlagen, Aufgaben und Organisation der Straßenbauverwaltung in Bund, Ländern und Kommunen sowie deren Zusammenwirken

Aufgaben, Organisation, Geschäftsbetrieb und Bürotechnik der Unteren Ebene der Straßenbauverwaltung

Grundsätze des Verwaltungshandelns in verwaltungstechnischer und rechtlicher Hinsicht

Lenkung der Planung, Durchführung und Kontrolle allgemeiner Aufgaben und technischer Vorhaben in der Verwaltung (Controlling)

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei Planung, Baudurchführung und Betrieb

Praxis der Personalführung einschließlich Personalbeurteilung

Personal- und Sozialrecht: Beamtengesetze, Laufbahnvorschriften, Disziplinarrecht; Tarifverträge des Bundes und der Länder

Verantwortung und Haftung im öffentlichen Dienst, Regress

Personalvertragsrecht

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes und der Länder

Straßenverwaltung

Straßenrecht

Straßenunterhaltung

Verkehrssicherheit

Straßenbetrieb

II
Vorbereitung und Durchführung von Straßenbauvorhaben
24 Wochen

Landesbetrieb für Straßenbau

Straßenplanung und -entwurf:

 

Linienbestimmung

Umweltverträglichkeit und Naturschutzuntersuchungen

Immissionsschutz

Flächensicherung

Planfeststellung

Grunderwerb

Enteignung

Flurbereinigung

Bauvorbereitung und -durchführung

 

Ausschreibung und Vergabe nach VOB, VOL, VOF

Bauvertragsrecht

Baupreisrecht

Verantwortung bei Planung und Durchführung von Baumaßnahmen (Baubevollmächtigter)

Bauaufsicht und Bauleitung

Arbeitssicherheit

Straßenbautechnik

Straßenausstattung

Konstruktiver Ingenieurbau

Güteüberwachung

III

Raumplanung und städtische Infrastruktur

12 Wochen

Ministerium für Inneres, Bauen und Sport

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz

Stadtverwaltung

Verkehrsbetriebe (Deutsche Bahn, Saarbahn GmbH, VGS mbH)

Eisenbahn-Bundesamt

Aufgaben und Organisation der kommunalen Selbstverwaltung

Raumordnung

Bauleitplanung

Bauordnungsrecht

Erschließung in Kommunen

Bodenordnung

Landesbauordnung

Kommunaler Tiefbau

Kommunale Verkehrsplanung

Kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe

Verkehrsbetriebe

Aufgaben und Organisation anderer techn. Fachverwaltungen

Grundzüge des Wasserrechts und der Wasserwirtschaft

Grundzüge des Eisenbahnrechts

IV

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften (Vertiefung)

16 Wochen

Ministerium für Wirtschaft, Energie und Verkehr

Aufgaben, Organisation, Geschäftsbetrieb und Informationstechnik der mittleren und/oder höheren Ebene der Straßenbauverwaltung

Grundzüge des Staats-, Verwaltungs- und Privatrechts

Staatshaftung

Lenkung der Planung, Durchführung und Kontrolle allgemeiner Aufgaben und technischer Vorhaben in der Verwaltung (Controlling)

Internationale und supranationale Institutionen

Grundzüge der Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Grundsätze der Aufbau- und Ablauforganisation

Personalplanung, Stellenbemessung und -bewertung, Personalmanagement

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes und der Länder

Raumordnungsrecht (Vertiefung)

Planungsmethodik

Bedarfsplanung und Ausbaupläne

Straßenfinanzierung

Fachplanungen anderer Fachverwaltungen

Straßenbaurecht (Vertiefung und Grunderwerb)

V

Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

24 Wochen

Fachgebiets- und ggf. länderübergreifende Lehrgänge, Arbeitsgemeinschaften o. ä. bei Fortbildungseinrichtungen der Länder

(insgesamt 12 Wochen)

Einführungslehrgang (4 Wochen). Im Einführungslehrgang sollen erste Kommunikations- und Managementkompetenzen vermittelt werden (z. B. Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Visualisierung und Moderation), die in den Ausbildungsabschnitten und den weiteren Lehrgängen auszubauen sind.

Allgemeine und fachbezogene Verwaltungsseminare (4 Wochen).

Fachbezogene technische Seminare (2 Wochen).

Über mehrere Ausbildungsstellen verteilte Referendarinnen oder Referendare sollen in den für einen Ausbildungsabschnitt erforderlichen fachlichen Grundlagen gemeinsam unterrichtet werden. Dieser einführende Unterricht sollte möglichst zu Beginn des Ausbildungsabschnitts vermittelt werden.

Besondere Lehrgänge und Seminare sollen eine theoretische Ausbildung in Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit beinhalten.
Seminare sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO (z. B. Planspiele, e-Learning, Blended-Learning, Arbeitsgemeinschaften und Übungen in freier Rede, Assessment-Center-Trainingseinheiten sowie Exkursionen) (2 Wochen).

 

Ausbildungsbehörde (12 Wochen)

Häusliche Prüfungsarbeit (6 Wochen),

schriftliche Arbeiten unter Aufsicht und mündliche Prüfungen einschließlich Prüfungsvorbereitungen (6 Wochen).

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in dem Fachgebiet Straßenwesen sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

4.

Raumplanung und städtische Infrastruktur

1

5.

Straße und Verkehr

1

6.

Ingenieurbauwerke

1

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

Straßenrecht

Rechtsgrundlagen

 

Bundesfernstraßengesetz

 

Straßengesetz des Landes

 

Ergänzende Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Straßenlasten

 

Straßenbaulast

 

Verkehrssicherungspflicht

 

Reinigungs-, Streu- und Beleuchtungspflicht

Die Straße als öffentliche Sache

 

Straßenbestandteile und -zubehör

 

Nebenanlagen und Nebenbetriebe

 

Widmung, Umstufung und Einziehung

 

Eigentum an der Straße

 

Straßenverzeichnis, Nummerierung

Straßengebrauch

 

Gemeingebrauch

 

Sondernutzung und Gestattung

 

Zufahrten

 

Versorgungsleitungen und Telekommunikationslinien

 

Anliegerrechte

Anbau und Nachbarrecht

 

Anbau

 

Außenwerbung

 

Schutzvorschriften

 

Nachbarrechte bei Straßen

Kreuzungsrecht

 

Kreuzungen und Einmündungen von Straßen

 

Kreuzungen von Eisenbahnen, Wasserwegen und Straßen

Recht der Planung, Grunderwerb

 

Bestimmung der Linienführung

 

Flächensicherung

 

Planfeststellung

 

Grunderwerb, Enteignung, Besitzeinweisung

 

Entschädigung

 

Flurbereinigung

Rechtsgrundlagen der Ingenieur- und Bauverträge

 

Honorarordnung (HOAI)

 

Verdingungswesen (VOB)

 

Bauvertragsrecht

 

Verantwortung der am Bau Beteiligten

Straßenverkehrsrecht

 

Rechtsquelle (StVG, StVO, StVZO)

 

Zuständigkeiten

Grundzüge benachbarter Rechtsgebiete

 

Eisenbahnrecht

 

Wasserstraßenrecht

 

Wasserrecht

 

Naturschutzrecht

 

Denkmalschutz

 

Abfallgesetzgebung

 

Gefahrgutverordnung

 

Umweltrecht

Fach 4:

Raumplanung und städtische Infrastruktur

Raumordnung, Landes- und Stadtplanung

 

Raumordnungsgrundsätze des Bundes und der Länder

 

Zielvorstellungen der Raumordnung und Verkehrspolitik

 

Raumordnungs- und Verkehrsentwicklungsprogramme, Regionalpläne

 

Raumordnung und Fachplanung

 

Planungsrecht (Raumordnungsgesetz, Landesplanungsgesetz, Baugesetzbuch,
Baunutzungsverordnung, Planzeichenverordnung)

 

Bauordnungsrecht

 

Landesbauordnung

 

Beteiligung im Baugenehmigungsverfahren

Städtische Infrastruktur

 

Verkehrsentwicklungsplanung (öffentlicher, individueller und ruhender Verkehr)

 

Stadtstraßen und Schienenbahnen (ÖPNV)

 

Wasserversorgung und Stadtentwässerung

 

Stadtreinigung (Straßenreinigung und Müllbeseitigung)

 

Stadtbetriebe

Fach 5:

Straße und Verkehr

Bedarfsplanung

 

Ermittlung des Straßenbedarfs

 

Bedarfs- und Ausbaupläne

 

Bundesverkehrswegeplanung

Straßenfinanzierung

Rechtliche Absicherung von Straßenplanungen

Straßenplanung

 

Integrierte Netzgestaltung

 

Grundlagen der Straßenplanung

 

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

 

Umweltverträglichkeit und Naturschutz

 

Immissionsschutz

 

Nebenanlagen

 

Technische Regelwerke

Straßenbautechnik

 

Straßenbeanspruchung

 

Straßenbefestigungen

 

Bauverfahren und Bauweisen

 

Straßenbaustoffe

 

Technische Regelwerke, Gütesicherung

 

Historischer Straßenbau

 

Straßenbauforschung

Bauvorbereitung und Baudurchführung

Bauen unter Verkehr

Straßenverkehrstechnik

 

Verkehrssicherheit

 

Unfallauswertung

 

Verkehrsmanagement

 

Telematik

Straßenerhaltung

 

Erhaltungsmanagement

 

Erhaltungsstrategien

 

Baustoffe und Bauweisen

Betriebsmanagement

 

Aufgaben des Betriebsdienstes

 

Organisation und Steuerung des Betriebsdienstes

 

Fahrzeug- und Gerätetechnik

 

Betriebskostenrechnung, Mittelbewirtschaftung

Fach 6:

Ingenieurbaukunde

Entwurf von Ingenieurbauwerken

 

Konstruktion und Bemessung

 

Gestaltung

 

Wirtschaftlichkeit

 

Ausstattung

Bauverfahren und Bauweisen

Bauvorbereitung und Durchführung

Prüfung von Ausführungsunterlagen

Erhaltung von Ingenieurbauwerken

 

Überwachung und Prüfung

 

Wartung

 

Instandsetzung

 

Erneuerung

 

Ertüchtigung

 

Bauwerksmonitoring

Normen und Technische Regelwerke

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

Gemäß § 16 Abs. 1 APO sollen Management- und Führungsaspekte für die häusliche Prüfungsarbeit einen hohen Stellenwert erhalten. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt deshalb nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen. Eine Abfrage von Hochschulwissen soll nicht vorgenommen werden. Nach Möglichkeit sind Teilaufgaben zu stellen, die das Gerüst für die Gliederung der Arbeit geben. Der überwiegende Teil der Arbeit soll sich mit innovativen Führungsfragen, Weiterentwicklungen, neuen Strategien und Modellen sowie Einführungen in die Praxis befassen. Dabei ist besonderer Wert auf die Präsentation (Abbildungen, Darstellungen, Zusammenfassungen, Bilder, Tabellen) sowie auf die Methodik, die Begründung und den sprachlichen Ausdruck zu legen. In der Bewertung erhalten diese vier Aspekte zusammen mit dem Innovationsgehalt ein besonderes Gewicht, so dass die inhaltlich-fachliche Bearbeitung nicht hauptsächlich die Zensur bestimmt. Die Aufgabenstellung hat diese Gewichtung zu berücksichtigen und transparent einzubeziehen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hilfsmittel

Allgemeine Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Zusätzliche Hilfsmittel sind auf das notwendige Maß zu beschränken. Lange Texte eignen sich in der Regel nicht dafür. Die Hilfsmittel sollen insbesondere Wissensgrundlagen für die Bearbeitung beinhalten, die nicht unbedingt als präsent vorausgesetzt werden können und die in der Verwaltungspraxis in der Regel Führungskräften ebenfalls zur Verfügung stehen (z. B. Gesetzestexte).

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Gemäß § 17 Abs. 6 hat der Prüfungsausschussleiter Straßenwesen grundsätzlich zugestimmt, dass die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit PC bearbeitet werden.

Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die Vorgaben zur Anfertigung mit PC zu unterrichten.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachgebietsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachgebietsbezogene Hinweise

Die Fragestellungen in der mündlichen Prüfung sind auf die Aspekte von § 18 Abs. 1 zu fokussieren. Damit gründet sich die Bewertung hauptsächlich auf

-

das Verständnis für Management und Führung,

-

das Verständnis für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge,

-

das Urteilsvermögen,

-

die Sicherheit im Auftreten und

-

auf die Ausdrucksfähigkeit.

Das fachliche Wissen als Grundlage für diese Bewertungsschwerpunkte ist entsprechend gewichtet ergänzend zu berücksichtigen.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird am Ende des zweiten Prüfungstages gehalten.

Das Thema ist in freier Rede vorzutragen. Als Hilfsmittel wird der Referendarin oder dem Referendar ein Presseartikel zur Thematik zur Verfügung gestellt. Dieser Presseartikel ist nur die Grundlage für den Vortrag, der somit nicht etwa die Zusammenfassung oder Wiedergabe des Artikels ist. Vielmehr ist das Thema mit eigenen Gedanken und Ansätzen aufzubereiten und darzustellen. Bei der Bewertung sind vor allem die Ausdrucksfähigkeit, die Sicherheit im Auftreten, die Überzeugungskraft, die Methodik und die Rhetorik neben dem thematischen Inhalt, dem Aufbau und der Strukturierung zu berücksichtigen.

G. Sondervorschriften des Fachgebietes

UMWELTTECHNIK

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist unter den Vorgaben von § 2 Abs. 1 APO der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlich-technischen Studiums der Studiengänge:

Biochemie, Chemie/Chemietechnik, Geoökologie/Hydrogeologie, Umwelttechnik/Umweltingenieurwesen/Umweltwissenschaften.

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Die Voraussetzung wird mit einem Diplom- oder Masterabschluss an einer wissenschaftlichen Hochschule erfüllt. Entsprechendes gilt für einen akkreditierten Masterabschluss an einer Fachhochschule.

Die Einstellungsbehörde entscheidet im Einzelfall, ob und welcher weitere Studiengang als geeignet anerkannt werden kann. Geeignet sind insbesondere Studiengänge mit vergleichbarer naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung.

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

(19 Wochen)

}

(68 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Immissions-, Klima- und Naturschutz

(10 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

(19 Wochen)

Ausbildungsabschnitt IV:

Praktikum/Hospitationen

(20 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 12 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 12 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften und ergänzende Hospitationen benötigt. Die insgesamt 24 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

68 Wochen nach Nr. 1,

-

24 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis III

Die praktische Ausbildung in den Ausbildungsabschnitten I bis III, die im Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz absolviert werden, zielt darauf ab, die Zusammenhänge und Arbeitsabläufe in der Umweltverwaltung kennenzulernen, zu verstehen und anhand konkreter Einzelfälle anzuwenden.

Im Ausbildungsabschnitt I (19 Wochen) erhält die Referendarin oder der Referendar Informationen über die Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, den Inhalt und Ablauf der Abfallwirtschaftsplanung, die Logistik und Technik der Abfallentsorgung, die behördliche Überwachung der Abfallentsorgung sowie die geltenden Andienungs- und Überlassungspflichten. Auch die Grundsatzfragen des Bodenschutzes und die Möglichkeit der Altlastenbearbeitung werden in diesem Abschnitt behandelt.

Im Abschnitt II (10 Wochen) werden verschiedene Produktionstechnologien und deren Umweltauswirkungen intensiv behandelt. Die Referendarin oder der Referendar befasst sich mit technischen Maßnahmen der Abluftreinigung, dem gebietsbezogenen Immissionsschutz, Fragen der Luftreinhaltung, Lärm und Erschütterungen, umweltgefährdenden Stoffen und der Gentechnik. Der Klimaschutz mit Auswirkungen des Klimawandels, Verminderung von Treibhausgasemissionen, Anpassungsmaßnahmen sowie den Möglichkeiten des Emissionshandels sind ebenfalls Lernstoff.

Im Abschnitt III (19 Wochen) erhalten die Referendarinnen oder Referendare Einblick in die Grundlagen der Wasserwirtschaft, befassen sich mit dem Schutz der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers im Spannungsfeld mit den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen. Außerdem werden die technischen Standards und die Technologien der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung vermittelt.

Bei dem Aufenthalt in der zentralen Fachdienststelle LUA erhalten die Referendarinnen und Referendare auch einen Überblick über Organisation und Aufgaben der Dienststelle neben den Fachinformationen zu deren vielfältigen naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Tätigkeiten.

2.

Zu dem Ausbildungsabschnitt IV

Während die Abschnitte I bis III von den Fachbereichen der zentralen Ausbildungsstelle LUA in Abstimmung mit der Ausbildungsbehörde beim MUV gestaltet werden, erhält die Referendarin oder der Referendar im Abschnitt IV (20 Wochen) die Möglichkeit, externe Organisationen, Körperschaften und andere Behörden kennenzulernen.

Im Rahmen einer Hospitation in der Kommunalverwaltung (2 Wochen) wird ein Einblick in Aufgaben, Organisation und Tätigkeiten der kommunalen Gebietskörperschaften vermittelt. Dies betrifft auch die kommunale Selbstverwaltung mit der politischen Willensbildung bei kommunalen Planungen, aber auch die Arbeit der staatlichen Auftragsverwaltung.

In den zuständigen Abteilungen der Obersten Landesbehörden (8 Wochen) werden Kenntnisse über die Aufgaben einer Bündelungsbehörde, Personalbewirtschaftung, Fach- und Dienstaufsicht, Kommunalaufsicht sowie die Durchführung der Landes- und Regionalplanung vermittelt.

Im Ausbildungsabschnitt IV hat die Referendarin oder der Referendar ein Praktikum außerhalb der Landesverwaltung zu absolvieren (10 Wochen), um deren Organisation und Arbeitsweise näher kennen zu lernen. Als Praktikumsstellen kommen private und öffentliche Unternehmen (Entsorgungsverbände, kommunale Eigenbetriebe und Firmen) in Betracht, aber auch ausgelagerte Behörden (z. B. EU-Landesvertretung). Im Rahmen des Praktikums sollen neben dem Umweltmanagement vor allem Informationen über die Kosten- und Leistungsrechnung, die Finanzierung über Gebühren, das Controlling, die Personal- und Finanzplanung sowie die Projektabwicklung gesammelt werden.

3.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa zwei Wochen Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein fachbezogenes Verwaltungsseminar (3 Wochen) zu vertiefen. In diesen Lehrveranstaltungen erhält die Referendarin umfassende theoretische Kenntnisse über Staats- und Verwaltungsrecht, Haushaltsrecht und die für den Umweltschutz wichtigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Diese Kenntnisse können auch in einem Fernstudiengang (Verwaltungsrecht und/oder Umweltrecht) erworben werden, soweit dieser von den Ländern als geeignet eingestuft wird.

Zur Vorbereitung auf Führungsaufgaben und Leistungsfunktionen in der Verwaltung werden in einem gesonderten Führungslehrgang (2 bis 4 Wochen) die hierzu notwendigen Grundkenntnisse vermittelt.

Artikel 5

Ausbildungsplan der Fachrichtung Umwelttechnik

Der nachfolgende Ausbildungsplan der Fachrichtung Umwelttechnik strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Er soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der in Artikel 4 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln Berücksichtigung finden. Dabei kann auch die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte vertauscht werden und es können verschiedene Ausbildungsabschnitte zeitlich zusammengelegt werden, die in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden.

Ausbildungs-
abschnitte und
Dauer

Fachgebiet/
Ausbildungsstellen
(ggf. Dauer)

Ausbildungsinhalte

I - VI

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit
während des gesamten Referendariats in allen Ausbildungsabschnitten

Allgemein für alle Ausbildungsstellen

Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden.

Besonderer Wert ist darauf zu legen, dass die Referendarin oder der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr vervollkommnet. Ihr oder ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Verhandlungen und Sitzungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendarinnen oder Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften sowie an der Durchsicht der von Führungskräften zu verteilenden Eingänge (Post, E-Mails) beteiligt werden. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse vorstellen. Dabei sollen Methoden und Techniken in folgenden Bereichen erlernt werden: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

Zum Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnittes sollen die Referendarinnen oder Referendare die Ergebnisse ihrer Arbeiten oder aktuelle Themen aus dem Ausbildungsabschnitt präsentieren.

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachrichtungsübergreifend zu vermitteln, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, nachhaltiges Flächenmanagement und Sozialverträglichkeit.

Zur Stärkung der EU-Kompetenz sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene, Initiierung und Begleitung von EU-Fördermaßnahmen sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

Selbstständige Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen.

In den Abschnitten I bis III sind jeweils auch Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (Management, Mitarbeiterführung, Planung, Entscheidung, Rhetorik, Gesprächsführung, Psychologie) zu vermitteln.

 

Fachbehörde
(Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz)

Organisation, Aufbau und Aufgaben

Gutachten und Stellungnahmen (für Genehmigungs- oder Gerichtsverfahren)

Fachplanungen, Messungen, Untersuchungen,

Bekanntgabe von Stellen

Erarbeitung von Jahresberichten, Statistiken und Katastern, Erfassung umweltrelevanter Daten.

I

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

19 Wochen

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Vollzugs- und Fachbehörde

Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft,

Abfallwirtschaftsplanung, Abfallbehandlung,

Abfallbeseitigung, Überwachung der Abfallentsorgung, Stoffstromkontrollen,

Bodenschutz, Altlasten

(weitere Schwerpunkte Ausbildungsabschnitt VI)

Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit, Anwendung von Rechtsvorschriften

Vertiefte Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens

Prüfung von Zulassungsanträgen, Verfassen von Anordnungen, Bescheiden, Stellungnahmen und Berichten

Protokollführung

Teilnahme an Messungen, Untersuchungen und Probenahme

Außendienst, Überwachung von Anlagen

Erarbeitung von Fachstellungnahmen z. B. im Rahmen von Genehmigungs- oder Gerichtsverfahren

Vollzug von Rechtsvorschriften des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechtes

II

Immissions-, Klima- und Naturschutz

10 Wochen

LUA als Vollzugs- und Fachbehörde

Genehmigungsverfahren,

Produktionstechnologien und Auswirkungen,

Überwachung von Anlagen und Betriebsbereichen,

Lärm und Erschütterungen, EMF,

Luftreinhaltung, Abgasreinigung, Gerüche,

Störfall- und umweltgefährdende Stoffe,

Klimaschutz, Chemikaliensicherheit

(weitere Schwerpunkte Ausbildungsabschnitt VI)

Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit, Anwendung von Rechtsvorschriften

Vertiefte Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens

Prüfung von Zulassungsanträgen, Verfassen von Anordnungen, Bescheiden, Stellungnahmen und Berichten
Protokollführung

Teilnahme an Messungen, Untersuchungen und Probenahme

Außendienst, Überwachung von Anlagen
Erarbeitung von Fachstellungnahmen z. B. im Rahmen von Genehmigungs- oder Gerichtsverfahren

Vollzug von Rechtsvorschriften des Immissionsschutzrechtes

III

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

19 Wochen

LUA als Vollzugs- und Fachbehörde

Grundlagen der Wasserwirtschaft,

Wasserrahmenrichtlinie, Oberirdische Gewässer,

Gewässerüberwachung, Gewässernutzungen,

Einleiter-Überwachung, Abwasserbeseitigung, Abwasserabgabe, Wasserversorgung, Grundwasser,

wassergefährdende Stoffe, Hochwasserschutz

(weitere Schwerpunkte Ausbildungsabschnitt VI)

Fachspezifische Ausbildung und selbstständige Mitarbeit, Anwendung von Rechtsvorschriften

Vertiefte Anwendung des technischen und naturwissenschaftlichen Wissens

Prüfung von Zulassungsanträgen, Verfassen von Anordnungen, Bescheiden, Stellungnahmen und Berichten

Protokollführung

Teilnahme an Messungen, Untersuchungen und Probenahme

Außendienst, Überwachung von Anlagen

Erarbeitung von Fachstellungnahmen z. B. im Rahmen von Genehmigungs- oder Gerichtsverfahren

Vollzug von Rechtsvorschriften des Wasserrechtes

IV

Praktikum/
Hospitationen

20 Wochen

EVS,

Kommunale Eigenbetriebe, Industrieunternehmen, EU

Umweltmanagement, -technik, -schutz,

Projektabwicklung,

Organisation, Leitung und Führung,

Wirtschaftlichkeit, Kosten- und Leistungsrechnung,

Controlling, Personal- und Finanzplanung,

Beschaffung und Einsatzplanung, Abrechnung,

Aufgaben der Umweltbeauftragten in den Betrieben, Kennenlernen relevanter Umweltaufgaben und Aufbau der Organisation

EU: Organisation/Aufbau, Aufgaben und Projekte,

Interessenvertretung, politische Willensbildung,

Gesetzgebungsverfahren

 

Kommunalverwaltung

Städte und Gemeinden, Landkreise

Organisation, Aufbau und Aufgaben als Selbstverwaltung und im übertragenen Wirkungskreis, Politische Willensbildung, Kommunale Planungen, Haushalt- und Rechnungswesen, Daseinsvorsorge,

Einführung in die Verwaltung

Vollzug umweltrechtlicher Vorschriften

 

Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz als Oberste Behörde

Organisation, Aufbau und Aufgaben als Bündelungsbehörde, Fach- und Dienstaufsicht,

Personalbewirtschaftung, Kommunalaufsicht,

Verbandswesen, Planungsaufgaben, Planfeststellungsverfahren, Genehmigungsverfahren,

Organisation und Aufgaben der Regionalplanung,

Öffentlichkeitsarbeit, Widerspruchs- und Gerichtsverfahren,

Vollzug der fachlichen Rechtsvorschriften durch Genehmigung, Zulassung, Anordnung, Bescheid

Insbesondere in den Bereichen

Kreislaufwirtschaft, Abfallentsorgung, Altlasten

Immissionsschutz (Luft, Lärm, EMF), Anlagen, Wasser, UVP, Chemikalien, Gentechnik

Organisation, Aufbau und Aufgaben,

Landesgesetzgebung, Erlasse und Richtlinien,

Mitwirkung in Bund - Länder - und in Länder-AG

V

Seminare und Lehrgänge, Prüfungen

24 Wochen

Seminare Fernlehrgänge

SAF Hannover

Institut für öffentliche Verwaltung, NRW

Transfer

Bauhaus-Universität Weimar

Fernstudium Köln

In den Seminaren und Lehrgängen sollen die rechtlichen Grundlagen der öffentlichen Verwaltung sowie die naturwissenschaftlich-technischen Anforderungen und Vorschriften für den Verwaltungsvollzug in der Umweltverwaltung vermittelt werden. Darüber hinaus sind Kommunikations- und Managementkompetenzen (Rhetorik, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Psychologie, Visualisierung, Moderation) als wirksame Führungsinstrumente zu trainieren. Dabei sind die modernen Methoden oder Formen wie z. B. Planspiele, e-Learning, Arbeitsgemeinschaften, Übungen in freier Rede, Exkursionen zu nutzen.

Häusliche Prüfungsarbeit, Prüfungsvorbereitung und Prüfungen

 

12 Wochen

Erholungsurlaub

104 Wochen

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in der Fachrichtung Umwelttechnik sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung sind:

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

1

3.

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

1

4.

Immissionsschutz und Klimaschutz

1

5.

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

1

6.

Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

1

zusammen

6

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachrichtungsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachrichtungsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

 

Problemanalyse

 

 

Alternativensuche und -bewertung

 

 

Entscheidung

 

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft

 

Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

 

Stoffliche und energetische Abfallverwertung

 

Produktverantwortung

Abfallwirtschaftsplanung

 

Abfallarten

 

Abfallaufkommen

 

Abfallwirtschaftskonzepte und -bilanzen

 

Abfallwirtschaftspläne/Abfallvermeidungsprogramm

Abfallbehandlung

 

Abfallsortierung, Kompostierung, Vergärung

 

Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung

 

Chemisch-physikalische Abfallbehandlung

 

Thermische Abfallbehandlung

Abfallbeseitigung

 

Bau- und Betrieb von Deponien

 

Deponietechnik

 

Deponiesickerwasser und Deponiegas

 

Stilllegung und Nachsorge von Deponien

Überwachung der Abfallentsorgung

 

Andienungs- und Überlassungspflichten

 

Entsorgungsnachweis- und Abfallbegleitscheinverfahren

 

Notifizierung von Abfallverbringungen

 

Nachweisbücher, Registerpflichten

 

Betriebsprüfungen, Umweltinspektionen

Bodenschutz und Altlasten

 

Vorsorgender Bodenschutz

 

Erkundung und Bewertung von altlastenverdächtigen Flächen

 

Sicherung und Sanierung von kontaminierten Standorten

 

Bodenbehandlung

Fach 4:

Immissionsschutz und Klimaschutz

Zulassung und Überwachung genehmigungsbedürftiger Anlagen für folgende Bereiche

 

Energieerzeugung

 

Steinbrüche

 

Glasherstellung

 

Eisen-, Temper- und Stahlgießereien

 

Oberflächenbehandlung von Metallen

 

Herstellung von Basiskunststoffen

 

Chlor-Alkali-Elektrolyse

 

Papierherstellung

 

Tierhaltung

 

Lagerung gefährlicher Stoffe

Luftreinhaltung

 

Arten der Luftverschmutzung

 

Messprogramme und -systeme

 

Ermittlung und Bewertung von Gerüchen, Geruchsgutachten

 

Emissionskataster

 

Luftreinhaltepläne

 

Aufstellung von Überwachungsprogrammen und -plänen

Abgasreinigung

 

Biologische Abgasreinigung

 

Thermische und katalytische Abgasreinigung

 

Abgasentschwefelungsanlagen

 

Absorptions- und Adsorptionsverfahren

 

Staubabscheidung

Lärm und Erschütterung

 

Ermittlung und Bewertung von Geräuschen, Lärmgutachten

 

Lärmminderungsmaßnahmen

 

Lärmminderungsplanung

 

Erschütterungen (Grundlagen)

Klimaschutz

 

Klimaschutzziele

 

Entwicklung der Treibhausgasemissionen

 

Grundlagen des Emissionshandels

 

Überwachung der Treibhausgasemissionen

 

Technische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase

Fach 5:

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

Grundlagen der Wasserwirtschaft

 

Wasserkreislauf (Niederschlag, Verdunstung, Abfluss, Versickerung, Grundwasser)

 

Hydrologisches Messwesen

 

Modellierung in der Wasserwirtschaft (z. B. NA-Modelle)

Oberirdische Gewässer

 

Gewässertypen, Leitbilder, Lebensgemeinschaften

 

Gewässergüte (Wasserqualität), Gewässerstrukturen

 

Gewässerüberwachung (Monitoring)

 

Gewässerunterhaltung, Gewässerausbau, Gewässerrenaturierung

 

Überschwemmungsgebiete - Ermittlung und Festsetzung

 

Maßnahmen in Überschwemmungsgebieten und Maßnahmen an Gewässern

 

Ökologischer Hochwasserschutz

 

Technischer Hochwasserschutz

 

Hochwasserrisikomanagement

 

Hochwasserwarndienst

Gewässernutzungen

 

Entnahme und Einleitung

 

Wasserkraftanlagen, Wehre, Querbauwerke, Talsperren

 

Freizeit, Fischerei, Schifffahrt

Abwasserbeseitigung

 

Pflicht zur Abwasserbeseitigung

 

Anforderungen an das Einleiten von Abwasser

 

Bauwerke der Kanalisation

 

Verfahren zur Abwasserbehandlung

 

Abwasseranlagen und Abwassereinleitungen

 

Gewerbliches Abwasser, Indirekteinleitungen

Wasserversorgung

 

Trinkwassergewinnung/Aufbereitungstechnik

 

Rohwasserüberwachung

 

Trinkwasserbeschaffenheit

 

Trinkwasserbedarf, -verbrauch

 

Wasserschutzgebiete

Grundwasser

 

Grundwasserbeschaffenheit

 

Grundwasserbeobachtung

 

Grundwasserbewirtschaftung

 

Grundwassersanierung

Rohrfernleitungen

Wassergefährdende Stoffe

Fach 6:

Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Allgemeines Umweltrecht

 

Internationale und Supranationale Umweltschutzkonventionen (z. B. Aarhus-Konvention)

 

Umweltschutzrichtlinien und -programme der Europäischen Gemeinschaft (z. B. Umweltinformationsrichtlinie)

 

Gesetz zur Prüfung der Umweltverträglichkeit

 

Umweltinformationsrecht

 

Umwelthaftungsgesetz

 

Strafgesetzbuch: Straftaten gegen die Umwelt

Abfallrecht

 

Abfallrichtlinien und -verordnungen der EU

 

Abfallverbringungsgesetz

 

Kreislaufwirtschaftsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

 

Landesabfallgesetze

Bodenschutzrecht

 

Bundesbodenschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

Immissionsschutzrecht

 

Immissionsschutzrechtliche Richtlinien der EU (z. B. Industrieemissionsrichtlinie)

 

Bundesimmissionsschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

 

TA Luft, TA Lärm

 

Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz

Wasserrecht

 

EU-Wasserrahmenrichtlinie

 

EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie

 

EU-Trinkwasser-Richtlinie

 

Wasserhaushaltsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

 

Landeswassergesetze

 

Abwasserabgabengesetze

Sonstige Umweltrechte

Raumordnung, Landesplanung, Baurecht

 

Raumordnungsgesetz

 

Landesplanungsgesetze

 

Baugesetzbuch

 

Baunutzungsverordnung

 

Landesbauordnungen

Landschaftspflege und Naturschutzrecht

 

FFH-Richtlinie

 

Bundesnaturschutzgesetz

 

Landesnaturschutzgesetz

Chemikalienrecht, Gentechnik

 

EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)

 

Chemikaliengesetz, -verbotsverordnung

 

Gentechnikgesetz

Artikel 8

Besondere Hinweise zur häuslichen Prüfungsarbeit

(Über die fachrichtungsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

Gemäß § 16 Abs. 1 APO soll die Referendarin oder der Referendar durch die häusliche Prüfungsarbeit zeigen, dass eine Aufgabe aus der Praxis richtig erfasst, methodisch bearbeitet und das Ergebnis klar dargestellt werden kann. Die Aufgabenstellung soll ihren Schwerpunkt deshalb nicht im Bereich der Studieninhalte haben, sondern darauf aufbauen. Eine Abfrage von Hochschulwissen soll nicht vorgenommen werden. Nach Möglichkeit sind Teilaufgaben zu stellen, die das Gerüst für die Gliederung der Arbeit geben. Der überwiegende Teil der Arbeit soll sich mit aktuellen Planungs- und Vollzugsfragen, Weiterentwicklungen, neuen Strategien und Modellen sowie deren Einführung in die Praxis befassen. Dabei ist besonderer Wert auf die Präsentation (Abbildungen, Darstellungen, Zusammenfassungen, Bilder, Tabellen) sowie auf die Methodik, den Inhalt, den sprachlichen Ausdruck und die Begründung zu legen. In der Bewertung erhalten diese vier Aspekte zusammen mit dem Innovationsgehalt ein besonderes Gewicht, so dass die inhaltlich-fachliche Bearbeitung nicht hauptsächlich die Zensur bestimmt. Die Aufgabenstellung hat diese Gewichtung zu berücksichtigen und transparent einzubeziehen.

Artikel 9

Besondere Hinweise zu den schriftlichen Arbeiten
unter Aufsicht

(Über die fachrichtungsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachrichtungsbezogene Hilfsmittel

Allgemeine Hilfsmittel sind nicht zugelassen. Zusätzliche Hilfsmittel sind auf das notwendige Maß zu beschränken. Lange Texte eignen sich in der Regel nicht dafür. Die Hilfsmittel sollen insbesondere Wissensgrundlagen für die Bearbeitung beinhalten, die nicht unbedingt als präsent vorausgesetzt werden können und die in der Verwaltungspraxis in der Regel Führungskräften ebenfalls zur Verfügung stehen (z. B. Gesetzestexte).

2.

Regeln zur Bearbeitung der Aufgaben mit PC

Gemäß § 17 Abs. 6 hat der Prüfungsausschussleiter Umwelttechnik am 28. September 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2012 grundsätzlich zugestimmt, dass die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit PC bearbeitet werden.

Die Referendarinnen oder Referendare sind rechtzeitig vor Beginn der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht über die Vorgaben zur Anfertigung mit PC zu unterrichten.

Artikel 10

Besondere Hinweise zur mündlichen Prüfung

(Über die fachrichtungsübergreifenden Ausführungsbestimmungen (Anlage 5) hinaus)

1.

Fachrichtungsbezogene Hinweise

In der mündlichen Prüfung soll die Referendarin oder der Referendar die im Verlauf der Ausbildung erworbene Fach- und Verwaltungskompetenz nachweisen. Hierbei gründet sich die Bewertung hauptsächlich auf

-

das Verständnis für Management und Führung,

-

das Verständnis für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge,

-

das Urteilsvermögen,

-

die Sicherheit im Auftreten und

-

auf die Ausdrucksfähigkeit.

Das fachliche Wissen als Grundlage für diese Bewertungsschwerpunkte ist entsprechend gewichtet ergänzend zu berücksichtigen.

2.

Besondere Hinweise zum Kurzvortrag

Der Kurzvortrag wird am Ende des zweiten Prüfungstages gehalten.

Das Thema wird vom Prüfungsvorsitzenden gestellt und soll sich an den besonderen Lebensumständen oder an persönlichen Erfahrungen der Referendarin oder des Referendars im Verlauf der Ausbildung orientieren. Als Hilfsmittel kann der Referendarin oder dem Referendar eine schriftliche Unterlage zur Thematik zur Verfügung gestellt werden.

Im Kurzvortrag ist der Sachverhalt knapp und prägnant zu erläutern und das Thema mit eigenen Gedanken und Ansätzen aufzubereiten und darzustellen. Bei der Bewertung sind vor allem die Ausdrucksfähigkeit, die Sicherheit im Auftreten, die Überzeugungskraft, die Methodik und die Rhetorik neben dem thematischen Inhalt, dem Aufbau und der Strukturierung zu berücksichtigen.

H. Sondervorschriften des Fachgebietes

WASSERWESEN

Artikel 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

1.

Studiengänge

Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studienganges Bauingenieurwesen § 2 Abs. 1 APO .

2.

Wissensspektrum (Studieninhalte)

Mit den unter Nr. 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat nur dann möglich, wenn im Rahmen des Studiums ein von der Einstellungsbehörde gefordertes Wissensspektrum nachgewiesen wurde.

Artikel 2

Einstellungsbehörde und Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Artikel 3

Gliederung der Ausbildung

1.

Ausbildungsabschnitte I bis IV

Die Ausbildungsabschnitte I bis IV des Referendariats sind wie folgt festgelegt:

Ausbildungsabschnitt I:

Organisation der Verwaltung, Betrieb und Unterhaltung der eigenen Infrastruktur, untere Verwaltungsebene

(22 Wochen)

}

(62 Wochen)

Ausbildungsabschnitt II:

Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Bauträgers

(22 Wochen)

Ausbildungsabschnitt III:

Aufgaben benachbarter Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen

(12 Wochen)

Ausbildungsabschnitt IV:

Aufgaben der mittleren und höheren Verwaltungsebene

(6 Wochen)

2.

Allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen (außerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV)

Für die Prüfungsfächer 1 bis 6 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen gemäß § 7 APO vorzusehen. Hierfür sind insgesamt 16 Wochen erforderlich, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 14 Wochen werden für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen und Arbeitsgemeinschaften benötigt. Die insgesamt 30 Wochen werden formal als „Ausbildungsabschnitt V“ zusammengefasst.

3.

Gesamtaufteilung

Insgesamt ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat

-

62 Wochen nach Nr. 1,

-

30 Wochen nach Nr. 2 sowie

-

12 Wochen Erholungsurlaub,

zusammen also 104 Wochen.

Artikel 4

Sonstige Vorschriften für die Ausbildung

1.

Zu den Ausbildungsabschnitten I bis IV

Innerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis IV können die Möglichkeiten zum Aufenthalt in Wahlstationen (Hospitationen gemäß § 6 Abs. 7 und § 7 Abs. 7 APO ) mit fachlichem Bezug im Umfang von bis zu maximal 6 Wochen liegen. Die Abzüge der Ausbildungswochen erfolgt vorzugsweise in den Abschnitten I und II.

Der Ausbildungsabschnitt III dient im Wesentlichen dem Kennenlernen und Verstehen der fachlichen und rechtlichen Verknüpfungen zwischen den Aufgaben der Wasserstraßen- und der Wasserwirtschaftsverwaltung sowie der Landesfach- und Kommunalverwaltung. Ausbildungsstellen sind zwingend unter diesem Gesichtspunkt zu wählen, das heißt, es sind Behörden mit regelmäßigem Kontakt zu den Ausbildungsbehörden als Ausbildungsstellen vorzusehen.

2.

Zu den allgemeinen Seminaren und Lehrgängen sowie anderen Ausbildungsformen (Ausbildungsabschnitt V)

Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang der im Besonderen auch Inhalte gemäß § 7 Abs. 3 enthält stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein allgemeines Verwaltungsseminar und durch fachbezogene Verwaltungsseminare zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis IV durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Es ist dafür aber auch eine gebündelte Ausbildung von mindestens vier Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation in der freien Wirtschaft durchzuführen.

Artikel 5

Ausbildungsplan des Fachgebietes Wasserwesen
Fachbereich Wasserwirtschaft

Der nachfolgende Ausbildungsplan des Fachgebietes Wasserwesen im Fachbereich Wasserwirtschaft strukturiert als allgemeines Muster die Regelausbildung. Der Ausbildungsplan soll individuell für jede Referendarin oder jeden Referendar unter Nutzung der in Artikel 4 eröffneten Flexibilisierungsspanne ausgeprägt werden. In diesem Rahmen sollen dabei nach Möglichkeit individuelle Wünsche und Prioritäten der Referendarin oder des Referendars Berücksichtigung finden.

Ausbil-
dungsab-
schnitt

Dauer
(Wochen)

Ausbildungsstelle

Ausbildungsinhalte

I

24

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz

Information und praktische Mitarbeit bei der technischen Fachverwaltung:

-

Aufgaben der staatlichen Wasserwirtschaftsverwaltung

-

Organisation und Aufbau der öffentlichen Verwaltung

-

Allgemeiner Geschäftsbetrieb

-

Grundsätze des Verwaltungshandelns

-

Personal-, Haushalts- und Rechnungswesen

-

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Steuerung technischer Planungen

-

Betrieb und Unterhaltung von Gewässern und wasserwirtschaftlichen Anlagen

-

Wasserwirtschaftliche Zulassungsverfahren

II

22
davon

 

Eigenverantwortliche Mitarbeit beim Vorbereiten und Durchführen von Bauten:

-

Vorarbeiten für Bauvorhaben;

-

Aufstellen und Prüfen von Entwürfen;

-

Vergabe von Ingenieurleistungen

-

Vergabe von Leistungen nach VOB und VOL

-

Leitung und Überwachung von Baumaßnahmen

-

Verantwortlichkeiten auf der Baustelle;

 

14

Entsorgungsverband Saar

 

8

Landesbetrieb für Straßenbau

III

10
davon

 

Aufgaben und Organisation der Fachverwaltung bzw. der kommunalen Selbstverwaltung;

 

4

Wasser- und Schifffahrtsamt

 

6

Kommunalverwaltung

IV

6

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Rechtsgrundlage, Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb der jeweiligen Einrichtung

V

16

SAF

3 Wochen Einführungslehrgang

3 Wochen Verwaltungslehrgang

3 Wochen Baulehrgang

4 Wochen Managementlehrgang

3 Wochen Schlusslehrgang

 

14

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Prüfungsvorbereitung und Prüfung

12 Wochen

Erholungsurlaub

 

104

(24 Monate)

zusammen

Artikel 6

Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 4 APO in dem Fachgebiet Wasserwesen sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten für drei Referendarinnen oder Referendare in der mündlichen Prüfung sind:

 

 

Stunden

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

1

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

3.

Wasserstraßen/Wasserwirtschaft

4.

Sondergebiete der Wasserwirtschaft

1

5.

Vorbereiten und Durchführen von Bauten

1

6.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1

 

zusammen

Artikel 7

Prüfstoffverzeichnis

Fach 1:

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

Rechtsgeschichte

 

Rechtsgeschichte in den Grundzügen

 

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

 

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Allgemeines Staatsrecht

 

Staatsbegriff, Staatswesen

 

Völkerrecht in den Grundzügen

 

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

 

Staatsformen

 

Entstehung und Auflösung von Staaten

 

Staatliche Entwicklung in Deutschland

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

 

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

 

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

 

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

 

Verfassungsorgane des Bundes

 

Funktionen der Staatsgewalt

 

Gewaltenteilung

 

 

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung

 

 

Gesetzgebungsverfahren

 

 

Rechtsverordnungen und Satzungen

 

 

Rechtsprechung

 

 

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

 

Verfassungsorgane der Länder

 

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

 

Finanzwesen des Bundes und der Länder

Europäische Union

 

Entstehungsgeschichte

 

Status und Organe

 

Aufgaben und Ziele

 

Übertragene Souveränitätsrechte

 

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

 

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

Kommunalrecht

 

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

 

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

 

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

 

Kommunales Finanzwesen

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

 

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

 

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

 

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

 

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

 

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

 

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

 

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

 

 

Grundsätze des Verwaltungshandelns

 

 

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

 

 

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

 

 

Auslegung von Rechtsnormen

 

 

Amtshilfe

 

Verwaltungsvollstreckung

 

Verwaltungszustellungsverfahren

 

Verwaltungsgebühren

 

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

 

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

Besonderes Verwaltungsrecht

 

Beamtenrecht

 

Disziplinarrecht

 

Personalvertretungsrecht

 

Ordnungswidrigkeitenrecht

 

Arbeitsschutzrecht in den Grundzügen

 

Datenschutzrecht in den Grundzügen

 

Sozialrecht in den Grundzügen

 

Steuerrecht in den Grundzügen

 

Gewerbe- und Berufsrecht in den Grundzügen

 

Polizeirecht in den Grundzügen

Privatrecht und Zivilprozessrecht

 

Bürgerliches Gesetzbuch

 

 

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in den Grundzügen

 

 

Nachbarrecht

 

Handels- und Gesellschaftsrecht in den Grundzügen

 

Wettbewerbsrecht in den Grundzügen

 

Vergaberecht in den Grundzügen

 

Zivilprozessordnung in den Grundzügen

 

 

Gerichte und Zuständigkeiten

 

 

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

 

 

Rechtsmittel

Strafrecht

 

Strafgesetzbuch in den Grundzügen

 

Straftaten im Amt

 

Korruptionsprävention

Fach 2:

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

 

Begriffe

 

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

 

 

Führungs- und Leitungskonzeptionen

 

 

Kybernetik/Regelkreis-Modell

 

 

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

 

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

 

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

 

Problemanalyse

 

Alternativensuche und -bewertung

 

Entscheidung

 

Kontrolle

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

 

Begriffe

 

 

Verwaltung im sozialen System

 

 

Konzept „Bürokratie“

 

 

Funktion und Selbstverständnis

 

 

New Public Management

 

Kalkulation

 

Ressourcen

 

Controlling (strategisch/operativ)

 

 

Ziele, Produkte, Leistungen

 

 

Kennzahlen

 

 

Berichtswesen

 

Kosten-Leistungs-Rechnung

 

Kaufmännische Buchführung

 

 

Gewinn und Verlustrechnung

 

 

Bilanz

 

 

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

 

Qualitätsmanagement

 

Projektmanagement

 

Benchmarking

 

Budgetierung

Personalführung

 

Führungsstile

 

Grundkenntnisse der Menschenführung

 

 

Soziale Kompetenz

 

 

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

 

 

Motivation

 

 

Anerkennung und Kritik

 

 

Kommunikation und Konfliktbehandlung

 

 

Belastungen und ihre Bewältigung

 

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

 

Personalbeurteilung

 

Personalentwicklung

 

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

 

Gleichstellung

Kommunikation

 

Rhetorik

 

Gesprächsführung

 

Moderation und Besprechungstechnik

 

Präsentation und ihre Technik

 

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

Informationstechnik

 

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

 

Datensicherheit

 

E-Government

 

E-Vergabe

 

Datenschutz

 

Statistik

Organisation

 

Grundzüge der Organisationslehre

 

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

 

Geschäftsprozessoptimierung

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

 

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

 

Haushaltsordnungen

 

Haushaltsgesetze

 

Grundlagen des Haushalts

 

 

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

 

 

Finanzplanung

 

 

Programmplanung

 

 

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

 

 

Rechnungslegung

 

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

 

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

 

 

Grundsätze

 

 

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

 

 

Rahmendaten und Datenrahmen

 

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

 

 

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

 

 

Statische/Dynamische Rechenverfahren

 

 

Kapitalwertmethoden

 

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

 

 

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

 

 

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

 

 

Kostenvergleichsrechnung

 

 

Investitionsrechnung

 

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

 

Beschaffungsmaßnahmen, Alternative Formen der Bedarfsdeckung

 

Investitionsmaßnahmen

 

 

Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

 

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

Fach 3:

Wasserstraßen/Wasserwirtschaft

Wasserstraßennetz

 

Gliederung, Klassifizierung und Netzkategorisierung

 

Funktionen, Entwicklung

 

Anlagen der Wasserstraßen

 

Aufgaben an den Wasserstraßen

 

Wasserbewirtschaftung der Wasserstraßen

Schiffsverkehr

 

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

 

Verkehrsströme

 

Flottenstruktur (Küste und Binnen)

 

Transportgüter

Wasserwirtschaftliche Grundlagenplanungen

 

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

 

Wasserwirtschaftliche EU-Richtlinien

 

Internationale Übereinkommen

 

Generalpläne, Unterhaltungsrahmenpläne, Gewässerentwicklungspläne

 

Aufbau, Auswirkungen

Wassergefährdende Stoffe im Bereich oberirdischer Gewässer

 

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

 

Sicherheitstechnische Anforderungen

 

Meldesysteme und Alarmpläne

Naturschutz und Landschaftspflege