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Ministerium der Justiz
 

2030-93

Gesetz Nr. 1063
über die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für Lehrämter im Saarland
(GZVL)

Vom 29. Juni 1977
zuletzt geändert durch das Gesetz vom 23. Juni 1999 (Amtsbl. S. 1054).

Fundstelle: Amtsblatt 1997, S. 650



§ 1

Geltungsbereich

Dieses Gesetz regelt die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Lehrämter an öffentlichen Schulen im Saarland, wenn mehr Bewerber mit den geforderten Voraussetzungen die Einstellung beantragt haben, als nach § 2 übernommen werden können.

§ 2

Ausbildungskapazität (Zahl der Ausbildungsplätze)

(1) Die Ausbildungskapazität im Vorbereitungsdienst für die Fächer bzw. Fachrichtungen der einzelnen Lehrämter wird in Ausbildungsplätzen berechnet. Sie richtet sich nach der Aufnahmefähigkeit der Ausbildungsschulen und Studienseminare sowie nach den im Haushaltsplan ausgewiesenen Mitteln. Der Anteil des an einer Ausbildungsschule erteilten Ausbildungsunterrichts (Hospitationen, Unterricht unter Aufsicht und eigenverantwortlicher Unterricht) soll 15 v. H. des erteilten Gesamtunterrichts im jeweiligen Fach bzw. in der jeweiligen Fachrichtung nicht übersteigen.

(2) Bei den Lehrämtern an allgemein bildenden Schulen benötigt jeder Bewerber für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst gleichzeitig zwei Ausbildungsplätze entsprechend seiner Fächerverbindung. Die Gesamtzahl der Ausbildungsplätze für diese Lehrämter beträgt demnach das Doppelte der im Haushaltsplan ausgewiesenen Zahl für Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst; bei den Lehrämtern an beruflichen Schulen entspricht die Gesamtzahl der Ausbildungsplätze der im Haushaltsplan ausgewiesenen Zahl.

(3) Die Ausbildungsplätze gemäß Absatz 2 werden auf die einzelnen Fächer bzw. Fachrichtungen der jeweiligen Lehrämter aufgeteilt, und zwar für die Lehrämter an allgemein bildenden Schulen im Wesentlichen im Verhältnis ihrer Anteile am erteilten Gesamtunterricht der betreffenden Schulform, für die Lehrämter an beruflichen Schulen im Wesentlichen im Verhältnis der Anteile der Fachrichtungen am erteilten Gesamtunterricht aller beruflichen Schulen. Das Nähere bestimmt der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft durch Rechtsverordnung [1] .

(4) Ausbildungsplätze, für die bei einem Einstellungstermin keine Bewerbungen vorliegen, können vorübergehend auf andere Fächer bzw. Fachrichtungen mit hohen Bewerberzahlen verteilt werden. Hierbei sind insbesondere Fächer mit Bewerbern gemäß § 3 Abs. 3 Satz 3 zu berücksichtigen.

[1]

Vgl. BS- Nr. 2030- 93- 1[ .

§ 3

Zulassungsquoten und Auswahlkriterien

(1) Bei der Einstellung in den Vorbereitungsdienst sind zunächst alle Bewerber zu berücksichtigen, in deren beiden Fächern bzw. in deren Fachrichtung jeweils die Zahl der Bewerber nicht höher ist als die Zahl der Ausbildungsplätze (Fächer bzw. Fachrichtungen ohne Zulassungsbeschränkung).

(2) In den Fächern bzw. Fachrichtungen mit Zulassungsbeschränkung sollen bis zu zehn Prozent der Gesamtzahl der verfügbaren Ausbildungsplätze solchen Bewerbern vorbehalten werden, die nicht nach Absatz 3 berücksichtigt werden können und deren Nichtzulassung zum Vorbereitungsdienst eine außergewöhnliche Härte darstellen würde.

(3) Im Übrigen erfolgt die Zuteilung der Ausbildungsplätze eines Fachs bzw. einer Fachrichtung mit Zulassungsbeschränkung grundsätzlich nach dem Gesamtergebnis der geforderten wissenschaftlichen Prüfung. Das Nähere wird durch Rechtsverordnung geregelt, die insbesondere Möglichkeiten der Notenverbesserung durch Anrechnung von Wartezeiten, von Zivildienst-, Kindererziehungs- oder ähnlichen Zeiten, von anerkannten Auslandsaufenthalten und Regelungen zum Verfahren enthält. Bei den Lehrämtern an allgemein bildenden Schulen haben Bewerber, für deren weiteres Fach keine Zulassungsbeschränkung gilt, Vorrang vor anderen Bewerbern.

(4) Wartelisten werden nicht geführt. Abgelehnte Bewerber müssen jeweils erneut an dem Verfahren teilnehmen.

§ 4

Übergangsbestimmung

Bei Bewerbern, deren Gesamtprüfungsergebnis nicht auf Dezimalstellen oder Punkte festgesetzt wurde, ist eine Durchschnittsnote maßgebend, die ans den in der Prüfung erzielten Endnoten zu errechnen ist. Das Nähere bestimmt der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft durch Rechtsverordnung [1] .

[1]

Vgl. BS- Nr. 2030- 93- 1[ .

§ 5

In-Kraft-Treten

Dieses Gesetz tritt am 1. August 1977 in Kraft.

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