223-2-41a

Verordnung - Schul- und Prüfungsordnung -
über die Ausbildung und Prüfung an Akademien
für Erzieher und Erzieherinnen - Fachschulen für Sozialpädagogik -
(APO-FSP)

Vom 10. Mai 2004
zuletzt geändert durch die Verordnung vom 11. Juli 2016 (Amtsbl. I S. 561).

Fundstelle: Amtsblatt 2004, S. 1110

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§ 11

Fachpraktische Ausbildung

(1) Die fachpraktische Ausbildung im Umfang von mindestens 1.500 Stunden schließt sich in der Regel unmittelbar an die mit der ersten Teilprüfung abgeschlossene fachtheoretische Ausbildung an. Die fachpraktische Ausbildung dient dazu, die während des fachtheoretischen Ausbildungsabschnitts an der Akademie für Erzieher und Erzieherinnen - Fachschule für Sozialpädagogik - erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten ergänzend und vertiefend in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern umzusetzen und eine Einarbeitung in die Berufspraxis eines Erziehers oder einer Erzieherin zu gewährleisten.

(2) Die fachpraktische Ausbildung wird als Berufspraktikum in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen, insbesondere in Kindertageseinrichtungen und Heimen, unter Betreuung durch die Schule durchgeführt; für die Eignung als Praxiseinrichtung gilt § 6 Abs. 1 Satz 2 entsprechend. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen eines mit der sozialpädagogischen Einrichtung vertraglich begründeten Praktikantenverhältnisses, was dazu führt, dass der Praktikant oder die Praktikantin in den Betrieb der Praxiseinrichtung integriert wird.

(3) Während der fachpraktischen Ausbildung nehmen die Praktikanten und Praktikantinnen an Arbeitsgemeinschaften der Schule teil. Diese finden in der Regel monatlich einmal ganztägig statt und umfassen insgesamt mindestens 80 Unterrichtsstunden. Die Arbeitsgemeinschaften können auch in größeren Abständen als mehrtägige Veranstaltungen durchgeführt werden. Durch die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften wird für die Praktikanten und Praktikantinnen kein Schulverhältnis begründet.

(4) Am Ende der fachpraktischen Ausbildung erstellt die Leitung der Praxiseinrichtung eine Beurteilung über die Leistungen und Fähigkeiten des Praktikanten oder der Praktikantin im gesamten fachpraktischen Einsatz, die mit einer Note nach § 4 abschließt und unverzüglich der Schule zugeleitet wird. Der Praktikant oder die Praktikantin erhält Gelegenheit, die Beurteilung vor der Weiterleitung an die Schule einzusehen.

(5) Der Praktikant oder die Praktikantin fertigt einen schriftlichen Bericht über mindestens 750 Stunden der fachpraktischen Ausbildung (Erfahrungsbericht) und legt ihn der Leitung der Praxiseinrichtung spätestens drei Monate vor dem Termin der zweiten Teilprüfung vor. Unmittelbar nach Vorlage übermittelt die Leitung der Praxiseinrichtung den durch sie gegengezeichneten Erfahrungsbericht der Schule.

(6) Die für die Betreuung des Praktikanten oder der Praktikantin während der fachpraktischen Ausbildung zuständige Fachlehrkraft der Schule erstellt unter Berücksichtigung der Beurteilung nach Absatz 4 einen Bericht über die Bewährung des Praktikanten oder der Praktikantin in der fachpraktischen Ausbildung (Bewährungsbericht). Er schließt mit einer Note nach § 4, die die zuständige Fachlehrkraft in enger Abstimmung mit der Praxiseinrichtung unter Berücksichtigung des Erfahrungsberichts nach Absatz 5 und der mit der Beurteilung nach Absatz 4 erteilten Note festlegt. Der Bewährungsbericht ist dem Praktikanten oder der Praktikantin zu eröffnen.