2030-96-2

Ausbildungs- und Prüfungsordnung
für das Lehramt der Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9)

Vom 22. September 1994
zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Januar 2013 (Amtsbl. I S. 27)

Fundstelle: Amtsblatt 1994, S. 1410

Geltungsbeginn: 1.2.2013, Geltungsende: 31.12.2020



Änderungsdaten

1.

geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 05. Juli 1996 (Amtsbl. S. 718)

2.

geändert durch Verordnung vom 20. März 2003 (Amtsbl. S. 709)

3.

geändert durch Verordnung vom 02. November 2007 (Amtsbl. S. 2122)

4.

geändert durch Gesetz vom 19. November 2008 (Amtsbl. S. 1930)

5.

mehrfach geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 22. Januar 2013 (Amtsbl. I S. 27)

Auf Grund des § 21 Abs. 1 des Saarländischen Lehrerbildungsgesetzes vom 12. Juli 1978 (Amtsbl. S. 709), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Januar 1992 (Amtsbl. S. 434), und des § 20 Abs. 2 des Saarländischen Beamtengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Juni 1979 (Amtsbl. S. 570), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11. Mai 1994 (Amtsbl. S. 818), verordnet das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres und Sport:

Inhaltsübersicht
Abschnitt I
Allgemeines
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Grundstruktur der Ausbildung
§ 3 Durchführung des Studiums
Abschnitt II
Erste Staatsprüfung
Unterabschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
§ 4 Zweck der Prüfung
§ 5 Aufbau der Prüfung
§ 6 Fächerverbindungen
§ 7 Prüfungsanforderungen
§ 8 Prüfungsamt und Prüfungsausschüsse
§ 9 Anrechnung von Studienzeiten und Prüfungsleistungen, Prüfungssplitting
§ 10 Meldung zur Prüfung und Zulassung
§ 11 Freiversuch
Unterabschnitt 2
Wissenschaftliche Arbeit
§ 12 Anforderungen und Abgabetermin
§ 13 Künstlerische/gestalterische Arbeit
§ 14 Bewertung der wissenschaftlichen Arbeit
Unterabschnitt 3
Fachwissenschaftliche Prüfung
§ 15 Anmeldung
§ 16 Zusammensetzung der fachwissenschaftlichen Prüfung
§ 17 Schriftliche Prüfung
§ 18 Bewertung einer schriftlichen Prüfung
§ 19 Mündliche Prüfung
§ 20 Bewertung einer mündlichen Prüfung
Unterabschnitt 4
Prüfung in Erziehungswissenschaft
§ 21 Anmeldung
§ 22 Durchführung und Bewertung der Prüfung
Unterabschnitt 5
Schlussbestimmungen
§ 23 Prüfungsnoten
§ 24 Ergebnis der fachwissenschaftlichen Prüfung (Fachendnoten) und der Prüfung in Erziehungswissenschaft
§ 25 Ergebnis der Ersten Staatsprüfung (Gesamtnote)
§ 26 Mitteilung des Prüfungsergebnisses und Prüfungszeugnis
§ 27 Einsicht in die Prüfungsakte
§ 28 Verhinderung und Säumnis, Aussetzen des Prüfungsverfahrens
§ 29 Ordnungswidriges Verhalten im Rahmen der Prüfung
§ 30 Wiederholung der Prüfung
§ 31 Erweiterungsprüfung
Abschnitt III
Vorbereitungsdienst
§ 32 Zulassung zum Vorbereitungsdienst
§ 33 Aufgabe des Vorbereitungsdienstes
§ 34 Leitung der Ausbildung und beamtenrechtliche Stellung
§ 35 Dauer des Vorbereitungsdienstes
§ 36 Zuweisung an das Studienseminar
§ 37 Ausbildungsunterricht, Lehrproben
§ 38 Theoretische Unterweisung
§ 39 Teilnahme am Leben der Schule
Abschnitt IV
Zweite Staatsprüfung
§ 40 Zweck der Prüfung
§ 41 Zeitpunkt und Ort der Prüfung
§ 42 Teile der Zweiten Staatsprüfung
§ 43 Prüfungsamt und Prüfungsausschüsse
§ 44 Meldung zur Prüfung und Zulassung
§ 45 Pädagogische Arbeit
§ 46 Bewertung der pädagogischen Arbeit
§ 47 Prüfungslehrproben
§ 48 Bewertung der Prüfungslehrproben (Endnote)
§ 49 Mündliche Prüfung
§ 50 Bewertung der mündlichen Prüfung (Endnote)
§ 51 Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung (Gesamtnote)
§ 52 Wiederholung der Prüfung
§ 53 Mitteilung des Prüfungsergebnisses, Einsicht in die Prüfungsakte
§ 54 Verhinderung und Säumnis
§ 55 Ordnungswidriges Verhalten im Rahmen der Prüfung
§ 56 Prüfungszeugnis
§ 57 Beamtenverhältnis nach der Prüfung
Abschnitt V
Schlussbestimmungen
§ 58 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Abschnitt I

Allgemeines

§ 1

Geltungsbereich

Diese Verordnung regelt die Ausbildung und Prüfung der Bewerber/Bewerberinnen für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) im Saarland.

§ 2

Grundstruktur der Ausbildung

(1) Die Ausbildung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) gliedert sich in Studium (einschließlich Schulpraktika) und Vorbereitungsdienst. Beide Ausbildungsphasen sind mit dem Ziel wissenschaftlich fundierter Berufsausbildung eng aufeinander bezogen.

(2) Das Studium umfasst:

1.

das Studium der Lernbereiche in der Grundschule (Didaktik der Primarstufe) und mindestens eines Faches, das an Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen in den Klassenstufen 5 bis 9 in dem auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses bezogenen Bildungsgangunterrichtet wird, nach Wahl (§ 6),

2.

ein erziehungswissenschaftliches Studium.

Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester; das Studium umfasst am Ausbildungsziel orientierte fachwissenschaftliche Studien sowie die entsprechende Grundlegung der Erziehungswissenschaft und der Fachdidaktiken.

Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester; das Studium umfasst am Ausbildungsziel orientierte fachwissenschaftliche Studien sowie die entsprechende Grundlegung der Erziehungswissenschaft und der Fachdidaktiken.

(3) In das Studium werden Schulpraktika einbezogen. Sie dienen der Berufsorientierung der Studierenden und der Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis und werden durch geeignete Lehrveranstaltungen der Hochschule vor- und nachbereitet. Die Schulpraktika gliedern sich in ein Orientierungspraktikum während des Grundstudiums und in fachdidaktische Praktika während des Hauptstudiums. Das Zentrum für Lehrerbildung (§ 30 des Universitätsgesetzes)[3] wirkt organisatorisch und beratend mit. Das Nähere wird in einer eigenen Ordnung der Schulpraktika geregelt.[4]

(4) Dauer und Beendigung des Vorbereitungsdienstes richten sich nach den beamtenrechtlichen Vorschriften.

(5) Die Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) wird durch das Bestehen der Ersten Staatsprüfung als Abschluss des Studiums und der Zweiten Staatsprüfung als Abschluss des Vorbereitungsdienstes erworben.

(6) Eine gemäß Absatz 5 erworbene Befähigung wird durch die fachwissenschaftliche Prüfung in einem Zusatzfach erweitert.

[3]

Vgl. jetzt § 26 UG - BS-Nr. 221-1.

[4]

Vgl. Ordnung der Schulpraktika für die Lehrämter an allgemein bildenden und beruflichen Schulen vom 21. März 2003 (GMBl. S. 74) für Studienanfänger ab dem 1. Oktober 2002.

§ 3

Durchführung des Studiums

(1) Das Studium für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) ist an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland durchzuführen.

(2) Studien- und Prüfungsleistungen, die an Hochschulen im Ausland erbracht worden sind, werden auf Antrag anerkannt, wenn das Ministerium für Bildung und Kultur ihre Gleichwertigkeit festgestellt hat.

Abschnitt II

Erste Staatsprüfung

Unterabschnitt 1

Allgemeine Bestimmungen

§ 4

Zweck der Prüfung

Die Erste Staatsprüfung dient der Feststellung, ob der Prüfling die für die Ausübung des Lehramtes für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) erforderliche fachwissenschaftliche, fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Qualifikation besitzt.

§ 5

Aufbau der Prüfung

(1) Die Erste Staatsprüfung besteht aus folgenden Teilen:

1.

einer wissenschaftlichen Arbeit,

2.

einer fachwissenschaftlichen Prüfung in einer Fächerverbindung gemäß § 6 ,

3.

einer Prüfung in Erziehungswissenschaft.

Die wissenschaftliche Arbeit ist erster Prüfungsteil.

(2) Die Erste Staatsprüfung kann durch fachwissenschaftliche Prüfungen in Zusatzfächern (§ 6 Abs. 2) erweitert werden.

§ 6

Fächerverbindungen

(1) Pflichtfach ist Didaktik der Primarstufe. Dazu tritt mindestens eines der nachgenannten Wahlfächer, die an Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen in den Klassenstufen 5 bis 9 in dem auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses bezogenen Bildungsgangunterrichtet werden:

Englisch,

Französisch,

Kunsterziehung,

Musik,

evangelische Religion,

katholische Religion,

Sport.

(2) Jedes der in Absatz 1 genannten Fächer kann auch als Zusatzfach gewählt werden (§ 5 Abs. 2). Das Ministerium für Bildung und Kultur kann in Ausnahmefällen ein anderes Wahlfach zulassen.

§ 7

Prüfungsanforderungen

(1) In der wissenschaftlichen Arbeit soll der Prüfling nachweisen, dass er sich in eine wissenschaftliche Fragestellung einarbeiten, über bisherige Ergebnisse der Forschung sein eigenes Urteil bilden und den Gegenstand sachgemäß darstellen kann. Die Arbeit ist über ein Thema aus dem Bereich eines der Fächer selbstständig anzufertigen.

(2) Im Pflichtfach Didaktik der Primarstufe hat der Prüfling gemäß den Studienordnungen Kenntnisse und Fertigkeiten nachzuweisen, die zur Erteilung von Unterricht in allen Klassen der Grundschule, im Wahlfach darüber hinaus an Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen in den Klassenstufen 5 bis 9 in dem auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses bezogenen Bildungsgang vorausgesetzt werden.

(3) In der erziehungswissenschaftlichen Prüfung hat der Prüfling nachzuweisen, dass erin den Bereichen gemäß den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) über fundiertes Grundwissen verfügt und dieses auf pädagogische Situationen anwenden kann.

(4) Die näheren Prüfungsanforderungen und die Richtwerte für die Studienaufteilung sind in Anlage 1 enthalten.

§ 8

Prüfungsamt und Prüfungsausschüsse

(1) Die Erste Staatsprüfung wird vor dem beim Ministerium für Bildung und Kultur eingerichteten Staatlichen Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen abgelegt.

(2) Für die Durchführung der Ersten Staatsprüfung werden in das Prüfungsamt Prüfer/Prüferinnen und Beisit-zer/Beisitzerinnen vom Ministerium für Bildung und Kultur berufen. Die Prüfer/Prüferinnen sollen in der Regel Professoren/Professorinnen, in vom Ministerium für Bildung und Kultur zu entscheidenden Ausnahmefällen auch Angehörige des sonstigen Lehrpersonals, im Sinne der saarländischen Hochschulgesetze sein; die Beisitzer/Beisitzerinnen sollen Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundar-stufe I (Klassenstufen 5 bis 9) oder einer entsprechenden Befähigung, insbesondere Fachleiter/Fachleiterinnen, sein. Die Beauftragung erfolgt auf zwei Jahre; sie verlängert sich jeweils um weitere zwei Jahre, wenn sie nicht widerrufen wird oder durch Ausscheiden des/der Beauftragten aus dem Dienst- oder Beschäftigungsverhältnis erlischt.

(3) Zur Abnahme einer mündlichen oder künstlerisch-praktischen Prüfung im Rahmen der Ersten Staatsprüfung wird jeweils ein Prüfungsausschuss gebildet, der aus einem/einer Vorsitzenden, mindestens einem/einer von dem Leiter/der Leiterin des Prüfungsamtes bestimmten Prüfer/Prüferin sowie einem Beisitzer/einer Beisitzerin besteht. Vorsitzender/Vorsitzende eines Prüfungsausschusses ist der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes oder ein Beauftragter/eine Beauftragte des Ministeriums für Bildung und Kultur. Besteht die mündliche Prüfung eines Faches nach Maßgabe der Prüfungsanforderungen (Anlage 1) aus mehreren Teilen, kann für jeden Teil ein eigener Prüfungsausschuss nach Satz 1 und 2 gebildet werden.

(4) Alle Mitglieder eines Prüfungsausschusses haben gleiches Stimmrecht. Die Entscheidungen werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden.

(5) Ein Vertreter/Eine Vertreterin der jeweils zuständigen kirchlichen Oberbehörde wird zu den Prüfungen im Fach Religion eingeladen und kann dabei anwesend sein.

§ 9

Anrechnung von Studienzeiten und Prüfungsleistungen, Prüfungssplitting

(1) Studienzeiten und, sofern sie gleichwertig sind, Studienleistungen aus einem anderen Studiengang können in begründeten Fällen angerechnet werden.

(2) Eine vor einem anderen Prüfungsamt abgelegte Prüfung in Erziehungswissenschaft kann anerkannt werden.

(3) Bei Bewerbern/Bewerberinnen, die ein Fachstudium mit einer sonstigen Staats- oder einer Hochschulprüfung ganz oder teilweise abgeschlossen haben, können Prüfungsleistungen als entsprechende Teile der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) angerechnet werden.

(4) Eine vor einem anderen Prüfungsamt gefertigte wissenschaftliche Arbeit oder vollständig abgelegte fachwissenschaftliche Prüfung in einem nach § 6 zulässigen Prüfungsfach einer Ersten Staatsprüfung, die der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9)entspricht, wird anerkannt und auf die Erste Staatsprüfung angerechnet, wenn das Fach an saarländischen Hochschulen nicht studiert werden kann und zwischen den beteiligten Hochschulen eine Kooperationsvereinbarung besteht (Prüfungssplitting).

(5) Die Entscheidungen gemäß Absatz 1 bis 3 trifft das Ministerium für Bildung und Kultur.

§ 10

Meldung zur Prüfung und Zulassung

(1) Der Prüfling meldet sich beim Staatlichen Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen in der Regel im fünften Semester des Studiums nach dem Ende der Lehrveranstaltungen zur wissenschaftlichen Arbeit (erster Prüfungsteil) und im sechsten Semester des Studiums zu den weiteren Prüfungsteilen gemäß § 5 Abs. 1 zu den in den§§ 15 und 21 festgesetzten Terminen an. § 11 (Freiversuch) bleibt unberührt.

Die Anmeldung zum letzten Prüfungsteil muss innerhalb von zwei Jahren nach Abgabe der wissenschaftlichen Arbeit beim Prüfungsamt erfolgen. Bei einer Fächerkombination mit dem Fach Kunsterziehung oder dem Fach Musik kann die Prüfung im kombinierten Fach bzw. im künstlerischen Fach innerhalb von zwei Jahren nach Bestehen der Prüfung im künstlerischen Fach bzw. im kombinierten Fach abgelegt werden. § 28 gilt entsprechend.

(2) Wer die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, wird zum jeweiligen Prüfungsteil schriftlich zugelassen. Ablehnende Bescheide sind zu begründen.

(3) Zulassungsvoraussetzungen für die Anfertigung der wissenschaftlichen Arbeit (erster Prüfungsteil) sind:

1.

der Nachweis eines ordnungsgemäßen fachwissenschaftlichen Studiums vonin der Regel fünf Semestern an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen, davon das letzte Semester in der Regel an der Universität des Saarlandes,

2.

die Angabe des Faches und des Prüfers/der Prüferin, bei dem/der der Prüfling die wissenschaftliche Arbeit anzufertigen wünscht.

(4) Zulassungsvoraussetzungen für den fachwissenschaftlichen Prüfungsteil sind:

1.

der Nachweis eines ordnungsgemäßen fachwissenschaftlichen Studiums vonin der Regel sechs Semestern an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen, davon das letzte Semester in der Regel an der Universität des Saarlandes,

2.

der Nachweis des Bestehens des ersten Prüfungsteils (wissenschaftliche Arbeit),

3.

der Nachweis der in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) genannten Prüfungsvoraussetzungen,

4.

der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den fachdidaktischen Praktika gemäß der Ordnung der Schulpraktika oder der Nachweis vergleichbarer Praktika.

(5) Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung in Erziehungswissenschaft sind:

1.

der Nachweis des Bestehens des ersten Prüfungsteils (wissenschaftliche Arbeit),

2.

die Ableistung des vollen erziehungswissenschaftlichen Studiums,

3.

der Nachweis der in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) genannten Prüfungsvoraussetzungen.

(6) Andere als die nach den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) vorzulegenden Leistungsnachweise kann das Ministerium für Bildung und Kultur auf Antrag des Prüflings dann anerkennen, wenn sie eine gleichwertige Leistung belegen. In besonderen Ausnahmefällen kann das Ministerium für Bildung und Kultur auf Antrag vom Nachweis einzelner in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) genannten Prüfungsvoraussetzungen und von dem in Absatz 4 Nr. 4 genannten Nachweis befreien, wenn diese vom Prüfling in zumutbarer Weise nicht zu erbringen sind.

(7) Bei der Anmeldung zum ersten Prüfungsteil (§ 5 Abs. 1) sind folgende Unterlagen einzureichen:

1.

eine Geburtsurkunde, gegebenenfalls eine Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde,

2.

ein eigenhändig unterschriebener Lebenslauf mit Darstellung des Bildungsganges,

3.

ein anerkanntes Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife oder ein diesem gleichgestelltes Zeugnis in beglaubigter Abschrift,

4.

ein Führungszeugnis aus neuester Zeit,

5.

ein Lichtbild aus neuester Zeit.

Darüber hinaus können eingereicht werden:

6.

Zeugnisse über bereits abgelegte sonstige Prüfungen,

7.

wissenschaftliche Veröffentlichungen des Prüflings,

8.

gegebenenfalls ein Nachweis der Schwerbehinderung.

(8) Sofern Studierende nach Maßgabe der Bestimmungen des § 9 Abs. 4 die fachwissenschaftliche Prüfung in einem Fach vor einem anderen Prüfungsamt abgelegt haben und die Gesamtprüfung vor dem Prüfungsamt des Saarlandes ablegen, können sie zur fachwissenschaftlichen Prüfung in nur einem Fach zugelassen werden. Gleiches gilt, wenn die Gesamtprüfung im Rahmen des Prüfungssplittings vor einem anderen Prüfungsamt abgelegt wird.

(9) Behinderten sind auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen im Prüfungsverfahren einzuräumen.

§ 11

Freiversuch

(1) Legt ein Prüfling nach ununterbrochenem Studium die Erste Staatsprüfung innerhalb der Regelstudienzeit erstmals vollständig ab und besteht er in den Fachwissenschaften eine oder mehrere schriftliche oder mündliche Prüfungen oder die Prüfung in Erziehungswissenschaft nicht, so gelten die nicht bestandenen Prüfungen als nicht unternommen (Freiversuch). § 19 Abs. 1 bleibt unberührt; für die wissenschaftliche Arbeit wird ein Freiversuch nicht gewährt.

(2) Die mit mindestens „ausreichend“ benoteten Prüfungen können auf Antrag angerechnet werden, wenn die erneute Meldung zum nächsten Prüfungstermin erfolgt.

(3) Bei der Meldung zu den Prüfungsteilen (§ 5 Abs. 1 Nr. 2 und 3) hat der Prüfling anzugeben, ob die Prüfung als Freiversuch abgelegt werden soll.

(4) Bei Ermittlung der für den Freiversuch maßgeblichen Studiendauer werden Verlängerungen und Unterbrechungen nicht berücksichtigt, soweit sie

1.

durch die Mitwirkung in gesetzlich oder in Ordnungen vorgesehenen Gremien einer Hochschule oder in satzungsgemäßen Organen der Selbstverwaltung der Studierenden an dieser Hochschule oder der Studentenwerke,

2.

durch Krankheit oder andere von den Studierenden nicht zu vertretende Gründe oder

3.

durch Schwangerschaft oder durch Erziehung eines Kindes

bedingt waren. Unberücksichtigt bleibt ferner ein ordnungsgemäßes einschlägiges Auslandsstudium von bis zu zwei Semestern. Den Studierenden obliegt ein entsprechender Nachweis.

(5) Wird ein Täuschungsversuch oder ein ordnungswidriges Verhalten des Prüflings gemäß § 29 geahndet, entfallen die Berechtigungen des Freiversuchs.

(6) Bei einer im Freiversuch bestandenen Ersten Staatsprüfung können mit Ausnahme der wissenschaftlichen Arbeit Prüfungsleistungen einmal zur Notenverbesserung wiederholt werden, wenn eine Meldung zum nächsten Prüfungstermin erfolgt. Wird eine Notenverbesserung nicht erreicht, bleibt die im ersten Prüfungsversuch erzielte Note gültig.

(7) In den Fällen des Prüfungssplittings gilt die Freiversuchsregelung des Landes, vor dessen Prüfungsamt die Gesamtprüfung abgelegt wird.

Unterabschnitt 2

Wissenschaftliche Arbeit

§ 12

Anforderungen und Abgabetermin

(1) Der Prüfer/Die Prüferin stellt aus einem in der Regel vom Prüfling gewählten Gebiet das Thema und teilt es dem Prüfungsamt schriftlich mit; das Thema darf dem Prüfling nicht vor der Mitteilung gemäß Satz 4 bekannt gegeben werden. Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes entscheidet über die Annahme des Themas. Er/Sie kann in Zweifelsfällen nach Rücksprache mit dem Prüfer/der Prüferin einen anderen Themenvorschlag verlangen. Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes teilt dem Prüfling das Thema und den Abgabetermin der wissenschaftlichen Arbeit mit.

(2) Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Arbeit in einem Zeitraum von drei Monaten selbstständig fertiggestellt werden kann. Auf begründeten Antrag kann der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes nach Einholung einer Stellungnahme des Prüfers/der Prüferin die Frist für die Abgabe um bis zu vier Wochen, in besonderen Fällen um bis zu acht Wochen verlängern; der Antrag ist spätestens zwei Wochen vor Ablauf der Abgabefrist an das Prüfungsamt zu richten. Bei Erkrankung und bei Vorliegen von anderen Gründen, die der Prüfling selbst nicht zu vertreten hat, kann der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes auf Antrag eine Unterbrechung der Abgabefrist gestatten. Versäumt der Prüfling ohne genügende Begründung die Frist zur Abgabe, ist dieser Prüfungsteil nicht bestanden. § 14 Abs. 3 findet entsprechende Anwendung. Ob eine Begründung genügt, entscheidet der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes.

(3) Die wissenschaftliche Arbeit soll in deutscher Sprache in der für wissenschaftliche Publikationen üblichen Form abgefasst werden. Prüflinge in fremdsprachlichen Fächern können die wissenschaftliche Arbeit in der Sprache ihres Faches schreiben. Die Arbeit muss ein ausführliches Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel enthalten. Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen unter Angabe der Quelle als Entlehnung kenntlich gemacht werden. Das Gleiche gilt für beigefügte Zeichnungen, Kartenskizzen, bildliche Darstellungen oder Ähnliches. Der Prüfling hat am Schluss der Arbeit die Versicherung abzugeben, dass er die Arbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und sich anderer als der angegebenen Hilfsmittel und Quellen nicht bedient hat. § 29 Abs. 2 und 3 findet Anwendung.

(4) Die wissenschaftliche Arbeit ist in gebundener Form maschinenschriftlich geschrieben und mit Seitenzahlen sowie Inhaltsübersicht versehen abzuliefern. Ein Exemplar ist dem Prüfungsamt vorzulegen. Der Prüfer/Die Prüferin, der/die das Thema gestellt hat, erhält vom Prüfling ein weiteres Exemplar.

(5) Statt der wissenschaftlichen Arbeit kann eine schriftliche Arbeit, die der Prüfling im Rahmen einer anderen Staats- oder Hochschulprüfung erstellt hat, angenommen werden, sofern diese Arbeit den Erfordernissen gemäß § 7 Abs. 1 entspricht. Die Entscheidung trifft der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes, der/die die Note für die wissenschaftliche Arbeit festsetzt.

(6) Der Prüfling darf die wissenschaftliche Arbeit zu anderen Zwecken in der Regel erst dann verwenden, wenn die Erste Staatsprüfung abgeschlossen und das Prüfungszeugnis ausgestellt ist. Die Prüfungsarbeit bleibt bei den Akten des Prüfungsamtes. Der Verfasser/Die Verfasserin kann auf eigene Kosten Abschriften oder Ablichtungen anfertigen lassen.

§ 13

Künstlerische/gestalterische Arbeit

(1) Im Fach Kunsterziehung kann wahlweise an die Stelle der wissenschaftlichen Arbeit in den Bereichen Kunstgeschichte und Kunstdidaktik eine künstlerische/gestalterische Arbeit treten. Für diese soll dem Prüfling ein Thema gestellt werden, das aus seiner bisherigen Atelierarbeit oder seiner Projektarbeit erwächst. Der künstlerischen/gestalterischen Arbeit sind ein Arbeitsbericht und eine kurze Beschreibung der angefertigten Werke beizufügen. Eine Zweitausfertigung ist mit den Werken unmittelbar dem Prüfer/der Prüferin vorzulegen.

(2) Die künstlerische Arbeit im Fachbereich Kunst oder die gestalterische Arbeit im Fachbereich Design wird mit einer Note gemäß § 23 bewertet. Maßgeblich für die Note der Arbeit im Fachbereich Kunst ist die künstlerische Qualität und Eigenständigkeit der Werke. Die Note für die Arbeit im Fachbereich Design ergibt sich aus der Beurteilung der Qualität, mit der das gestellte Thema gelöst wurde. Die Note ist durch ein Gutachten zu begründen.

(3) Die Bewertung der Präsentation der angefertigten Werke erfolgt im Rahmen der Prüfung in künstlerischer Praxis gemäß Anlage 1, Teilziffer 3.2.1 der Prüfungsvoraussetzungen im Fach Kunsterziehung.

(4) Im Übrigen gelten die §§ 10 und 12 entsprechend.

§ 14

Bewertung der wissenschaftlichen Arbeit

(1) Die Beurteilung der wissenschaftlichen Arbeit obliegt dem Prüfer/der Prüferin, der/die das Thema gestellt hat, und einem weiteren Prüfer/einer weiteren Prüferin. Dieser/Diese wird vom Prüfungsamt aus dem Kreis der zuständigen Mitglieder gemäß § 8 Abs. 2 als Zweitkorrektor/Zweitkorrektorin bestellt. Erst- und Zweitkorrektor/Erst- und Zweitkorrektorin erstellen jeweils ein Gutachten. Die sprachliche Darstellung und die Sprachrichtigkeit einschließlich der Rechtschreibung und Zeichensetzung sind mit zu bewerten und bei der Benotung angemessen zu berücksichtigen. Das Ergebnis der Beurteilung wird in einer Note gemäß § 23 zusammengefasst. Das Bewertungsverfahren soll nach sechs Wochen mit der Vorlage der schriftlichen Gutachten abgeschlossen sein.

(2) Bei abweichender Bewertung sollen sich die beiden Korrektoren/Korrektorinnen auf eine gemeinsame Note einigen. Kommt eine Einigung nicht zustande, so setzt der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes im Rahmen der erteilten Prüfungsnoten die endgültige Note fest.

(3) Wird in der wissenschaftlichen Arbeit die Note „ausreichend“ nicht erreicht, ist dieser Prüfungsteil nicht bestanden und dem Prüfling die Bearbeitung eines neuen Themas aufzugeben. Wird auch in der zweiten wissenschaftlichen Arbeit die Note „ausreichend“ nicht erreicht, kann der Prüfling endgültig nicht zu den weiteren Prüfungsteilen zugelassen werden. Die Erste Staatsprüfung gilt als endgültig nicht bestanden, eine Wiederholung ist nicht mehr möglich.

Unterabschnitt 3

Fachwissenschaftliche Arbeit

§ 15

Anmeldung

(1) Meldeschluss für die Anmeldung zur fachwissenschaftlichen Prüfung ist in der Regel für den Herbsttermin der 1. März, für den Frühjahrstermin der 1. September des Vorjahres.

(2) In der Anmeldung sind anzugeben:

1.

die Fächer, in denen der Prüfling die Prüfung abzulegen wünscht,

2.

die Prüfer/Prüferinnen, von denen der Prüfling geprüft zu werden wünscht,

3.

die vom Prüfling gewählten Spezialgebiete, soweit solche nach den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) zulässig sind.

Bei der Wahl des Faches Musik gelten die besonderen Bestimmungen der Prüfungsanforderungen (Anlage 1).

(3) Mit der Anmeldung sind die erforderlichen Nachweise gemäß § 10 Abs. 4, die Studienbücher sowie je eine vollständige Aufstellung der absolvierten Lehrveranstaltungen in jedem der gewählten Fächer und der beigefügten Nachweise vorzulegen.

(4) Studierende, die nach Maßgabe der Bestimmungen des § 10 Abs. 8 den fachwissenschaftlichen Prüfungsteil in einem Fach vor einem anderen Prüfungsamt ablegen, melden sich zur fachwissenschaftlichen Prüfung nur in dem an der Universität des Saarlandes studierten Fach an.

§ 16

Zusammensetzung der fachwissenschaftlichen Prüfung

(1) Die fachwissenschaftliche Prüfung setzt sich zusammen aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung in jedem Fach der gewählten Fächerverbindung gemäß § 6 . Die mündliche Prüfung wird jeweils nach der schriftlichen Prüfung in dem betreffenden Fach abgelegt.

(2) Die Zusammensetzung der Prüfung im Fach Kunsterziehung und im FachMusik ergibt sich aus den Prüfungsanforderungen (Anlage 1).

(3) Die Prüfung in den Fächern findet zum selben Prüfungstermin statt. § 10 Abs. 1 Satz 4 bleibt unberührt.

§ 17

Schriftliche Prüfung

(1) Die schriftliche Prüfung in einem Fach besteht aus einer Arbeit oder mehreren Arbeiten unter Aufsicht (Klausurarbeiten).

(2) Art, Anzahl und Dauer der Klausurarbeiten sowie die Anzahl der Themen (Aufgaben), die zur Wahl gestellt werden, sind in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) festgelegt.

(3) Die Themen (Aufgaben) für die Klausurarbeiten werden auf Vorschlag der zuständigen Prüfer/Prüferinnen von dem Leiter/der Leiterin des Prüfungsamtes gestellt.

(4) Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes bestellt die Aufsicht Führenden aus dem Kreis der Mitglieder des Prüfungsamtes. Er/Sie teilt dem Prüfling schriftlich den Termin bzw. die Termine für die Klausurarbeiten mit. Die Aufsicht Führenden werden über die erlaubten Hilfsmittel in Kenntnis gesetzt.

(5) Die Aufsicht Führenden weisen zu Beginn jeder Klausurarbeit die Prüflinge auf die Bestimmungen des § 29 hin. Alle Reinschriften, Konzepte und Unterlagen werden amtlich gekennzeichnet. Sie sind am Ende der für die Klausur bestimmten Bearbeitungszeit abzugeben. Liefert der Prüfling die Arbeit nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit ab, führt die nicht erbrachte Prüfungsleistung zum Nichtbestehen der betreffenden Prüfung.

(6) Über den Verlauf der schriftlichen Prüfung ist von den Aufsicht Führenden eine Niederschrift zu fertigen und zu unterzeichnen. In diese sind aufzunehmen:

1.

die Namen der Aufsicht Führenden mit Angabe ihrer Aufsichtszeit,

2.

die Namen und Platznummern der Prüflinge (Sitzplan),

3.

ein Vermerk über Beginn und Ende der Arbeitszeit, über die Belehrung gemäß Absatz 5 Satz 1, über eine Unterbrechung der Prüfung unter Angabe der Gründe und über eine vorübergehende Abwesenheit des Prüflings unter Angabe der Zeit,

4.

der Zeitpunkt der Abgabe der einzelnen Klausurarbeiten und

5.

ein Vermerk über besondere Vorkommnisse.

§ 18

Bewertung einer schriftlichen Prüfung

(1) Die Beurteilung der schriftlichen Prüfung in einem Fach obliegt den Prüfern/Prüferinnen, die die jeweiligen Themen (Aufgaben) vorgeschlagen haben, und vom Prüfungsamt beauftragten Zweitkorrektoren/Zweitkorrektorinnen. Die Beurteilungen werden mit einer Note gemäß § 23 abgeschlossen. Das Bewertungsverfahren soll nach vier Wochen abgeschlossen sein. Bei abweichender Bewertung sollen sich die beiden Korrektoren/Korrektorinnen auf eine gemeinsame Note einigen; kommt eine Einigung nicht zustande, so setzt der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes im Rahmen der erteilten Prüfungsnoten die endgültige Note fest.

Besteht die schriftliche Prüfung in einem Fach nach Maßgabe der Prüfungsanforderungen (Anlage 1) aus mehreren Klausurarbeiten, wird aus ihren Bewertungen ein Durchschnittsergebnis gemäß § 24 Abs. 3 ermittelt. Die Bewertungen haben gleiches Gewicht, soweit in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die schriftliche Prüfung in einem Fach ist bestanden, wenn ihr Ergebnis bzw. Durchschnittsergebnis mindestens „ausreichend“ lautet und keine Klausurarbeit mit „ungenügend“ bewertet wurde. Für die Fächer Englisch und Französisch gelten die besonderen Bestimmungen in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1).

(3) Mindestens ausreichende schriftliche Prüfungsleistungen können auf Wiederholungsprüfungen angerechnet werden.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für das Fach Kunsterziehung und das FachMusik nur insoweit, als in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist.

§ 19

Mündliche Prüfung

(1) Hat der Prüfling die schriftliche Prüfung eines Faches bestanden, ist er zur mündlichen Prüfung in diesem Fach zugelassen.

(2) In der mündlichen Prüfung soll der Prüfling an den von ihm gemäß den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) gewählten Sachgebieten zeigen, dass er Gegenstand und Methode des Faches kennt und anzuwenden versteht und dass er mit den besonderen Problemen dieser Gebiete vertraut ist.

(3) Die mündliche Prüfung eines Faches dauert in der Regel 45 Minuten, soweit in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist. Jeder Prüfling ist einzeln zu prüfen.

(4) Die Durchführung der mündlichen Prüfung obliegt den Prüfern/Prüferinnen (§ 8 Abs. 2). Der Beisitzer/Die Beisitzerin fertigt die Niederschrift an. Der Beisitzer/Die Beisitzerin ist berechtigt, Fragen zu stellen. Der/Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist befugt, in die Prüfung einzugreifen, Fragen zu stellen und die Berücksichtigung bestimmter Gebiete, die in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) vorgesehen sind, zu verlangen.

(5) In der Niederschrift sind die Note gemäß § 23, die Prüfungsthemen und wichtige Prüfungsfragen festzuhalten. Aus ihr soll zu erkennen sein, mit welchem Ergebnis der Prüfling die Themen behandelt und die Fragen beantwortet hat. Die Niederschrift wird von den an der Prüfung beteiligten Mitgliedern des Prüfungsausschusses unterzeichnet. Sie ist Bestandteil der Prüfungsakten.

(6) Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes kann auf Wunsch des Prüflings bei der Prüfung bis zu drei Mitgliedern der betreffenden Hochschule, ausgenommen Prüflinge desselben Prüfungstermins, die Anwesenheit als Zuhörer/Zuhörerinnen gestatten.

(7) Die Absätze 1 bis 5 gelten für das Fach Kunsterziehung und das Fach Musik nur insoweit, als in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist

§ 20

Bewertung einer mündlichen Prüfung

(1) Die Beurteilung der mündlichen Prüfung in einem Fach obliegt dem Prüfungsausschuss. Die Beurteilung wird mit einer Note gemäß § 23 abgeschlossen. Besteht die mündliche Prüfung eines Faches nach Maßgabe der Prüfungsanforderungen (Anlage 1) aus mehreren Teilen, wird aus den Bewertungen dieser Teile ein Durchschnittsergebnis gemäß § 24 Abs. 3 ermittelt; die Bewertungen haben gleiches Gewicht, soweit in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die mündliche Prüfung in einem Fach ist bestanden, wenn ihr Ergebnis bzw. Durchschnittsergebnis mindestens „ausreichend“ lautet und kein Prüfungsteil mit „ungenügend“ bewertet wurde, soweit in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist.

(3) Mindestens ausreichende mündliche Prüfungsleistungen können auf Wiederholungsprüfungen angerechnet werden.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für das Fach Kunsterziehung und das Fach Musik nur insoweit, als in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) nichts anderes bestimmt ist

Unterabschnitt 4

Prüfung in Erziehungswissenschaft

§ 21

Anmeldung

(1) Meldeschluss für die Anmeldung zur Prüfung in Erziehungswissenschaft ist in der Regel für den Sommertermin der 1. März, für den Wintertermin der 1. Oktober.

(2) Mit der Anmeldung sind folgende Unterlagen einzureichen:

1.

ein Verzeichnis der Lehrveranstaltungen in Erziehungswissenschaft, an denen der Prüfling teilgenommen hat,

2.

die Nachweise über die in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) genannten Prüfungsvoraussetzungen sowie

3.

die Benennung des Prüfers/der Prüferin, von dem/der der Prüfling mündlich geprüft zu werden wünscht; ein Anspruch auf Zuweisung eines bestimmtem Prüfers/einer bestimmten Prüferin bestehtnicht.

Die Studienbücher sind vorzulegen.

§ 22

Durchführung und Bewertung der Prüfung

(1) Die Prüfung in Erziehungswissenschaft besteht aus einer mündlichen Prüfung, deren Dauer in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) festgelegt ist. Für die mündliche Prüfung findet § 19 Abs. 4 bis 6 Anwendung.

(2) Die Beurteilung der mündlichen Prüfung obliegt dem Prüfungsausschuss. Sie wird mit einer Note gemäß § 23 abgeschlossen. Die mündliche Prüfung ist bestanden, wenn ihr Ergebnis mindestens „ausreichend“ lautet.

Unterabschnitt 5

Schlussbestimmungen

§ 23

Prüfungsnoten

Die einzelnen Prüfungsleistungen werden wie folgt bewertet:

 

15/14/13 Punkte

= sehr gut

(1)

= eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung;

12/11/10 Punkte

= gut

(2)

= eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung;

9/8/7 Punkte

= befriedigend

(3)

= eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung;

6/5/4 Punkte

= ausreichend

(4)

= eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;

3/2/1 Punkte

= mangelhaft

(5)

= eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten;

0 Punkte

= ungenügend

(6)

= eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden könnten.

 

§ 24

Ergebnis der fachwissenschaftlichen Prüfung (Fachendnoten) und der Prüfung in Erziehungswissenschaft

(1) Ist die mündliche Prüfung eines Faches bestanden, wird das Ergebnis der fachwissenschaftlichen Prüfung in dem betreffenden Fach ermittelt (Fachendnote). Jede Fachendnote wird aus den Bewertungen der schriftlichen Prüfung und der mündlichen Prüfung des betreffenden Faches errechnet. Dabei werden die Bewertungen der schriftlichen Prüfung und der mündlichen Prüfung jeweils im Verhältnis eins zu zwei, bei mehreren Klausurarbeiten im Verhältnis eins zu eins gewichtet. Für die Ermittlung der Fachendnoten im Fach Kunsterziehung, im Fach Musik und im Fach Sport gelten die besonderen Bestimmungen in den Prüfungsanforderungen (Anlage 1).

(2) Ist die mündliche Prüfung in Erziehungswissenschaft bestanden, wird die Endnote in Erziehungswissenschaft ermittelt, indem die Note der Zwischenprüfung in Erziehungswissenschaft mit dem Faktor drei, die Durchschnittsnote der ungewichteten Noten der beiden benoteten Scheine aus dem erziehungswissenschaftlichen Hauptstudium gemäß den Prüfungsanforderungen (Anlage 1) mit dem Faktor zwei und die Note der mündlichen Prüfung mit dem Faktor 15 multipliziert werden und die Summe der Ergebniszahlen durch die Summe der benutzten Faktoren geteilt wird. Über das Ergebnis der Prüfung wird auf Antrag eine Bescheinigung nach Anlage 2 ausgestellt.

(3) Die Fachendnote bzw. die Endnote in Erziehungswissenschaft wird jeweils bis auf zwei Dezimalstellen berechnet. Die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Die Note lautet

sehr gut bei einer Durchschnittspunktzahl von 15,00 bis 12,50

gut bei einer Durchschnittspunktzahl von 12,49 bis 9,50

befriedigend bei einer Durchschnittspunktzahl von 9,49 bis 6,50

ausreichend bei einer Durchschnittspunktzahl von 6,49 bis 3,50.

§ 25

Ergebnis der Ersten Staatsprüfung (Gesamtnote)

(1) Aus der Note für die wissenschaftliche Arbeit, den Fachendnoten in den gewählten Fächern sowie dem Ergebnis der Prüfung in Erziehungswissenschaft wird vom Prüfungsamt die Gesamtnote für die Erste Staatsprüfung ermittelt. Dabei werden die Note für die wissenschaftliche Arbeit mit dem Faktor fünf, die Fachendnoten in den gewählten Fächern jeweils mit dem Faktor sechs und die Note in Erziehungswissenschaft mit dem Faktor drei multipliziert und die Summe der Ergebniszahlen durch die Summe der benutzten Faktoren bis auf zwei Dezimalstellen geteilt.

(2) Die Gesamtnote für die bestandene Erste Staatsprüfung lautet

mit Auszeichnung bestanden bei einer Durchschnittspunktzahl von 15,00 bis 12,50

gut bestanden bei einer Durchschnittspunktzahl von 12,49 bis 9,50

befriedigend bestanden bei einer Durchschnittspunktzahl von 9,49 bis 6,50

bestanden bei einer Durchschnittspunktzahl von 6,49 bis 3,50.

§ 26

Mitteilung des Prüfungsergebnisses und Prüfungszeugnis

(1) Das Ergebnis der Ersten Staatsprüfung wird dem Prüfling vom Prüfungsamt mitgeteilt. Auf seinen Antrag ist ihm, wenn er die Prüfung bestanden hat, eine vorläufige Bescheinigung über das Ergebnis der Prüfung auszustellen (Anlage 3).

(2) Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach Anlage 4. Eine Zweitausfertigung des Zeugnisses ist zu den Prüfungsakten zu nehmen.

(3) Die Zeugnisse werden von dem Leiter/der Leiterin des Prüfungsamtes oder einem/einer Beauftragten des Ministeriums für Bildung und Kultur unterschrieben und mit dem Dienstsiegel versehen.

(4) Ist die Prüfung in einem Prüfungsteil oder in einem Teil eines Prüfungsteils oder erstmals in ihrer Gesamtheit nicht bestanden, erhält der Prüfling einen schriftlichen Bescheid, in dem ihm mitgeteilt wird, welche Wiederholungsprüfungen abzulegen sind. Ist die Erste Staatsprüfung endgültig nicht bestanden, erhält der Prüfling eine Bescheinigung nach Anlage 5.

(5) Rechenfehler sind jederzeit, auch von Amts wegen, vom Prüfungsamt zu berichtigen. Das Datum der Berichtigung ist in den Prüfungsakten zu vermerken. Ein unrichtiges Zeugnis ist durch ein richtiges zu ersetzen.

§ 27

Einsicht in die Prüfungsakte

(1) Der Prüfling hat das Recht, innerhalb eines Jahres nach Mitteilung des Gesamtergebnisses der Prüfung seine vollständige Prüfungsakte beim Prüfungsamt einzusehen.

(2) Wenn die wissenschaftliche Arbeit oder eine schriftliche oder mündliche Prüfung nicht bestanden wurde, hat der Prüfling das Recht, den betreffenden Teil der Prüfungsakte einzusehen.

§ 28

Verhinderung und Säumnis, Aussetzen des Prüfungsverfahrens

(1) Ist der Prüfling durch Krankheit oder andere von ihm nicht zu vertretende Gründe verhindert, zu einem angegebenen Prüfungstermin zu erscheinen, hat er dies in geeigneter Weise unverzüglich nachzuweisen. Bei Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen; der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Er/Sie entscheidet, ob eine vom Prüfling nicht zu vertretende Verhinderung vorliegt. Die Prüfung wird an einem vom Prüfungsamt zu bestimmenden Termin fortgesetzt. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden in der Regel angerechnet.

(2) Versäumt ein Prüfling ohne genügende Entschuldigung einen Prüfungstermin, führt die nicht erbrachte Prüfungsleistung zum Nichtbestehen der betreffenden Prüfung. § 12 Abs. 2 Satz 4 bis 6 bleibt unberührt.

(3) Der Rücktritt von der Prüfung oder einem ihrer Teile ist nicht gestattet.

(4) Das Prüfungsverfahren kann in besonderen Fällen auf Antrag ausgesetzt werden. Die Entscheidung hierüber und über die Bedingungen seiner Fortsetzung trifft der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes.

§ 29

Ordnungswidriges Verhalten im Rahmen der Prüfung

(1) Versucht ein Prüfling bei der Anfertigung einer Klausurarbeit eine Täuschung, stellt der/die Aufsichtführende dies fest und berichtet darüber dem Leiter/der Leiterin des Prüfungsamtes.

Bei grob störendem Verhalten kann ein Prüfling von dem/der Aufsichtführenden oder von dem/der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses von der weiteren Erbringung der betreffenden Prüfungsleistung ausgeschlossen werden.

(2) Über die Folgen einer Täuschung, eines Täuschungsversuches oder eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens entscheidet der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes. Er/Sie kann die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen und in schweren Fällen die Erste Staatsprüfung für nicht bestanden erklären. Wird die Prüfung für nicht bestanden erklärt, ist eine Wiederholung nur mit Genehmigung des Ministeriums für Bildung und Kultur möglich.

(3) Wird eine schwerwiegende Täuschungshandlung oder ein sonstiges ordnungswidriges Verhalten erst nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, kann der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes die Prüfung für ungültig erklären. Die Erste Staatsprüfung gilt in diesem Falle als nicht bestanden. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend. Die Entscheidung nach Satz 1 kann binnen fünf Jahren nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, längstens jedoch bis zum Bestehen der Zweiten Staatsprüfung getroffen werden.

§ 30

Wiederholung der Prüfung

(1) Ein Prüfling, der eine schriftliche Prüfung oder eine mündliche Prüfung nicht bestanden hat, kann eine solche Prüfung zum nächsten, spätestens zum übernächsten Termin wiederholen (Teilwiederholungsprüfung).

(2) Besteht ein Prüfling eine Teilwiederholungsprüfung nicht, ist die Erste Staatsprüfung insgesamt nicht bestanden.

(3) Ist die Erste Staatsprüfung nicht bestanden, kann sie einmal wiederholt werden (Gesamtwiederholungsprüfung), und zwar frühestens zum nächsten und spätestens zum übernächsten Termin. Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes entscheidet, welche schon erbrachten Prüfungsleistungen angerechnet werden. Innerhalb der Gesamtwiederholungsprüfung sind keine Teilwiederholungsprüfungen mehr gestattet.

(4) § 14 Abs. 3 bleibt unberührt.

§ 31

Erweiterungsprüfung

(1) Für die Durchführung der fachwissenschaftlichen Prüfung in einem Zusatzfach gelten die §§ 15 bis 20, 23 bis 30 sinngemäß; § 25 findet keine Anwendung. Bei Bewerbern/Bewerberinnen, die die Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) bereits erworben haben und nachträglich erweitern, kann das Ministerium für Bildung und Kultur auf den Nachweis von Studienleistungen teilweise verzichten, wenn für den Erwerb der Lehramtsbefähigung gleichwertige Studienleistungen erbracht wurden oder die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen in Verbindung mit berufspraktischer Tätigkeit in dem gewählten Zusatzfach nachgewiesen wird.

(2) Über die bestandene Erweiterungsprüfung wird ein Zeugnis nach Anlage 6 ausgestellt. Das Zeugnis ist nur in Verbindung mit dem Zeugnis über die Erste Staatsprüfung gültig.

Abschnitt III

Vorbereitungsdienst

§ 32

Zulassung zum Vorbereitungsdienst

(1) Wer die Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) bestanden hat, kann auf seinen Antrag zum Vorbereitungsdienst zugelassen und unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zum Anwärter/zur Anwärterin für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) ernannt werden.

(2) Eine in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland abgelegte Lehramtsprüfung gilt als anerkannt, wenn sie dem Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) entspricht. Im Übrigen kann sie vom Ministerium für Bildung und Kultur anerkannt werden, wenn sie gleichwertig ist und sich im Wesentlichen auf die gleiche Schulform bezieht.

(3) Der Zulassungsantrag ist an das Ministerium für Bildung und Kultur zu richten.

(4) Dem Antrag sind beizufügen:

1.

eine Geburtsurkunde, gegebenenfalls eine Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde sowie Geburtsurkunden der Kinder,

2.

ein eigenhändig unterschriebener Lebenslauf,

3.

ein anerkanntes Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife oder ein diesem gleichgestelltes Zeugnis in beglaubigter Abschrift,

4.

das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung in beglaubigter Abschrift,

5.

bei Wahl des Faches Religion die kirchliche Unterrichtserlaubnis,

6.

ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis aus neuester Zeit, das die gesundheitliche Tauglichkeit für den Lehrerberuf bescheinigt,

7.

ein Führungszeugnis aus neuester Zeit,

8.

eine Erklärung darüber, ob der Bewerber/die Bewerberin gerichtlich bestraft ist oder gegen ihn/sie ein gerichtliches Strafverfahren oder ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist,

9.

der Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit oder der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union,

10.

zwei Lichtbilder aus neuester Zeit,

11.

gegebenenfalls ein Nachweis der Schwerbehinderung.

(5) Über den Antrag entscheidet das Ministerium für Bildung und Kultur. Ein ablehnender Bescheid ist zu begründen.

§ 33

Aufgabe des Vorbereitungsdienstes

Aufgabe des Vorbereitungsdienstes ist vornehmlich die Vorbereitung auf die Unterrichtspraxis unter besonderer Berücksichtigung der Bildungsziele der Grundschule, aufbauend auf den im Studium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten. Zur Ausbildung im Vorbereitungsdienst gehört auch eigenverantwortlicher Unterricht.

§ 34

Leitung der Ausbildung und beamtenrechtliche Stellung

(1) Die Dienstaufsicht über die Ausbildung des Anwärters/der Anwärterin führt das Ministerium für Bildung und Kultur.

(2) Vorgesetzter/Vorgesetzte des Anwärters/der Anwärterin ist der Leiter/die Leiterin des Studienseminars, dem er/sie zur Ausbildung zugewiesen ist.

§ 35

Dauer des Vorbereitungsdienstes

(1) Der Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate. Zeiten einer beruflichen Tätigkeit an einer wissenschaftlichen Hochschule nach Bestehen der Ersten Staatsprüfung können bis zu sechs Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden, sofern sie mit einer Unterrichtstätigkeit verbunden waren. Zeiten einer sonstigen beruflichen Tätigkeit, die nach der Ersten Staatsprüfung zurückgelegt und für die Ausbildung förderlich sind, können ebenfalls bis zu sechs Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden. Bei Anwärtern/Anwärterinnen, die nach Ablegung der Ersten Staatsprüfung für die Dauer eines Jahres als Austauschassistent/Austauschassistentin an einer ausländischen Schule tätig waren, kann diese Zeit bis zu sechs Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden. Die Entscheidung über die Anrechnung trifft das Ministerium für Bildung und Kultur; verschiedene anrechnungsfähige Zeiten können insgesamt nur bis zur Höchstgrenze von sechs Monaten berücksichtigt werden.

(2) Erreicht der Anwärter/die Anwärterin das Ziel der Ausbildung voraussichtlich nicht, kann das Ministerium für Bildung und Kultur auf Antrag des Anwärters/der Anwärterin den Vorbereitungsdienst verlängern.

(3) Während des Vorbereitungsdienstes können Ausbildungsabschnitte an einer dem Studienseminar entsprechenden Einrichtung im Ausland absolviert und angerechnet werden, sofern sie gleichwertig sind. Die Entscheidung hierüber trifft das Ministerium für Bildung und Kultur.

§ 36

Zuweisung an das Studienseminar [5]

(1) Mit der Zulassung zum Vorbereitungsdienst wird der Anwärter/die Anwärterin dem Studienseminar zur Ausbildung zugewiesen. Aus organisatorischen Gründen kann der Anwärter/die Anwärterin zur Ausbildung in seinem/ihrem Wahlfach dem Studienseminar für das Lehramt an Realschulen und Gesamtschulen zugewiesen werden.

(2) Zur Ausbildung in der Didaktik und Methodik seiner/ihrer Fächer wird der Anwärter/die Anwärterin durch den Leiter/die Leiterin des Studienseminars Fachleitern/Fachleiterinnen zugeteilt, die vom Ministerium für Bildung und Kultur bestellt sind.

(3) Der Anwärter/Die Anwärterin soll nach Möglichkeit verschiedene Schulen kennen lernen, ohne dass dadurch die Zuweisung zum Studienseminar und die Zuteilung zu den Fachleitern/Fachleiterinnen aufgehoben wird. Die Fachleiter/Fachleiterinnen informieren sich durch Unterrichtsbesuche über den an anderen Schulen erteilten Unterricht.

[5]

Vgl. Erlass betr. die Neubezeichnung vom 19. März 2003 (GMBl. S. 74).

§ 37

Ausbildungsunterricht, Lehrproben

(1) Die Ausbildung des Anwärters/der Anwärterin beginnt mit einer halbjährigen Einführung in die Praxis des Unterrichtens. Der Anwärter/Die Anwärterin hospitiert zunächst auf mehreren Klassenstufen. Außerdem soll er/sie sich mit den Einrichtungen der Schule vertraut machen.

(2) Der Anwärter/Die Anwärterin übernimmt einzelne Unterrichtsstunden unter Aufsicht des Fachleiters/der Fachleiterin. Diese Unterrichtstätigkeit soll sich im Laufe der Ausbildung zu längeren Unterrichtseinheiten steigern, in denen der Anwärter/die Anwärterin im Einvernehmen mit dem Fachleiter/der Fachleiterin auch die Lernerfolgskontrollen übernimmt. Während dieser Zeit soll der Anwärter/die Anwärterin durch Hospitationen bei seinen/ihren Fachleitern/Fachleiterinnen und anderen Anwärtern/Anwärterinnen seine/ihre Einsicht in didaktische und methodische Probleme erweitern und vertiefen. Anwärtern/Anwärterinnen mit einer entsprechenden Fächerverbindung soll die Möglichkeit eingeräumt werden, einen Teil ihres Ausbildungsunterrichts an Schulen mit bilingualem Angebot zu absolvieren.

(3) Die Anwärter/Anwärterinnen sind in den audiovisuellen Medien auszubilden. Auch sollen sie lernen, Sendungen des Schulfunks und des Schulfernsehens für den Unterricht zu nutzen und auszuwerten. In Fachsitzungen sollen sie nicht nur mit der technischen Handhabung dieser Medien vertraut gemacht werden, sondern vor allem die didaktisch-methodischen Möglichkeiten kennen lernen sowie eine vertiefte theoretische Begründung für den Einsatz erhalten. Die Medienausbildung erstreckt sich auf eine informationstechnische Grundausbildung, die außer den Lernzielen der informationstechnischen Grundbildung den Einsatz und die Einübung der neuen Informations- und Kommunikationsmedien im Unterricht der einzelnen Fächer einbezieht.

(4) Zum Ausbildungsunterricht gehören Hospitationen, Unterricht unter Aufsicht und nach Abschluss des Einführungshalbjahres eigenverantwortlicher Unterricht. Der Ausbildungsunterricht umfasst während der gesamten Ausbildungszeit 16 Stunden pro Woche. Der eigenverantwortliche Unterricht beträgt für die Dauer eines vollen Schuljahres 10 Wochenstunden; soweit ein Einsatz als Klassenlehrer/Klassenlehrerin beabsichtigt ist, können weitere 4 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht gegen Vergütungvorgesehen werden. Dieser eigenverantwortliche Unterrichtist fester Bestandteil der Unterrichtsverteilung der Schule, an der der Anwärter/die Anwärterin eingesetzt ist. Im Rahmen seiner Ausbildung kann dem Anwärter/der Anwärterin in dem Ausbildungshalbjahr, in dem er/sie nicht mit eigenverantwortlichem Unterricht eingesetzt ist, Unterrichtsvertretung in einem Umfang übertragen werden, der die besonderen Belastungen seiner/ihrer Ausbildung berücksichtigt. Der Anwärter/Die Anwärterin soll in seinen/ihren Unterrichtsfächern bis zum Ende seiner/ihrer Ausbildung Schüler und Schülerinnen unterschiedlicher Klassenstufen sowohl in der Grundschule als auch in den Klassenstufen 5 bis 9 in dem auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses bezogenen Bildungsgangunterrichtet haben. Der Leiter/Die Leiterin des Studienseminars und die Fachleiter/Fachleiterinnen haben sich durch Unterrichtsbesuche vom Ausbildungsstand der Anwärter/Anwärterinnen zu überzeugen; die Fachleiter/Fachleiterinnen führen darüber hinaus im eigenverantwortlichen Unterricht der ihnen zugewiesenen Anwärter/Anwärterinnen unangekündigte Unterrichtsbesuche durch, die mit dem Anwärter/der Anwärterin besprochen und entsprechend § 23 benotet werden; die Noten werden dem Anwärter/der Anwärterin bekannt gegeben.

(5) Bis zum Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres hält der Anwärter/die Anwärterin mindestens zwei Lehrproben in jedem seiner/ihrer Fächer; im Wahlfach (§ 6) findet eine Lehrprobe in der Grundschule statt, soweit es dort unterrichtet wird. Zu jeder Lehrprobe ist ein schriftlicher Entwurf auszuarbeiten, der in einer hinreichenden Zahl von Ausfertigungen mindestens zwei Tage vor dem Tag der Lehrprobe abzugeben ist. An der Lehrprobe nehmen der zuständige Fachleiter/die zuständige Fachleiterin, die Fachlehrkraft und der Leiter/die Leiterin des Studienseminars oder ein Vertreter/eine Vertreterin teil, der/die nicht zugleich zuständiger Fachleiter/zuständige Fachleiterin ist. Ebenso sollen die übrigen Anwärter/Anwärterinnen des betreffenden Faches anwesend sein. An die Lehrprobe schließt sich ihre Besprechung und Beurteilung in diesem Teilnehmerkreis an. Hierbei führt der Leiter/die Leiterin des Studienseminars oder ein Vertreter/eine Vertreterin den Vorsitz. Besprechung und Beurteilung der Lehrprobe werden von dem/der Vorsitzenden im Einvernehmen mit dem Fachleiter/der Fachleiterin in einer Note entsprechend § 23 zusammengefasst. Die Note wird dem Anwärter/der Anwärterin bekannt gegeben. Der Entwurf der Lehrprobe sowie die Niederschrift über ihre Besprechung und Beurteilung verbleiben bis zum Ausbildungsende beim Studienseminar.

(6) Die Lehrproben des letzten Ausbildungshalbjahres sind die Prüfungslehrproben. Für sie gilt § 47 .

(7) Anwärter/Anwärterinnen, die in ihrem Lehramtsstudium nicht bereits hinreichende Grundkenntnisse zur Erteilung des Frühunterrichts in Französisch, Kunsterziehung, Musik und Sport erworben haben und nachweisen können, sind verpflichtet, in diesen Fächern an entsprechenden Einführungsveranstaltungen des Studienseminars teilzunehmen.

§ 38

Theoretische Unterweisung

(1) In regelmäßigen Seminarsitzungen, die der Leiter/die Leiterin des Studienseminars oder ein anderes Mitglied der Seminarleitung wöchentlich oder als Blockveranstaltung abhält, sollen allgemeine pädagogischeFragen, die sich im Unterricht oder im Leben der Schule ergeben, besprochen werden. Der Leiter/Die Leiterin des Studienseminars kann im Einvernehmen mit dem Ministerium für Bildung und Kultur zur Behandlung spezieller FragenFachreferenten/Fachreferentinnen hinzuziehen. In den Sitzungen soll an das erziehungswissenschaftliche Studium angeknüpft werden. Gegenstand der Sitzungen sollen allgemeine Unterrichtslehre, Pädagogik, besonders in ihrem Bezug zur heutigen Schul- und Erziehungswirklichkeit, Sozialpädagogik, Fragen der Suchtprävention* , pädagogisch relevante Gebiete der Psychologie und der Soziologie, Fragen der europäischen Dimension des Unterrichts sowie Themen der Bildungspolitik und Schulreform sein. In die allgemeine und fachliche Unterweisung sind auch Fragen der Koedukation, der Integration von Behinderten und von Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, sowie fächerübergreifende Aspekte der Erziehung einzubeziehen, so z.B. die Medienerziehung,[6] die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung,[7] die Gesundheitserziehung, die Sexualerziehung, [8] die Friedenserziehung, die Verkehrserziehung. [9] Der Anwärter/Die Anwärterin soll außerdem mit allen dienstlichen Obliegenheiten einer Lehrkraft, mit dem Aufbau der Schulverwaltung und den wichtigsten schulrechtlichen Bestimmungen vertraut gemacht werden; dazu gehören auch der Dienstverkehr mit den Vorgesetzten und der Schulaufsichtsbehörde [10] sowie die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten.

(2) Unter dem Vorsitz der Fachleiter/Fachleiterinnen finden wöchentlich für die einzelnen Fächer zweistündige Fachsitzungen statt. In ihnen werden die Anwärter/Anwärterinnen in die Didaktik und Methodik ihrer Fächer eingeführt. Die Ausbildungsgegenstände der Fachsitzungen werden durch das Ministerium für Bildung und Kultur durch Richtlinien festgelegt.

(3) Besichtigungen sind, soweit sie dem Ausbildungsziel dienen, in den Ausbildungsplan einzubeziehen.

*

Vgl. Erlass über die Suchtvorbeugung und das Verhalten bei Suchtmittelmissbrauch in der Schule vom 9. Mai 1989 (GMBl. S. 208) und Richtlinien zur Suchtprävention in Schulen vom 9. Juli 1994 (GMBl. S. 386).

[6]

Vgl. Bekanntmachung zur Medienpädagogik vom 31. Mai 1995 (GMBl. S. 377).

[7]

Vgl. die Richtlinien zur Umwelterziehung an den Schulen vom 26. Mai 1994 (GMBl. S. 152).

[8]

Vgl. Richtlinien vom 13. Juni 1990 (GMBl. S. 208).

[9]

Vgl. Bekanntmachung vom 25. Juli 1994 (GMBl. S. 386).

[10]

Vgl. § 57 Abs. 1 Schulordnungsgesetz - BS-Nr. 223-2.

§ 39

Teilnahme am Leben der Schule

(1) Der Anwärter/Die Anwärterin soll bei Veranstaltungen (einschließlich solche deutsch-französischer Begegnungspädagogik) der Schule, an der er/sie Ausbildungsunterricht erteilt, mitwirken. Er/Sie soll einmal während des Vorbereitungsdienstes an einer mehrtägigen außerunterrichtlichen Schulveranstaltung teilnehmen.

(2) Die Teilnahme des Anwärters/der Anwärterin an Konferenzen der Ausbildungsschule richtet sich nach den Vorschriften des Schulmitbestimmungsgesetzes. [11] . Der Anwärter/Die Anwärterin soll das Aufnahmeverfahren der Eingangsklassen der weiterführenden Schulen kennen lernen und an der Durchführung der Abschlussprüfung zum Erwerb des Hauptschulabschlusses teilnehmen.

[11]

SchumG vgl. BS-Nr. 223-9.

Abschnitt IV

Zweite Staatsprüfung

§ 40

Zweck der Prüfung

Die Zweite Staatsprüfung dient der Feststellung, ob der Anwärter/die Anwärterin nach seinen/ihren fachlichen Kenntnissen und Kompetenzen sowie seiner/ihrer pädagogischen Eignung die für den Berufseintritt notwendigen Qualifikationen besitzt.

§ 41

Zeitpunkt und Ort der Prüfung

(1) Die Zweite Staatsprüfung wird am Ende des Vorbereitungsdienstes abgelegt. Bereits im letzten Ausbildungshalbjahr hat der Anwärter/die Anwärterin zum festgesetzten Zeitpunkt die pädagogische Arbeit abzuliefern und sich den Prüfungslehrproben zu unterziehen.

(2) Der Leiter/Die Leiterin des Prüfungsamtes legt auf Vorschlag des Leiters/der Leiterin des Studienseminars den Prüfungsplan für die Prüfungslehrproben und die mündlichen Prüfungen fest.

(3) § 10 Abs. 9 gilt entsprechend.

§ 42

Teile der Zweiten Staatsprüfung

Die Zweite Staatsprüfung umfasst Prüfungen im unterrichtspraktischen, im fachdidaktisch-fachmethodischen und im erziehungswissenschaftlichen Bereich. Sie besteht aus der pädagogischen Arbeit, Prüfungslehrproben und der mündlichen Prüfung. Die mündliche Prüfung gliedert sich in einen pädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Teil und in je einen fachdidaktisch-fachmethodischen Teil der Unterrichtsfächer des Anwärters/der Anwärterin.

§ 43

Prüfungsamt und Prüfungsausschüsse

(1) Die Zweite Staatsprüfung wird vor dem beim Ministerium für Bildung und Kultur eingerichteten Staatlichen Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen abgelegt.

(2) Zur Abnahme einer Prüfungslehrprobe einschließlich des fachdidaktisch-fachmethodischen Teils der mündlichen Prüfung des betreffenden Faches und zur Abnahme des pädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Teils der mündlichen Prüfung wird von dem Leiter/der Leiterin des Prüfungsamtes jeweils ein Prüfungsausschuss gebildet. Vorsitzender/Vorsitzende ist der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes oder ein Beauftragter/eine Beauftragte des Ministeriums für Bildung und Kultur. Der/Die Beauftragte des Ministeriums für Bildung und Kultur soll ein Schulaufsichtsbeamter/eine Schulaufsichtsbeamtin mit der Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) oder einer entsprechenden Befähigung oder ein Schulleiter/eine Schulleiterin mit einer solchen Befähigung sein.

Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus:

1.

dem/der Vorsitzenden,

2.

dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars, dem der Anwärter/die Anwärterin zugewiesen ist, oder einem Vertreter/einer Vertreterin,

3.

dem Fachleiter/der Fachleiterin, dem/der der Anwärter/die Anwärterin zugewiesen ist, und, außer im Fach Didaktik der Primarstufe, einem weiteren Fachleiter/einer weiteren Fachleiterin des zu prüfenden Faches; für die Abnahme des pädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Teils der mündlichen Prüfung treten an die Stelle der Fachleiter/Fachleiterinnen die Fachreferenten/Fachreferentinnen für Psychologie und für Schul-, Schulverwaltungs- und Dienstrecht.

Wird der Leiter/die Leiterin des Studienseminars zum/zur Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt, entfällt die Anwesenheit des Vertreters/der Vertreterin gemäß Satz 4 Nr. 2.Ist für das zu prüfende Fach kein zweiter Fachleiter/keine zweite Fachleiterin vorhanden, tritt an dessen/deren Stelle ein Beauftragter/eine Beauftragte des Ministeriums für Bildung und Kultur mit der Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) oder einer entsprechenden Befähigung für das betreffende Fach.

§ 8 Abs. 4 findet Anwendung.

(3) Ein Vertreter/Eine Vertreterin der jeweils zuständigen kirchlichen Oberbehörde wird zu der Prüfungslehrprobe einschließlich des fachdidaktisch-fachmethodischen Teils der mündlichen Prüfung im Fach Religion eingeladen und kann dabei anwesend sein.

§ 44

Meldung zur Prüfung und Zulassung

(1) Der Anwärter/Die Anwärterin muss sich spätestens zu Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres zur Zweiten Staatsprüfung melden. Die Meldung ist auf dem Dienstweg an das Prüfungsamt zu richten.

(2) Der Meldung sind von dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars, dem der Anwärter/die Anwärterin zu diesem Zeitpunkt zugewiesen ist, beizufügen:

1.

ein von dem Leiter/der Leiterin der Schule, an der der Anwärter/die Anwärterin den überwiegenden Teil seines/ihres eigenverantwortlichen Unterrichts erteilt hat, zu erstellender Bericht über die erzieherische und unterrichtliche Leistung des Anwärters/der Anwärterin an der Schule,

2.

je ein Gutachten der zuständigen Fachleiter/Fachleiterinnen über die Eignung und fachliche Leistung des Anwärters/der Anwärterin, das mit einer Vornote entsprechend § 23 endet, die auf Grund der Leistungen des Anwärters/der Anwärterin in dem betreffenden Fach während des Vorbereitungsdienstesim Einvernehmen mit dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars festzusetzen ist,

3.

ein von dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars zu erstellender allgemeiner Bewährungsbericht; in diesem Bericht sind auch das dienstliche Verhalten des Anwärters/der Anwärterin, seine/ihre Mitarbeit im Studienseminar, seine/ihre Belastbarkeit, Kooperationsbereitschaft, Innovationsbereitschaft, Beratungsfähigkeit und Medienkompetenz gebührend zu berücksichtigen; er schließt mit einer Feststellung über die Eignung des Anwärters/der Anwärterin für den Lehrerberuf.

Bei der Festsetzung der Vornoten und im Bewährungsbericht des Leiters/der Leiterin des Studienseminars ist auf der Grundlage des Schulleiterberichts gemäß Satz 1 Nr. 1 und der Unterrichtsbesuche gemäß § 37 Abs. 4 Satz 7 die pädagogische Leistung des Anwärters/der Anwärterin im eigenverantwortlichen Unterricht besonders zu berücksichtigen.

(3) Der Anwärter/Die Anwärterin ist zur Zweiten Staatsprüfung zugelassen, wenn die Vornoten der beiden Fachleitergutachten mindestens „ausreichend” lauten und der Seminarleiter/die Seminarleiterin die Eignung des Anwärters/der Anwärterin festgestellt hat. Aus den Vornoten (Punktzahlen) wird entsprechend § 24 Abs. 3 eine Zulassungsnote ermittelt, wobei jede Vornote das gleiche Gewicht erhält. Legt ein Prüfling die Zweite Staatsprüfung in Zusatzfächern ab, werden zur Errechnung der Zulassungsnote die Vornoten für die beiden Erstfächer jeweils mit dem Faktor zwei, die Vornoten für die Zusatzfächer jeweils mit dem Faktor eins multipliziert und die Summe der Ergebniszahlen durch die Summe der benutzten Faktoren geteilt. Die Gutachten und Vornoten, der Schulleiterbericht und der Bewährungsbericht sind dem Anwärter/der Anwärterin auf Antrag zu eröffnen.

(4) In der Meldung zur Zweiten Staatsprüfung ist von dem Anwärter/der Anwärterin das Thema der pädagogischen Arbeit anzugeben. Der Meldung ist der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Kursus in erster Hilfe und an einem Medienkurs beizufügen.

§ 45

Pädagogische Arbeit

(1) Der Anwärter/Die Anwärterin kann das Thema der pädagogischen Arbeit im Einvernehmen mit dem zuständigen Fachleiter/der zuständigen Fachleiterin und dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars selbst wählen. Das Thema ist der Fachdidaktik und Fachmethodik eines seiner/ihrer Unterrichtsfächer zu entnehmen und soll Bezug zu einer von ihm/ihr selbst durchgeführten Unterrichtsreihe haben. Fächerübergreifende Themen sind möglich. In der pädagogischen Arbeit soll der Anwärter/die Anwärterin nachweisen, dass er/sie wissenschaftlich und praxisbezogen arbeiten, didaktisch und pädagogisch reflektieren sowie sachgerecht darstellen kann. Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Arbeit in einem Zeitraum von drei Monaten fertiggestellt werden kann. Sie soll eine Länge von 50 Seiten nicht überschreiten. § 12 Abs. 3 findet Anwendung.

(2) Der Anwärter/Die Anwärterin hat die pädagogische Arbeit dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars zu dem von diesem/dieser festgesetzten Termin in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Auf begründeten Antrag kann der Leiter/die Leiterin des Studienseminars die Frist zur Abgabe der Arbeit um bis zu vier Wochen verlängern. Versäumt der Anwärter/die Anwärterin ohne genügende Begründung die Frist zur Abgabe, ist dieser Prüfungsteil nicht bestanden.
§ 46 Abs. 3 findet entsprechende Anwendung. Ob eine Begründung genügt, entscheidet der Leiter/die Leiterin des Studienseminars.

§ 46

Bewertung der pädagogischen Arbeit

(1) Die Beurteilung der pädagogischen Arbeit erfolgt durch den zuständigen Fachleiter/die zuständige Fachleiterin und einen Zweitkorrektor/eine Zweitkorrektorin. Dieser/Diese wird vom Prüfungsamt auf Vorschlag des Leiters/der Leiterin des Studienseminars bestellt. Erst- und Zweitkorrektor/Erst- und Zweitkorrektorin erstellen jeweils ein Gutachten. Die sprachliche Darstellung und die Sprachrichtigkeit einschließlich der Rechtschreibung und Zeichensetzung sind mit zu bewerten und bei der Benotung angemessen zu berücksichtigen. Das Ergebnis der Beurteilung wird in einer Note gemäß § 23 zusammengefasst.

(2) Bei abweichender Bewertung sollen sich die beiden Korrektoren/Korrektorinnen auf eine gemeinsame Note einigen. Kommt eine Einigung nicht zustande, so setzt der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes im Rahmen der erteilten Prüfungsnoten die endgültige Note fest.

(3) Wird in der pädagogischen Arbeit die Note „ausreichend“ nicht erreicht, ist dieser Prüfungsteil nicht bestanden und dem Anwärter/der Anwärterin die Bearbeitung eines neuen Themas aufzugeben. Wird bei der Wiederholung die Note „ausreichend“ nicht erreicht, ist die Zweite Staatsprüfung insgesamt nicht bestanden.

§ 47

Prüfungslehrproben

(1) Der Anwärter/Die Anwärterin hat in den Fächern seiner/ihrer Ersten Staatsprüfung, in denen er/sie die Lehrbefähigung anstrebt, je eine Lehrprobe zu halten. Die Prüfungslehrprobe im Wahlfach (§ 6) wird an einer Gemeinschaftsschule, Erweiterten Realschule oder Gesamtschule in einer der Klassenstufen 5 bis 9 in dem auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses bezogenen Bildungsgang durchgeführt. Mit Zustimmung des Anwärters/der Anwärterin kann hierbei bis zu zwei Anwärtern/Anwärterinnen desselben Studienseminars die Anwesenheit gestattet werden. Die Lehrkraft, die den Anwärter/die Anwärterin in dem Fach betreut hat, auf das sich die Lehrprobe bezieht, sowie der Schulleiter/die Schulleiterin können bei der Prüfungslehrprobe anwesend sein.

(2) Das Lehrprobenthema wird von dem zuständigen Fachleiter/der zuständigen Fachleiterin im Einvernehmen mit dem Leiter/der Leiterin des betreffenden Studienseminars festgelegt und dem Anwärter/der Anwärterin eine Woche vor dem Termin der Abgabe des Entwurfs der Lehrprobe schriftlich mitgeteilt.

(3) Der Anwärter/Die Anwärterin übergibt mindestens zwei Tage vor dem Termin der Lehrprobe dem Leiter/der Leiterin des Studienseminars den schriftlichen Entwurf der Lehrprobe in einer hinreichenden Zahl von Ausfertigungen. Der Termin der Abgabe wird von der Seminarleitung mitgeteilt. Für den Entwurf der Lehrprobe findet § 12 Abs. 3 entsprechende Anwendung. Wird der Lehrprobenentwurf nicht fristgerecht abgegeben, gilt § 45 Abs. 2 Satz 3 und 5 entsprechend.

(4) Legt ein Anwärter/eine Anwärterin die Prüfung in Zusatzfächern ab, entfällt die Prüfungslehrprobe in dem Fach, in dem die pädagogische Arbeit geschrieben wird.”

§ 48

Bewertung der Prüfungslehrproben (Endnote)

(1) Im Anschluss an jede Lehrprobe berät der Prüfungsausschuss über die Lehrprobe und bewertet sie mit einer Note gemäß § 23 . Vor der Beratung kann der Anwärter/die Anwärterin vor dem Prüfungsausschuss eine Stellungnahme zu seiner/ihrer Lehrprobe abgeben. Über die Beratung und Bewertung wird eine Niederschrift aufgenommen.

(2) Eine Lehrprobe ist bestanden, wenn ihre Bewertung gemäß Absatz 1 mindestens „ausreichend“ lautet. Ein mangelhaftes Lehrprobenergebnis kann jedoch durch eine mindestens befriedigende Vornote in demselben Fach ausgeglichen werden; die Note „ungenügend“ in einer Lehrprobe und mangelhafte Ergebnisse der Lehrproben in den beiden Erstfächern können nicht ausgeglichen werden.

(3) Aus den Einzelnoten für die Lehrproben gemäß Absatz 1 wird eine Endnote in entsprechender Anwendung von § 44 Abs. 3 Satz 2 und 3 errechnet. Hat ein Notenausgleich gemäß Absatz 2 stattgefunden, ist für die Ermittlung der Endnote von der Note gemäß Absatz 1 auszugehen.

(4) Eine Lehrprobe, die mit „ungenügend“ bewertet wurde, kann einmal wiederholt werden; das Gleiche gilt für eine Lehrprobe, deren mangelhaftes Ergebnis nicht gemäß Absatz 2 ausgeglichen werden kann. Wird auch bei der Wiederholung die Note „ausreichend“ nicht erreicht, ist die Zweite Staatsprüfung insgesamt nicht bestanden; dies gilt nicht für Lehrproben in Zusatzfächern.

§ 49

Mündliche Prüfung

(1) Der Anwärter/Die Anwärterin ist zum fachdidaktisch-fachmethodischen Teil der mündlichen Prüfung eines Faches zugelassen, wenn die Note für seine/ihre pädagogische Arbeit mindestens „ausreichend“ lautet und die Lehrprobe in dem betreffenden Fach gemäß § 48 Abs. 2 bestanden ist.

(2) Gegenstand der mündlichen Prüfung sind die während der Ausbildung behandelten Bereiche, insbesondere die Gebiete, die Gegenstand der Veranstaltungen nach § 38 waren. In der mündlichen Prüfung soll der Anwärter/die Anwärterin nachweisen, dass er/sie pädagogische, psychologische, didaktische und methodische Kenntnisse und Einsichten auf die schulpraktische Arbeit anzuwenden und in größere Zusammenhänge einzuordnen weiß.

(3) Die Prüfungsdauer beträgt für jeden fachdidaktisch-fachmethodischen Teil und für den pädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Teil 30 Minuten.

(4) Jeder Anwärter/Jede Anwärterin wird einzeln geprüft.

(5) § 19 Abs. 5 gilt entsprechend.

§ 50

Bewertung der mündlichen Prüfung (Endnote)

(1) Jeder Teil der mündlichen Prüfung wird von dem betreffenden Prüfungsausschuss mit einer Note gemäß § 23 bewertet.

(2) Die mündliche Prüfung ist bestanden, wenn alle Noten gemäß Absatz 1 mindestens „ausreichend“ lauten. Ein mangelhaftes Ergebnis im pädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Teil kann jedoch durch ein mindestens befriedigendes Ergebnis in einem fachdidaktisch-fachmethodischen Teil ausgeglichen werden; die Note „mangelhaft“ in einem fachdidaktisch-fachmethodischen Teil kann durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Vornote oder eine solche Bewertung der Prüfungslehrprobe desselben Faches ausgeglichen werden; die Note „ungenügend“ in einem Teil und mangelhafte Ergebnisse in zwei Teilen können nicht ausgeglichen werden.

(3) Aus den Noten für die einzelnen Teile der mündlichen Prüfung gemäß Absatz 1 wird eine Endnote in entsprechender Anwendung von § 44 Abs. 3 Satz 2 und 3 errechnet. Hat ein Notenausgleich gemäß Absatz 2 stattgefunden, ist für die Ermittlung der Endnote von der Note gemäß Absatz 1 auszugehen.

(4) § 48 Abs. 4 findet entsprechende Anwendung.

§ 51

Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung (Gesamtnote)

Das Ergebnis der bestandenen Zweiten Staatsprüfung wird in einer Gesamtnote entsprechend § 25 Abs. 2 zusammengefasst, die sich aus der Note für die pädagogische Arbeit, der Zulassungsnote und den Endnoten gemäß § 48 Abs. 3 und
§ 50 Abs. 3 errechnet. Dabei werden die Zulassungsnote mit dem Faktor sechs, die Note der pädagogischen Arbeit mit dem Faktor vier, die Endnote der Prüfungslehrproben mit dem Faktor fünf und die Endnote der mündlichen Prüfung mit dem Faktor fünf multipliziert und die Summe der Ergebniszahlen durch die Summe der benutzten Faktoren bis auf zwei Dezimalstellen geteilt.

§ 52

Wiederholung der Prüfung

(1) Hat der Anwärter/die Anwärterin die Zweite Staatsprüfung nicht bestanden, entscheidet der Leiter/die Leiterin des Prüfungsamtes, wann sie frühestens wiederholt werden kann und welche Prüfungsteile auf die Wiederholungsprüfung angerechnet werden können.

(2) Die Zweite Staatsprüfung kann nur einmal, und zwar innerhalb eines Jahres wiederholt werden.

§ 53

Mitteilung des Prüfungsergebnisses, Einsicht in die Prüfungsakte

§ 26 Abs. 1 Satz 1 und § 27 finden entsprechende Anwendung.

§ 54

Verhinderung und Säumnis

§ 28 ist entsprechend anzuwenden.

§ 55

Ordnungswidriges Verhalten im Rahmen der Prüfung

§ 29 ist entsprechend anzuwenden.

§ 56

Prüfungszeugnis

Wer die Zweite Staatsprüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach Anlage 7 .

§ 26 Abs. 3 und 5 findet entsprechende Anwendung. Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält eine Bescheinigung nach Anlage 8 .

§ 57

Beamtenverhältnis nach der Prüfung

Das Beamtenverhältnis des Anwärters/der Anwärterin endet mit der Mitteilung des Prüfungsergebnisses durch das Prüfungsamt, wonach der Anwärter/die Anwärterin die Zweite Staatsprüfung bestanden oder endgültig nicht bestanden hat.

Abschnitt V

Schlussbestimmungen

§ 58

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 1994 in Kraft und am 31. Dezember 2020 außer Kraft.

(2) In dem zum Wintersemester 2012/2013 an der Universität des Saarlandes eingerichteten Studiengang für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) wird die Erste Staatsprüfung nach den Vorschriften der Lehramtsprüfungsordnung I vom 18. März 2008 (Amtsbl. S. 548), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 19. Dezember 2012 (Amtsbl. 2013 I S. 5), abgelegt. Die §§ 4 bis 31 finden insoweit keine Anwendung.

Anlagen 1 bis 5

(aufgehoben)

Anlage 6

SAARLAND

 

Ministerium für Bildung und Kultur

- Staatliches Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen -

 

 

Zeugnis

 

über eine Erweiterungsprüfung zur Ersten Staatsprüfung

für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I

 

(Klassenstufen 5 bis 9)

 

 

 

Herr/Frau.....................................................................................................................................................................

 

geboren am...................................................................... in.................................................................................

 

hat vor dem Staatlichen Prüfungsamt in Saarbrücken am ..........................................................................................

die Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) bestanden.

 

 

Herr/Frau .....................................................................................................................................................

 

 

hat am ................................................. die Erweiterungsprüfung im Fach

 

....................................................

 

 

mit der Fachendnote .................................................... (.......Punkte) bestanden.

 

 

 

Dieses Zeugnis ist nur in Verbindung mit dem Zeugnis über die Erste Staatsprüfung gültig.

 

 

Der Prüfung lag die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) vom 22. September 1994 (Amtsbl. S. 1410), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 2. November 2007 (Amtsbl. S. 2122), zugrunde.

 

 

 

Saarbrücken, den ........................................................

 

 

Der Leiter/Die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes

für das Lehramt an Schulen

 

 

 

Siegel

.....................................................................................

Notenstufen: sehr gut (15,00 - 12,50 Punkte), gut (12,49 - 09,50 Punkte), befriedigend (09,49 - 06,50 Punkte), ausreichend (06,49 - 03,50 Punkte)

Anlage 7

 

 

SAARLAND

 

Ministerium für Bildung und Kultur

- Staatliches Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen -

 

 

Zeugnis

über die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I

(Klassenstufen 5 bis 9)

 

 

Herr/Frau.....................................................................................................................................................................

 

geboren am .......................................................... in ..................................................................................................

 

hat den Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf vom .............................. bis .................................

 

an dem Studienseminar in ....................................................................................................................... abgeleistet.

 

Er/Sie hat die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I

(Klassenstufen 5 bis 9) in den Fächern .......................................................................................................................

bestanden und somit die Befähigung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I

(Klassenstufen 5 bis 9) erworben.

 

Die Gesamtnote lautet: ................................................................................................................... (............. Punkte)

 

Im Einzelnen erzielte er/sie folgende Noten:

 

Zulassungsnote: ................................... (.............Punkte)

 

Pädagogische Arbeit mit dem Thema

 

.........................................................................................

 

.........................................................................................

 

........................................................................................: ................................................................ (........ Punkte)

 

Prüfungslehrproben: ................................................................. (........Punkte)

 

Mündliche Prüfung: ................................................................. (........Punkte)

 

 

Der Prüfung lag die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) vom 22. September 1994 (Amtsbl. S. 1410), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 2. November 2007 (Amtsbl. S. 2122), zugrunde.

 

 

Saarbrücken, den ..................................................

 

Der Leiter/Die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes

für das Lehramt an Schulen

 

 

Siegel ......................................................................................

Notenstufen siehe Rückseite

 

 

 

Gesamtnote

Notenstufen:

mit Auszeichnung bestanden 15,00 - 12,50 Punkte

gut bestanden 12,49 - 09,50 Punkte

befriedigend bestanden09,49 - 06,50 Punkte

bestanden 06,49 - 03,50 Punkte

 

Zulassungsnote, Prüfungslehrproben, Mündliche Prüfung

Notenstufen:

sehr gut 15,00 - 12,50 Punkte

gut12,49 - 09,50 Punkte

befriedigend 09,49 - 06,50 Punkte

ausreichend06,49 - 03,50 Punkte

mangelhaftunter 3,50 Punkte

 

Pädagogische Arbeit

Notenstufen:

sehr gut 15/14/13 Punkte

gut12/11/10 Punkte

befriedigend 09/08/07 Punkte

ausreichend06/05/04 Punkte

mangelhaft03/02/01 Punkte

ungenügend00 Punkte

Anlage 8

 

 

 

SAARLAND

 

Ministerium für Bildung und Kultur

- Staatliches Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen -

 

 

Bescheinigung

 

über die nicht bestandene Zweite Staatsprüfung

für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I

 

(Klassenstufen 5 bis 9)

 

 

Herr/Frau ...........................................................................................................................................................................

 

geboren am ............................................................... in ......................................................................................

 

hat den Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf vom ...............................bis ......................................... an dem Studienseminar in .....................................................abgeleistet.

 

 

Der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5

bis 9) unterzog er/sie sich am ....................................................................

 

 

Herr/Frau ...........................................................................................................................................................................

 

 

hat die Zweite Staatsprüfung nicht bestanden.

 

 

Er/Sie kann die Prüfung innerhalb eines Jahres/nicht wiederholen.

 

 

 

Der Prüfung lag die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Lehramt für die Primarstufe und für die Sekundarstufe I (Klassenstufen 5 bis 9) vom 22. September 1994 (Amtsbl. S. 1410), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 2. November 2007 (Amtsbl. S. 2122), zugrunde.

 

 

 

 

Saarbrücken, den ...............................

 

 

Der Leiter/Die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes

für das Lehramt an Schulen

 

 

 

......................................................................................

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